WÜRZBURG – Přemysl Pitter ist eine große Gestalt des deutsch-tschechischen Verhältnisses im 20. Jahrhundert. Ihm ist diese Ausstellung des Institutum Bohemicum der Ackermann-Gemeinde gewidmet.
Die Ackermann-Gemeinde entstand 1946 aus einem Kreis deutscher Katholiken, die ihre Herkunft aus Böhmen, Mähren und Österreich-Schlesien als Verpflichtung für ihr Wirken in Kirche, Volk, Staat und Gesellschaft empfanden. Ihre Ziele sind die praktische Friedensarbeit im Dienste der Völkerverständigung und der Versöhnung, vor allem mit den Völkern Ostmitteleuropas.
Pitter hat sich als Humanist und Verteidiger der Menschenrechte in einer Phase des blutigen und aufgeheizten Nationalismus für besonders betroffene Kinder unabhängig ihrer nationalen Herkunft eingesetzt und ist damit direkt zu Kriegsende mutige Schritte zu einer deutsch-tschechisch-jüdischen Versöhnung gegangen. Auch sein Einsatz in der Zwischenkriegszeit für Kinder aus sozialschwachen Familien in Prag, für verfolgte Kinder in der Zeit des Nationalsozialismus und sein Wirken im deutschen Exil nach der kommunistischen Machtübernahme in der Tschechoslowakei sind beeindruckende Zeugnisse eines christlichen Lebens.
Die Ausstellung besteht aus 35 großformatigen Tafeln, die über das Leben von Přemysl Pitter informieren. Bürgermeister Joachim Spatz wird die Ausstellung am Dienstag, 8. September, um 16 Uhr eröffnen. Hierzu sind Gäste herzlich eingeladen.
Die Ausstellung „„Europäischer Humanist Přemysl Pitter““ kann im Anschluss an die Vernissage im Würzburger Rathaus bis zum 29. September besichtigt werden.
Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag von 8.00 – 18:00 Uhr, Freitag von 8:00 – 13:00 Uhr. Das Obere Foyer ist barrierefrei erreichbar. Der Eintritt ist frei.
Auf dem Bild: Přemysl Pitter
Foto: © Nationales Pädagogisches Museum und Bibliothek J.A. Komensky

