Offizielle Inbetriebnahme: „SharKI“ ist die neue Beckenaufsicht im Außenbereich des SILVANA Sport- und Freizeitbades

Offizielle Inbetriebnahme: „SharKI“ ist die neue Beckenaufsicht im Außenbereich des SILVANA Sport- und Freizeitbades

SCHWEINFURT – Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH erweitert den Einsatz der bereits im Hallenbad erfolgreich etablierten KI-gestützten Beckenaufsicht „SharKI“ pünktlich zur Freibadsaison auf den Außenbereich des SILVANA Sport- und Freizeitbades und sorgt so für noch mehr Sicherheit für alle Badegäste.

Die offizielle Inbetriebnahme fand am Dienstagnachmittag statt. Anwesend waren der neue Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, Ralf Hofmann, als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Schweinfurt, der Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt GmbH, Thomas Kästner, sowie Tobias Steinmetz, Leiter Kaufmännischer Service Stadtwerke Schweinfurt GmbH.

Das System wurde vor Ort in einer Live-Demonstration präsentiert. „SharKI“ überwacht die Becken kontinuierlich, erkennt potenziell kritische Situationen in Echtzeit und alarmiert die Aufsichtskräfte im Notfall über eine Smartwatch.

Am Montag, den 18. Mai, eröffnet das Freibad. Dann sind wieder über 20 Grad gemeldet. An diesem Dienstag konnte einem Andreas Böhm ein wenig leid tun. Der stellvertretende Betriebsleiter musste beim 11 Grad den „sterbenden Mann“ spielen. Oder, halt, nein: Den eben gerade nicht. Aber er tauchte im Schwimmerbecken ab und zeigte so den Medienvertretern, wie das System funktioniert: Binnen Sekunden kommt eine Nachricht: Person am Beckenboden!

23 Kameras, angebracht überwiegend an den Flutlicht- oder Lautsprechermasten, überwachen die zwei großen Außenbecken des SILVANA. Rund 2.300 Meter Kabel mussten dafür verlegt werden. Einen niedrigen sechsstelligen Betrag kostete die Anschaffung, einen niedigen fünfsstelligen müssen die Stadtwerke an jährlichen Betriebskosten aufbringen.

„Das ist sehr innnovativ und zeigt, dass wir in Schweinfurt etwas auf die Beine stellen können“, lobte OB Ralf Hofmann und nannte die Stadtwerke „Trendsetter“. Man habe Mut gehabt, neue Wege zu gehen, biete einen großen Nutzen für die Badegäste. Bundesweit sorge damit für Furore, mache aber in erster Linie den Aufenthalt sicherer. Zwar ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Badeaufsicht alle drei Minuten einen jeden Winkel der Becken im Blick haben müsse. „SharKI“ freilich bedeutet einen Zusatz an Gewissheit, dass nichts passiert.

Thomas Kästner erinnerte daran, dass jährlich in Deutschland 80 bis 100 Bäder schließen. Die Bürger lernen so immer weniger das Schwimmen, gleichzeitig fehlen Badeaufsichten, Stichwort Fackkräftemangel. Die Künstliche Intelligenz kann helfen. Weniger Personal wird in Schweinfurt dennoch nicht beschäftigt. Im Hallenbad funktioniert das System, im Freibereich freilich geht´s an heißen Tagen um ganz andere Besucherzahlen, bis zu 3.000 am Tag.

Ein Jahr habe man innen „SharKI“ im Einsatz. Draußen freilich sind die Verhältnisse ganz andere, weiß Tobias Steinmetz. Freier Himmel statt eine Hallendecke, Sonneneinstrahlung und Spiegelung im Wasser, dazu Dampf, wenn es kühler ist, wie man beim Test im kleinen ersten Außenbecken feststellte. Dazu kommt eine Grubenhöhe von fünf Metern im Bereich des Zehn-Meter-Sprungturms.

Unser Bild mit den drei Personen zeigt von links: Tobias Steinmetz, Thomas Kästner und Ralf Hofmann.

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