WÜRZBURG – LENGFELD – Auf etwa 13,5 Hektar entsteht „Am Handelshof“ in Lengfeld ein neues Baugebiet. Der Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen bis Herbst 2026 liegt im Zeitplan.
Deshalb konnten Oberbürgermeister Martin Heilig, Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová und Stadtbaurat Benjamin Schneider nun den offiziellen Startschuss für den Baubeginn der Erschließungsarbeiten für das Wohn- und Mischgebiet Lengfeld 22B geben.
Im Nordosten des Baugebiets, das an die Straße Am Handelshof anschließt, sind in direkter Nähe zum bestehenden Gewerbe ein Lebensmittelhändler wie auch weitere Flächen für Gewerbe, Büro und Geschosswohnungsbau geplant. Eine Biotopfläche trennt den südöstlichen Bereich des Baugebiets davon, das sich weiter ins Tal erstreckt. Hier ist reine Wohnbebauung mit Einfamilien-, Doppel- und Kettenhäusern vorgesehen. Die Haupterschließung des gesamten Gebiets wird von Norden aus erfolgen. Besonderes Augenmerk liegt auf den öffentlichen Grün- und Ausgleichsflächen wie auch der dezentrale Regenwasserbewirtschaftung. An das Konzept der Regenwasserbewirtschaftung wird auch das Baugebiet Waidmannsteige 22A angeschlossen. Da geplant ist, die Niederschläge der öffentlichen Verkehrsflächen über „Regenterrassen“ zu bewirtschaften, erfolgt für eine notwendige Funktionstüchtigkeit die Begrünung bereits im Zug der Erschließung. Vorgesehen ist, dass das Wasser im Regenpark anteilig versickert, verdunstet und der restliche Überschuss gedrosselt über eine Flutwiese in die Kürnach fließen soll. Die Grünflächen umfassen eine Gesamtfläche von etwa 46.300 m² und sollen parkartig angelegt werden. Sie werden eine Rolle spielen für Naherholung, Klimaschutz und Biodiversität. Die Planung von Kinderspielplätzen wird erst nach Abschluss der Erschließungsarbeiten erfolgen unter Beteiligung der späteren Nutzer.
Oberbürgermeister Martin Heilig freut sich auf 160 Bäume, 3.300 m² Hecken, 1.350 m² Mikrowald und 30.000 m² artenreiche Wiesen: „Wer möchte hier nicht wohnen? Würzburg schafft in Stadtnähe und bei ausgezeichneter Infrastruktur ein naturnahes Baugebiet in einer parkähnlichen Anlage mit öffentlichen Grünflächen, einen natur- und artenschutzrechtlichen Ausgleich, eine Vernetzung mit einem Biotop und eine maßgeschneiderte Regenwasserbewirtschaftung. Hier entsteht ein zukunftsfähiges, modernes Baugebiet mit Erholungswert.“
Unterhalb des Baugebiets 22B wird ein Abschnitt renaturiert, zudem wurde als freiwillige und geförderte Maßnahme auch ein Abschnitt der Kürnach renaturiert. Für lokale Feldhamstervorkommen wurden Ausgleichsflächen angelegt. Zuvor wurden historische Erkundungen, Luftbildauswertungen und Sondierungen mit Bergung durchgeführt. Stabbrandbomben wurden im Zuge von archäologischen Grabungen entdeckt, die seit Dezember 2025 durchgeführt wurden.
Bei einem vor-Ort-Termin im Mai nächsten Jahres soll die Öffentlichkeit die Möglichkeit bekommen, einen Einblick in die Konzepte des Baugebiets zu erhalten. Dort werden das bis dahin fertiggestellte Regenwasserbewirtschaftungskonzept, sowie archäologische Funde sichtbar sein.
Auf dem Bild: Die Sonne geht auf über dem neuen Baugebiet Lengfeld 22B. Zum Baubeginn der Erschließungsarbeiten besuchten das Gebiet: v.li. Stephanie Möltner (Gartenamt, Sachgebiet Konzeption), Julia Henneberger (Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen, FA Straßenbau), Nathalie Weber (DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH), Bernd Rausch (kommissarischer Leiter Gartenamt und Abteilung Planen), 2. Bürgermeisterin und Leiterin des Umwelt- und Klimareferats Dr. Sandra Vorlová, Oberbürgermeister Martin Heilig, Stadtbaurat Benjamin Schneider, Stefan Förster (Projektleitung Bauunternehmen Strabag), Annette Messerer (Leiterin Fachbereich Tiefbau und Verkehrswesen), Manfred Ostwald (Polier Strabag), Julius Emmert (FB Tiefbau und Verkehrswesen, FA Straßenbau). Foto: Claudia Lother

