Bischof Dr. Franz Jung verleiht päpstliche Auszeichnungen: Silvesterorden sowie Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“

Bischof Dr. Franz Jung verleiht päpstliche Auszeichnungen: Silvesterorden sowie Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“
Bild © Markus Hauck (POW)

WÜRZBURG – Bei einer Pontifikalvesper am Sonntag, 25. Oktober, im Würzburger Kiliansdom hat Bischof Dr. Franz Jung päpstliche Auszeichnungen an vier Frauen und einen Mann verliehen, die sich in herausragender Weise um Kirche, Caritas und katholische Bildung verdient gemacht haben.

„Wir feiern heute Domkirchweih. Genauso wichtig sind aber die lebendigen Steine, aus denen die Kirche besteht“, sagte der Bischof.

Mit dem päpstlichen Silvesterorden wurde Jutta Schneider-Gerlach (65) aus Aschaffenburg für ihr jahrzehntelanges Engagement im Bereich der Caritas und Frauenhilfe geehrt. Von 2004 bis 2024 leitete sie als Vorsitzende den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Aschaffenburg. Darüber hinaus vertritt sie den Verband im SkF-Landesvorstand Bayern, steht seit deren Gründung der Marielies-Schleicher-Stiftung vor, die Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien in Notlagen unterstützt, und bringt sich neben weiteren Vorstands- und Ratstätigkeiten im Caritasverband sowie im Verein Sankt Elisabeth seit vielen Jahrzehnten in ihrer Heimatpfarrei Herz Jesu in Aschaffenburg ein. Sie habe „über viele Jahrzehnte einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Lebensbedingungen von Mädchen und Frauen“ geleistet, auch weit über Aschaffenburg hinaus, attestierte ihr Bischof Jung.

Magda Hartmann (73) aus Steinfeld (Landkreis Main-Spessart) erhielt das Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ für ihren unermüdlichen caritativen und pastoralen Einsatz. Sie gehörte über 25 Jahre dem Vorstand des Kreis-Caritasverbands Main-Spessart an, davon acht Jahre als Vorsitzende, und ist weiterhin im Kreis-Caritasrat aktiv. Neben ihrem langjährigen Engagement in der Jugendarbeit der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), im Pfarrgemeinderat und seit über 25 Jahren als beauftragte Wortgottesdienstleiterin setzt sie sich besonders für den Wallfahrtsort Mariabuchen ein, wo sie seit 2023 die erste Vorsitzende des Fördervereins ist. Bischof Jung sagte, sie habe „ein weites Herz für ihre Mitmenschen und ist aus christlicher Überzeugung stets bereit, sich zum Wohle anderer zu engagieren. Damit beweist sie eine tiefe Verwurzelung in der katholischen Kirche, die ihre geistige Heimat ist.“

Ebenfalls mit dem Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ wurde Schwester Katharina Merz (64) von den Ursulinen geehrt. Die Oberin des Würzburger Ursulinenklosters leitet seit dem Jahr 2000 den Konvent, stieß umfassende Sanierungsmaßnahmen von Kloster und Schule an und prägte als langjährige Leiterin der Realschule sowie des Gymnasiums die Sankt-Ursula-Schule entscheidend. Unter ihrer Führung sei das christliche Profil der katholischen Mädchenschule gestärkt und deren Zukunft nachhaltig gesichert worden. „Man darf die Sankt-Ursula-Schule in ihrer heutigen Gestalt als das Lebenswerk von Schwester Katharina Merz bezeichnen“, erklärte Bischof Jung. Eine von ihr initiierte Wohngemeinschaft ermöglicht jungen Frauen, dort zur Miete zu leben und zugleich am geistlichen Leben der Schwestern teilzuhaben. Seit 2010 leben im Kloster zudem Ordensfrauen einer anderen Gemeinschaft. Das Ehrenkreuz würdigt nach den Worten des Bischofs den herausragenden Dienst von Merz für Konvent und Schule.

Für seinen mehr als 36-jährigen Einsatz im katholischen Schulwesen erhielt Oberstudiendirektor a. D. Robert Scheller (73) aus Würzburg das päpstliche Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“. Er wirkte unter anderem als Stiftungs- und Seminardirektor am Würzburger Julianum, als Lehrer und stellvertretender Schulleiter an der Sankt-Ursula-Schule Würzburg sowie 17 Jahre lang als Leiter des Egbert-Gymnasiums der Missionsbenediktiner in Münsterschwarzach. Auch im Ruhestand bringe er seine umfassende Erfahrung als Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Maria-Ward-Schulstiftung in Aschaffenburg ein. Zudem war er lange Jahre im Diözesanrat der Katholiken aktiv. Scheller sehe in der Schule „mehr als einen Ort reiner Wissensverwaltung. Mit dieser Haltung brachte er sich auch pointiert in bildungspolitische Fragen ein und wurde so zu einer geschätzten wie gefragten Stimme der katholischen Politik“, sagte der Bischof.

Mit dem Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ wurde zudem Birgit Thum-Feige (67) aus Würzburg für ihr langjähriges Wirken an der Maria-Ward-Mädchenrealschule ausgezeichnet. Diese leitete sie von 2018 bis zu ihrer Versetzung in den Ruhestand 2026. Trotz ihrer vielen Verpflichtungen im Amt als Rektorin habe sie eine hohe Zahl von Unterrichtsstunden übernommen, um den Kontakt zu den Schülerinnen zu halten. Auch in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Elternvertretung und den Erziehungsberechtigten hat sie nach den Worten von Bischof Jung eine besondere, integrierende Stellung eingenommen. Mit großem persönlichem Einsatz habe sie das katholische Profil der Schule im Geiste Mary Wards und der Congregatio Jesu gepflegt. Neben ihrem ehrenamtlichen pfarreilichen Engagement bringe sie sich darüber hinaus seit 2022 aktiv im Diözesanpastoralrat des Bistums Würzburg ein. Er freue sich, dass der langjährige Einsatz Thum-Feiges mit dem päpstlichen Ehrenkreuz gewürdigt werde, sagte der Bischof.

mh (POW)

Auf dem Bild © Markus Hauck (POW) | Bischof Dr. Franz Jung (3. von rechts) mit den Geehrten. Von links: Birgit Thum-Feige, Schwester Katharina Merz, Magda Hartmann, Jutta Schneider-Gerlach und Robert Scheller.

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