Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zeichnete den langjährigen Naturschutzwart und Biberberater Wolfgang Lappe aus Ebern aus

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zeichnete den langjährigen Naturschutzwart und Biberberater Wolfgang Lappe aus Ebern aus
Landeskonferenz mit Ehrenamtsempfang für die Ehrenamtlichen im staatlichen Naturschutzdienst in Bayern mit Bay. Umweltminister Thorsten Glauber Foto: (c) RALF RÖDEL / STMUV

EBERN – Das Bayerische Umwelt- und Verbraucherschutzministerium würdigt das langjährige Engagement und die Leistungen der Ehrenamtlichen im staatlichen Naturschutzdienst. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat in Nürnberg die Dienstauszeichnung im Rahmen der ersten Landeskonferenz des staatlichen Naturschutzes an die Ehrenamtlichen mit anschließendem Ehrenamtsempfang übergeben.

Zu den Empfängern des goldenen Ehrenzeichens gehörte unter anderem der langjährige Biberberater und Naturschutzwart Wolfgang Lappe aus Ebern, der seit über 25 Jahren im Landkreis Haßberge tätig ist. Für die Fachkräfte der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes ist Wolfgang Lappe ein wertvoller Mitarbeiter und eine unverzichtbare Schnittstelle zwischen Behörde und den Bürgern.

Als amtlicher Biberberater ist Wolfgang Lappe im nordwestlichen Landkreis zur Stelle, wenn Fragen oder Konflikte rund um das streng geschützte Nagetier in der Bevölkerung oder bei Kommunen auftreten. Damit leistet er wertvolle Unterstützung, indem er Betroffene über die Lebensweise und den Schutzstatus des Bibers aufklärt, Lösungen vorschlägt und bei der Umsetzung von Präventivmaßnahmen tatkräftig mit anpackt. Durch seine langjährige Erfahrung verfügt Wolfgang Lappe über ein enormes Fachwissen, das er bei Lehrgängen an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen an Neulinge weitergibt. Von seiner Expertise profitieren auch die Bevölkerung sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Darüber hinaus ist der langjährige, aktive Jäger Wolfgang Lappe als Dozent für jagdliche Fallen-Lehrgänge tätig. Er schult die beauftragte Jägerschaft sowohl bei Entnahme-Genehmigungen als auch zur Eindämmung invasiver Arten wie den Bisam.
Zudem engagiert er sich als ehrenamtlicher Muschel- und Krebsberater im Landkreis. In dieser Funktion beobachtet und dokumentiert er das Vorkommen streng geschützter Arten und übermittelt wichtige Informationen an die Untere Naturschutzbehörde.

Umweltminister Glauber betonte: „Die Ehrenamtlichen im staatlichen Naturschutzdienst sind eine entscheidende Schnittstelle zwischen Fachbehörden, Kommunen und der Bevölkerung. Die bayernweit rund 2.200 Ehrenamtlichen im staatlichen Naturschutzdienst übernehmen mit ihrem unermüdlichen Einsatz vor Ort Verantwortung für die Natur. Sie finden Lösungen, die Mensch und Natur gerecht werden. Dieses Engagement ist unverzichtbar und verdient besondere Anerkennung.“ Insgesamt wurden 38 Ehrenamtliche für je 10, 20 oder 25 Jahre im staatlichen Naturschutzdienst ausgezeichnet. Die Ehrenamtlichen sind für die unteren Naturschutzbehörden, kreisfreien Städte und das Landesamt für Umwelt im Außendienst tätig. Der Einsatz reicht von der Bayerischen Naturschutzwacht über das Netzwerk Große Beutegreifer bis hin zur Fachberatung für Biber, Wespen und Hornissen, Fledermäuse, Muscheln, Wiesenbrüter und Kormorane.
 
Die erste Landeskonferenz mit anschließendem Ehrenamtsempfang in Nürnberg bringt die im staatlichen Naturschutzdienst ehrenamtlich Engagierten aus ganz Bayern zusammen. Sie bietet Gelegenheit, wertvolles Praxiswissen auszutauschen und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die Anerkennung und Würdigung des herausragenden Engagements der vielen Ehrenamtlichen in Bayern.

Auf dem Bild: Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zeichnete Wolfgang Lappe für seinen langjährigen Einsatz im Naturschutz mit dem Ehrenzeichen in Gold aus. Auch stellvertretende Landrätin Birgit Bayer bedankte sich bei dem Naturschutzwart und Biberbeauftragten für seine wertvolle Arbeit. Foto: Ralf Rödel/STMUV

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