Der Hausarzt hat ja täglich eine Stunde Bewegung empfohlen. Unter der Woche klappt das nur selten, am Wochenende dann manchmal schon, selbst bei einem vollen Programm, wenn man hier wie da hastet, das Auto abstellt, zu den Sportplätzen läuft und drum herum.
Nun aber das: Ein Wochenende mit ganz vielen Optionen, aber Freitagabend Gruselwetter. Früher wäre der rasende Reporter erst zum Kirchweihspiel nach Grettstadt ab 17 Uhr, dann zu den Schnüdeln um 19 Uhr und nach der Partie schnell noch zu den Mighty Dogs.
Doch nach einer kleinen Geburtstagfeier (mit Zupfkuchen und Kaffee) machten der Regen draußen und der Wind in Verbindung mit einem vollen Magen und der fehlenden Lust auf eine Stadionwurst die Entscheidung leicht. Dahoam ist´s am schönsten. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen der Auswahl an den vielen Spielen. Zumal ja das Wochenende nahte.
Samstag also: Wieder volles Programm. Gleich sechs Partien in der Bezirksliga, dazu in Thundorf ein Spitzenspiel in der Rhöner-A-Klasse. Dazu Derbys in Volkach, Zeil oder Schwebenried. Dampfach gegen Sand zur Kirchweih – eigentlich ein Muss. Oder doch nach Ettleben? Nach Bergrheinfeld? Und dann abends erst zum Handball der MHV-Männer und danach zum Ringen nach Schonungen.
Aber in Bergtheim spielen ja auch die Handball-Damen ihr Derby gegen Pleichach. Lieber da hin? Nach Ettleben? Wäre eine Möglichkeit.
Den ganzen Vormitag rätselte der rasende Reporter und konnte sich bis 15 Uhr nicht entscheiden. Obwohl draußen die Sonne heraus kam, wich die Lust auf ganz viel Lokalsport immer mehr der Trägkeit. Als dann früh die Augsburger gegen die Bayern trafen, lief „Heute im Stadion“ im BR1.
Und irgendwann war klar: Bald wird´s heute dunkel, abends läuft der Club gegen Tobi Strobls Wolfsburger im TV. Das wird genügend Sport für diesen Tag. Bei der zweiten Tasse Kaffee des Tages (und der Vorfreude auf das Feierabend-Bier) wurde die Bewegung auf Sonntag vertagt.
Mühlhausen gegen Schnackenwerth, Spitzenspiel der Kreisklasse. Sicherlich vor großer Kulisse und mit wenig Parkmöglichkeiten. Wenn der Wagen weit weg steht im Dorf, wird´s ein schöner kleiner Spaziergang und endlich Bewegung gegen die aufkommende Herbst-Depression.
Michael Horling
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