MAINFRANKEN – Vergangenen Samstag schlug in der Handball-Oberliga der Männer die DJK Waldbüttelbrunn den aufsteiger HSC Bad Neustadt mit 31;29. Es war der zweite Sieg des Teams aus dem Landkreis Würzburg bei einer Niederlage. Und denoch steht der Verein in der Tabelle mit 2:2 Punkten da.
Ebenso kurios: Die Bad Neustädter gewannen das Wochenende zuvor gegen Sulbach-Rosenberg, sind aber mit 0:4 Zählern dennoch Vorletzter der Tabelle. Und bei den Damen hat die HSG Pleichach vor dem Derby in Bergtheim trotz schon eines Sieges 0:2 Punkte und die SG Dettelbach/ Bibergau nach zwei Niederlagen sogar seltsame -2:4 Zähler auf dem Konto. Was ist da los?
„Die Vereine müssen in der Saison für eine bestimmte Anzahl an Spielen eigene Schiedsrichter zur Verfügung stellen. Die Anzahl der Spiele errechnet sich aus der Anzahl der eigenen Spiele, für die Schiedsrichter benötigt werden“, erklärt Renate Brand von der Vorstandschaft des HSV Bergtheim gegenüber www.mainfranken.news.
In den letzten Jahren wurden bei Nichterreichen des Schiedsrichter-Solls steigende Strafzahlungen vom Bayerischen Handball-Verband (BHV) verlangt, ab dieser Saison werden einer Mannschaft des Vereins 2 Punkte vorab abgezogen, deshalb sind diese Teams mit -2:0 Punkten in die Saison gestartet. Sobald ein Spiel gewonnen wird, stehen sie bei 0:0 und dann wird normal weiter gezählt. Diese Strafen (Punktabzüge) können sich in den weiteren Jahren noch erhöhen.
Die Punkte werden dem jeweiligen Senioren-Team abgezogen, das in der letzten Saison in der höchsten Klasse im Verein gespielt hat.

