SCHWEINFURT – Auf Erwin Albert folgte Riko Weigand, dan kan Djuradj Vasic, nach ihm Hans-Jürgen Boysen und Rainer Hörgl, dann der bereits verstorbene Rainer Ullrich, den nach der Insolvenz Rüdiger Mauder, Bernd Häcker oder Wolfgang Hau beerbten.
Alles Trainer der Schweinfurter Schnüdel, die größtenteils längst nicht mehr aktiv sind, weil sie an die 70 Lebensjahre heran gehen und eben schon Fußball-Rentner sind. Doch die Vorgänger des aktuellen Coaches Jan Gernlein stehen teils noch richtig im Mittelpunkt. Namen wie….
Werner Dreßel: Übernahm nach Hau, der voll fies entlassen wurde, und musste keine zwei Jahre später selbst gehen. der heute 68-jhrige Hambacher trainierte danach noch den TV Königsberg, den FV Rannungen/ Pfändhausen oder zuletzt die SG Sennfeld, ehe es nach diesen unterklassigen Engagements seit zwei Jahren still um ihn wurde.
Frank Lerch: Folgte auf Dreßel, musste kurz vor der Rückkehr in die Bayernliga für die Interimslösung Steffen Rögele (heute A-Jugend-Coach des FC 05) Platz machen. Trainierte danach in Haßfurt, Westheim und Zeil bis 2021 unterklassige Teams in den Haßbergen, ehe sich die Spur verliert.
Klaus Scheer: Der heute 75-Jährige kam als große Trainer-Nummer. Im September seiner zweiten Saison war Schluss, weil die Fans nach einer peinlichen Niederlage in Eltersdorf (Schweinfurter Gegner kommenden Freitag) tobten. Kehrte kurz noch mal nach Bayreuth zurück und ist seitdem Rentner. Am Tag seines Punktspiel-Debüts beim FC 05 (bei Bayern Hof) ereignete sich das Unglück bei der Love-Parade in Duisburg.
Udo Romeis: Folgte auf Scheer, brachte die Saison zuende, die nicht mit dem erhofften Aufstieg in die Regionalliga endete. Gerolzhofen, Forst und Theilheim waren bis 2019 seine weiteren Stationen.
Gerd Klaus: Mit ihm ging´s aufwärts, gleich in der ersten Saison stiegen die Schnüdel auf. Fünf Jahre blieb der heute 56-Jährige, wurde dann sportlicher Leiter, musste da aber gehen, weil beim Pokalsieg gegen die Würzburger Kickers 2018 zu wenige U23-Spieler auf dem Bogen standen. Letzte Saison kehrte Klaus als Berater der Schweinfurter nochmal zurück, Trainer war er noch in Seligenporten und ist es aktuell bei Bezirksligist SV Lauterhofen .
Timo Wenzel: Schaffte es bis November in seiner zweiten Saison, ehe eine Niederlage in Aubstadt Ende 2019 sein Aus besiegelte. War danach noch bei Regionalligist FC Homburg und ist aktuell in aller Mundes, weil er als eigentlicher Nachwuchscoach des SSV Ulm gerade interimsmäßig die erste Mannschaft betreut, die nach dem Durchreichen aus der 2. Bundesliga auch in der Regionalliga Südwest Letzter ist.
Tobias Strobl: Löste Wenzel kurz vor Corona ab, wurde zweieinhalb Jahre später aus noch immer ungeklärten Gründen ausgerechnet am 1. April 2022 von Markus Wolf, der vom damaligen sportlichen Leiter Robert Hettich beeinflusst war, entlassen. Nach drei Jahren beim FC Augsburg 2 und einer Saison bei Drittligist SC Verl ist es dem immer noch erst 38 Jahre alten Strobl zuzutrauen, dass er Zweitligst VfL Wolfsburg zurück in die erste Bundesliga führt.
Christian Gmünder: Wurde von Robert Hettich (der nach einem Engagement im Nachwuchs des 1. FC Nürnberg aktuell vereinslos ist) ausgerechnet von der U19 des SSV Ulm geholt, war aber im Februar 2023 schon wieder Vergangenheit. Anfang 2024 erwarb er die UEFA-Pro-Lizenz an der DFB-Akademie und baute danach das Fußball- und Entwicklungsportal „Gmünder Sports“ auf.
Marc Reitmaier: Kam im Herbst 2022 als Co-Trainer zu Gmünder und übernahm für ihn nach der Entlassung. Ende der Saison 2023/24 verließ er den FC 05 wieder, weil die Schnüdel auf Amateurfußball umgestellt hatten.
Victor Kleinhenz: Beerbte Reimaier vor mehr als zwei Jahren. Was in der ersten Saison passierte, ist noch zu gut bekannt: Überraschend wurden die Schweinfurter Meister, stiegen in die 3. Liga auf, wo aber gar nichts mehr ging. Die Entlassung von Kleinhenz im Februar nach einer ordentlichen Phase machte zu diesem Zeitpunkt aber gar keinen Sinn und bedeutete auch den Anfang vom Ende für Markus Wolf, dessen Tun Teilen der Fanszene längst ein Dorn im Auge war. Kleinhenz fiel weich, ist nun Cheftrainer des FSV Frankfurt, in der Regionalliga Südwest ordentlich gestartet.
Jermaine Jones: So überraschend, wie er neuer Trainer wurde, so schnell war das Enggagement auch wieder beendet, als sich erneuter Amateurfußball in der Riedel Bau-Arena abzeichnete. Von einem Nachfolge-Job ist nichts bekannt. Der einstige USA-Nationalspieler wird wie Klaus Scheer oder Chris Gmünder als Trainer-Missverständnis in die Schweinfurter Geschichte eingehen.



