SCHWEINFURT – Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Leopoldina-Krankenhauses befindet sich die einzige Nuklearmedizinische Praxis in Schweinfurt. Diese wird zum 1. Oktober von der Quartz Healthcare-Gruppe übernommen. Alle Mitarbeitenden der Praxis haben ein Angebot für die Weiterbeschäftigung unter dem neuen Betreiber erhalten.
Quartz Healthcare ist ein führendes Netzwerk für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie und bietet moderne Diagnostik und Therapie auf höchstem medizinischem und technischem Niveau. Mit dieser Kooperation wird die nuklearmedizinische Versorgung am Standort für weitere 10 Jahre gesichert – mit Option auf Verlängerung.
„Ich freue mich, dass wir mit der Quartz Helthcare-Gruppe einen Partner gewonnen haben, der im Bereich der Nuklearmedizin eine ausgewiesene Expertise vorweisen kann“, erklärt Jürgen Winter, Geschäftsführer des Leopoldina-Krankenhauses und des MVZs. „Gemeinsam können wir die Praxis und unser nuklearmedizinisches Angebot für die Zukunft weiterentwickeln und eine langfristige Perspektive für die Patienten schaffen. Mit der Verstärkung des Teams durch weitere Nuklearmediziner wird sich das Leistungsangebot der Praxis spürbar erweitern.“
Neben der Sicherstellung der nuklearmedizinischen Versorgung gibt es für das Leopoldina-Krankenhaus, das als zertifiziertes Onkologisches Zentrum eine zentrale Anlaufstelle für Krebspatienten ist, einen weiteren, wichtigen Aspekt für die Kooperation. Mit dem neuen Partner an der Seite wird die onkologische Diagnostik vervollständigt: Geplant ist für 2027 die Einrichtung eines sogenannten PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie in Kombination mit Computertomographie), das aktuell nur in Würzburg bzw. Bamberg zur Verfügung steht.
Das PET/CT ist ein hochmodernes nuklearmedizinisches Bildgebungsverfahren, das funktionelle Stoffwechselbilder (PET) mit strukturellen CT-Bildern kombiniert und damit die Genauigkeit der Ergebnisse im Vergleich zu Einzeluntersuchungen deutlich erhöht.
„Für unsere onkologischen Patientinnen und Patienten ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile,“ erklärt Prof. Stephan Kanzler, Leiter des onkologischen Zentrums am Leopoldina-Krankenhaus. „Unter anderem ist mit diesem Verfahren eine frühere Diagnose möglich und die Therapie kann so noch gezielter geplant und kontrolliert werden.“
Großes Potential in der Kooperation sehen ebenfalls PD Dr. med. Franziska Dekorsy und David Mayer des Fachbereich Nuklearmedizin bei Quartz Healthcare: „Mit dem Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt haben wir einen starken Kooperationspartner gewonnen und können nun durch die Installation des PET/CT auch in Schweinfurt nahezu das gesamte Spektrum der Nuklearmedizin anbieten.”
Bis das PET/CT im Leopoldina-Krankenhaus zur Verfügung steht, stellt die Quartz Healthcare-Gruppe dem Leopoldina-Krankenhaus schon seit April 2026 wöchentlich ein mobiles Gerät in einem Trailer am Standort zur Verfügung.

