SCHWEINFURT – Nach 38 Jahren am Leopoldina-Krankenhaus ist Dr. Jutta Albrecht, Chefärztin der Klinik für Spezielle Schmerztherapie, feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden.
Krankenhausleitung, Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Oberbürgermeister Ralf Hofmann blickten auf ein Berufsleben zurück, das eng mit dem Leopoldina-Krankenhaus und der Entwicklung der Schmerztherapie in der Region verbunden ist.
Dr. Albrecht kam nach ihrem Medizinstudium in Würzburg als erste PJ-Studentin und später als erste Ärztin im Praktikum in die Anästhesie des Leopoldina-Krankenhauses. Schließlich erwarb sie als erste Ärztin in Unterfranken die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“.
Im Jahr 2004 legte sie den Grundstein für die Schmerztherapie am Leopoldina-Krankenhaus. Unter ihrer Leitung entwickelte sich daraus eine fest etablierte Klinik, die heute weit über Schweinfurt hinaus wahrgenommen wird.
Mit dem Aufbau der Klinik leistete Dr. Albrecht echte Pionierarbeit. Die Spezielle Schmerztherapie steht heute für ein hochqualifiziertes, wohnortnahes Versorgungsangebot, das für Schweinfurt und die Region von großer Bedeutung ist. Gewürdigt wurde vor allem, dass sich Dr. Albrecht durch hohe Fachlichkeit, große Ausdauer und ihren konsequenten Fokus auf die Patientinnen und Patienten in besonderer Weise um das Haus verdient gemacht hat.
Geschäftsführer Jürgen Winter dankte Dr. Albrecht für ihre jahrzehntelange Tätigkeit, ihre Beharrlichkeit und ihre prägende Rolle am Leopoldina-Krankenhaus. „Sie haben am Leopoldina-Krankenhaus fachlich, strukturell und menschlich Spuren hinterlassen. Mit Ihrer Arbeit haben Sie nicht nur eine Klinik aufgebaut, sondern für viele Patientinnen und Patienten in unserer Region eine entscheidende Anlaufstelle geschaffen“, sagte Winter. Besonders hob er eine Medizin hervor, die vom Zuhören, von Zugewandtheit und vom Blick auf den ganzen Menschen geprägt sei.
Auch in den persönlichen Beiträgen wurde deutlich, wie sehr Dr. Albrecht die Schmerztherapie am Leopoldina-Krankenhaus gestaltet hat. Dr. med. Wolfgang Briegel, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, beschrieb sie in seiner Laudatio als Paradebeispiel für „Sprechende Medizin“: Sie habe Patientinnen und Patienten gesehen, gehört und ihnen geholfen. Zugleich würdigte er ihre charmante, hartnäckige und stets freundliche Art, mit der sie Menschen für neue Wege gewinnen konnte. Für die Kolleginnen und Kollegen erinnerte Dr. Sabine Wondra an die Anfänge der Klinik, zahlreiche Herausforderungen und den starken Zusammenhalt des Teams.
Dr. Albrecht selbst verglich die Entwicklung der Klinik mit einer langen Schiffsreise – mit rauer See, Stürmen und Gegenwind, aber auch mit vielen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie einer mutigen Crew. „Unser Ziel war immer, dass niemand über Bord geht – weder Patientinnen und Patienten noch Mitarbeitende. Diese Reise war nur erfolgreich, weil wir eng zusammengearbeitet haben, aus Fehlern Erfahrungen wurden und aus Erfahrungen neue Ideen“, sagte Dr. Albrecht. Zugleich betonte sie mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen: Gesundheit sei kein Produkt, sondern ein Wert.
Mit Frau Dr. Lena Kamski wurde eine Nachfolgerin im Sinne von Dr. Albrecht gefunden: eine kompetente neue Kapitänin, die die Klinik nun in die Zukunft führt. Einen besonderen Dank richtete Dr. Albrecht auch an ihre Familie – für Solidarität und Rückhalt, Geduld und Verständnis.
Das Leopoldina-Krankenhaus dankt Dr. Jutta Albrecht für ihr herausragendes Engagement und wünscht ihr für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und alles Gute.
Auf dem Bild: Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter (links), Oberbürgermeister Ralf Hofmann (rechts), Dr. Wolfgang Briegel (2. von rechts) und Dr. Sabine Wondra (3. von rechts) verabschiedeten gemeinsam Dr. Jutta Albrecht in der Bildmitte gemeinsam mit Ehemann Hartmut Albrecht. Foto: Julia Schüler

