20 Jahre Poetry Slam Schweinfurt: Eine „Dead und Alive“-Show im evangelischen Gemeindehaus

20 Jahre Poetry Slam Schweinfurt: Eine „Dead und Alive“-Show im evangelischen Gemeindehaus
Foto: Valentin Olppalentin Olpp

SCHWEINFURT – 20 Jahre Poetry Slam Schweinfurt heißt es am 3. Oktober für Veranstalter und Moderator Manfred Manger. Vor zwei Jahren begann er eine Gala der Extraklasse zu finanzieren und zu planen, um namhafte Größen für diesen Abend nach Schweinfurt zu bringen.

In der Galashow wird Jonas „Bambägga“ MC (Bamberg) mit seinem Hip Hop für ein wortakrobatisches Feuerwerk auf der Theaterbühne im ev. Gemeindehaus sorgen. Wer ihn erlebt hat weiß, dass es Jonas MC versteht, das Publikum mitzureißen. Ob als Support von „Fanta4“, „Söhne Mannheims“ oder als Featured Artist oder als Feat. Artist vor zwei Jahren beim Highlander.. Als Wortakrobat und Geschichtenerzähler mit unverkennbare Stimme und charismatischer Bühnenpräsenz steht er seit zwei Jahrzehnten auf der Bühne., weit über die Grenzen Bambergs hinaus einen Namen gemacht. Mit einer neuen musikalischen Vision und der Leidenschaft, die ihn auszeichnet, einer Prise Selbstironie und seinen oft lyrisch scharfen Texten, schafft er es in kürzester Zeit, dass das Publikum mitsingt, tanzt und dann die Hände von links nach rechts schwenkt.

Dalibor Marković (Frankfurt a.M.) ist ein weiterer Akteur der Galashow. Er war schon des öfteren bei Manfred Manger für Schreibworkshops, aber auch Auftritten. Seine Wurzeln sind Musik, schon als kleiner Junge fing er an Rhythmen mit dem Mund zu erzeugen (neudeutsch: Beatboxing). In New York zufällig auf Poetry Slam gestoßen, steht er nun mit weit über 2000 Auftritten auf der Bühne, ob in kleinen, der Hamburger Elbphilharmonie oder (nicht nur wegen Multilingualität – Dalibor spricht mehrere Sprachen fließend), auf irgendeiner Bühne auf den Kontinenten dieses Globus. Seine Auftritte sind einzigartig. „Autoren liest man, Dalibor Marković muss man mindestens gehört, aber unbedingt gesehen haben, denn er ist ein Phänomen.“, so das Internationale Theater Frankfurt.
Seine Texte leben vom Rhythmus, sind ein ständiges Spiel mit Tempo, Bedeutung, Silbenbetonungen und Klang, selbst mit anderen Sprachen, in die sie plötzlich wechseln, mit Beatboxing unterlegt – oft gleichzeitig, als hätte er zwei Münder. Dalibor ist sein eigenes Ein-Mann-Theater, sei eigenes Hör-Spiel.

Wehwalt Koslovsky (Frankfurt a.M.) „erweckt“ als sogenannter „Dead“-Künstler Friedrich Rückert und Friedrich Schiller, denn er ist auch ein hochkarätiger Rezitator. Seinen Texten steht er seit über dreißig Jahren nicht nur im deutschsprachigen Raum auf Bühnen. Er hat die Anfänge in Deutschland wohl wie kaum ein anderer mit-, er- und durchlebt. 1998 brachten sie ihm den deutschsprachigen Meister-Tittel und 2000 wurde er sogar Weltmeister im Poetry Slam.

Soschka (Leipzig), einst eine U20 Work-Shop-Teilnehmerin bei Manfred Manger, wollte nach ihrem ersten Auftritt eigentlich nie wieder die Bühne betreten. Inzwischen studiert sie performative Kunst in Leipzig und wird den Abend mit einer Kunst-Performance erweitern.
In dieser Show, die aus zwei Sets bestehen wird, ist ein klassischer Poetry Slam mit vier Slammern eingebettet. Darunter Sadaf Zahedi (Bremen), die den Verein „Bildung ohne Bücher“ ins Leben rief. Das Projekt bringt Bildung mit robusten, solarbetriebenen MP3-Playern dorthin, wo sie bisher unmöglich schien. Auf den MP3-Playern sind Geschichten gesprochen, die Kinder fesseln, und gleichzeitig Lerninhalte vermitteln, etwa Sprache & Alphabet, Wortschatzerweiterung, aber auch Rechnen, Naturwissenschaften und mehr. „Da ich als Kind nicht lesen durfte, nutze ich heute die Bühne, um all den eine Stimme zu geben, die selbst nicht gehört werden.“ Sadaf kam als Kind von Kabul nach Bremen, wo sie aufwuchs und lebt. In ihren Texten folgt sie der besonderen literarischen und im Vortrag dann auch sprachlichen Form, die sich in den Sprachen Urdu und Farsi über die Jahrtausende entwickelt hat, um sie fürs Deutsche und für Deutsche zu erschließen. So folgt Zahedi beim Sprechen ihrer Texte der besonderen Melodie und Betonung dieser über Generationen und über Ländergrenzen gewordenen lyrischen Vortragskunst.

Oliver Walter (Spalt) 2018 Vize-Landesmeister Bayern, hatte sogar seine Anfänge in SW. Sprache und Reden ist längst sein Hauptberuf: Ob als Trauredner, Rhetoriktrainer mit eigenem Podcast [Lebendige Rethorik] oder eben als Moderator, Comedian und natürlich Slam Poet. Auf seine Geschichten und seinem hintergründigen Humor kann man sich einfach nur freuen.

Der selbsternannte kleine poetische Wirbelwind Anna Lisa Azur (Wuppertal)
verlässt keine Bühne, ohne sie nicht mit geballter und wortgewordener Energie gefüllt zu haben!

Die Liebe zum gesprochenen Wort begann aber mit Klavier und selbstgeschriebenen Songs. 2018 begann sie zu slammen, erhielt sie 2022 den Literaturpreis der jungen Poeten und war 2025 Stadtmeisterin Schweinfurt. Kennenlernen haben sich sie und Manfred Manger bei einem Walzerkurs 2022 bei den deutschsprachigen Meisterschaften in Wien. Es wurde eine Bühnenfreundschaft draus.

Der letzte Slam-Kandidat ist Yannik Ambrusits. 24 Jahre alt. Zehn Jahre Bühnenerfahrung. Das passiert, wenn ein Lehrer jemanden in ein Slam-Wahlfach an der Schule zwingt. Sieben Jahre prägte er dann die Kategorie U20 Slam, verließt sie als deutschsprachiger U20-Meister und machte munter weiter: 2024 wurde der gebürtige Erlanger deutschsprachiger Trizemeister und feiert regelmäßig seine Erfolge in Bayern. In Würzburg studiert er Englisch, Politik und Soziologie, natürlich auf Lehramt, um später auch mal Schülerinnen und Schüler in Slam Wahlfächer zwingen zu können.

DJane Lisa Smaragd (Erlangen) garantiert für ein würdiges musikalisches Rahmenprogramm.

Der Vorverkauf für das Jubiläum läuft bereits auf vollen Touren.

Fr, 03. Oktober 2026 – 19.30 Uhr
Einlass: 18.00 Uhr (Catering durch SAX’s)
Evangelisches Gemeindehaus (Theaterbühne) Friedenstr. 23 97421 SW

Vorverkauf (zzgl. Online-Gebühren):
Kategorie A (Parkett Reihe 1-10 / Balkon Reihe 1-2): 21 €
Kategorie C (Parkett Reihe 11-14 / Balkon Reihe 3-5): 16 €
Kategorie B (Early Bird) ist ausgelaufen.

Schüler, Studenten, etc. und Mitgl. von Poetry Slam Schweinfurt e.V. oder Disharmonie: 13 € auf allen Plätzen

Abendkasse: 29 € (keine Ermäßigung!)

Tickets: www.poetryslamschweinfurt.de
www.disharmonie.de
oder 0 97 21/2 88 95

Aktuelle Infos findet man auf den Homepages oder
www.facebook.com/poetryslamschweinfurt
www.instagram.com/poetry_slam_schweinfurt

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