SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, Richard Paul, stellt fest: „Die Reformen der Bundesregierung sind erst kürzlich verabschiedet worden z.B. wurde zum 1.7. das Bürgergeld zur Grundsicherung umgebaut oder kommen erst noch wie das Rentenpaket. Bis sie am Arbeitsmarkt Wirkung zeigen, wird noch Zeit vergehen. „
Und weiter: „Die globalen Konflikte und Turbulenzen, so wie strukturelle und konjunkturelle Probleme vieler Großunternehmen in der Region sind bisher noch von unserem robusten Arbeitsmarkt abgefedert worden, so dass die Arbeitslosenquote nur leicht angestiegen ist. Saisonal bedingt ist bei jungen Menschen zwischen 15 bis 25 Jahren die Arbeitslosigkeit gestiegen, weil Schule oder Ausbildung endete und die neue Tätigkeit erst im Herbst startet“.
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt (Schweinfurt, Landkreis Bad Kissingen, Landkreis Rhön-Grabfeld, Landkreis Haßberge, Landkreis Schweinfurt) im Juli 2026 gestiegen. 9.682 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 207 Personen mehr (2 Prozent) als im Juni und 236 Personen bzw. 3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent.
Dynamik am Arbeitsmarkt
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.773 Personen arbeitslos. Davon kamen 967 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.562 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 724 eine Erwerbstätigkeit auf.
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, SGB III) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.179 Personen (215 Personen mehr als im Vormonat und 35 Personen mehr als vor einem Jahr). In der steuerfinanzierten Grundsicherung (Jobcenter, SGB II) waren 4.503 Arbeitslose registriert (8 Personen weniger als im Vormonat, aber 201 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Jobcenter wurden 47 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In den Jobcentern stieg die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 142 (entspricht 2 Prozent) auf insgesamt 7.731. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 10.192 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 33 Personen mehr (0,3 Prozent) als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
Stellenmarkt
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 821 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (147 mehr als im Vormonat und 145 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 4.524 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

