WERNECK / EBERN / MARKTHEIDENFELD / HAMMELBURG – Hersbruck, Schongau, Roding, Ebern, Selb, Werneck – diese Beispiele stehen für ein bayernweites Kliniksterben.
Seit 2020 kämpft die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern gegen das Kliniksterben im Freistaat. Mit Vollzug des GKV-Spargesetzes und des Krankenhausreformanpassungsgesetzes sind bundesweit ca. 400 bis 600 Klinikschließungen zu erwarten.
Die Aktionsgruppe befasst sich aktuell mit den regionalen Auswirkungen des Kliniksterbens insbesondere in ländlichen Regionen. Im Rahmen einer detaillierten Umfrage hat sie hierzu die Bürgermeister betroffener Regionen und Petitionsunterzeichner angeschrieben, die sich vergeblich gegen regionale Klinikschließungen ausgesprochen haben. Nachdem das Kliniksterben absehbar steigen und politisch im Rahmen der Klinikkonzentration auch gewollt ist, wird die Aktionsgruppe die Folgen intensiv beobachten und detailliert dokumentieren.
Weitere Rückmeldungen aus betroffenen Regionen nimmt die Aktionsgruppe gerne online entgegen:
https://forms.gle/11adPwB5UCVbcwMA6
Hintergrund
Vollständig geschlossen wurden folgende bayerische Kliniken:
2019 Hersbruck
2020 Parsberg, Fürth (Schön-Kliniken)
2021 Marktheidenfeld
2022 Roding (Sicherstellungskrankenhaus)
2023 Freilassing, Neuendettelsau
2024 Schongau, Selb, Ruhpolding, Lindenberg, Hammelburg, Kempten, München (Maxvorstadt)
2025 Bad Füssing, Würzburg (Theresienkrankenhaus), Werneck, Ebern, Auerbach
2026 Würzburg (Rotkreuzklinik), Burghausen *), Haag *)
*) Schließung 2023, offiziell 2026 per Herausnahme aus dem Bayerischen Krankenhausplan

