SCHWEINFURT – Der TV Oberndorf musste sich in der 1. Bundesliga im Faustball vor heimischem Publikum beim ersten Spiel der Abstiegsrunde dem NLV Vaihingen mit 2:5 geschlagen geben. Nach vier verlorenen Sätzen sah vieles nach einer deutlichen Niederlage aus, doch der TVO zeigte Moral.
Man steigerte sich im Verlauf der Partie und gewann zwei Durchgänge in Folge. Am Ende setzte sich Vaihingen dennoch mit 11:8, 12:10, 11:5, 11:8, 8:11, 10:12 und 11:7 durch.
Oberndorf startete mit Nicolas Bitsch und Maximilian Lutz im Angriff sowie Janne Habenstein, Robin Göttert und Robin Treuheit in der Abwehr. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, in der der TVO immer wieder stark gefordert war. Vaihingen brachte viel Druck über Angaben und Rückschläge ins Spiel, während Oberndorf versuchte, über saubere Abwehraktionen und präzise Zuspiele in den eigenen Spielaufbau zu kommen, was aber nur mäßig gelang.
Im ersten Satz hielt der TVO lange gut mit, konnte die entscheidenden Ballwechsel aber nicht für sich entscheiden. Vaihingen nutzte kleine Ungenauigkeiten konsequent und gewann mit 11:8. Noch ärgerlicher verlief der zweite Durchgang: Oberndorf war besser im Spiel, blieb bis in die Schlussphase dran und führte mit Satzbällen, musste den Satz aber knapp mit 10:12 abgeben. Dieser Satz war ein erster Knackpunkt, denn der Aufwand des TVO wurde nicht belohnt.
Im dritten Satz verlor Oberndorf etwas den Rhythmus. Die Gäste erhöhten den Druck, zwangen den TVO zu schwierigen Abwehraktionen und kamen immer wieder zu einfachen Punkten. Mit 11:5 ging der Satz deutlich an Vaihingen. Auch im vierten Durchgang blieb der NLV stabiler. Oberndorf wechselte und brachte Oliver Bauer für Nicolas Bitsch ins Spiel, um neue Impulse im Angriff zu setzen. Zwar fand der TVO wieder besser in die Ballwechsel, doch Vaihingen holte auch diesen Satz mit 11:8.
Trotz des 0:4-Rückstands gab sich Oberndorf nicht geschlagen. Im fünften Satz stabilisierte sich die Abwehr, die Zuspiele kamen sauberer an die Leine, und im Angriff agierte der TVO mutiger. Bauer und Lutz sorgten nun für mehr Druck, während Habenstein, Göttert und Treuheit im Hinterfeld mehrere wichtige Bälle im Spiel hielten. Mit 11:8 holte sich Oberndorf verdient den ersten Satzgewinn.
Der sechste Satz wurde zur stärksten Phase des TVO. Die Mannschaft kämpfte um jeden Ball, blieb auch in engen Situationen ruhig und brachte Vaihingen nun deutlich stärker unter Druck. In der Verlängerung behielt Oberndorf auch bei 8:10 die Nerven und gewann mit 12:10. Damit verkürzte der TVO auf 2:4 und brachte noch einmal Spannung in die Partie.
Im siebten Satz fing sich Vaihingen jedoch wieder. Die Gäste agierten sicherer im Aufbau und nutzten ihre Chancen konsequenter. Oberndorf hielt kämpferisch dagegen, konnte aber nicht mehr ganz an die beiden vorherigen Sätze anknüpfen. Mit 11:7 entschied Vaihingen den letzten Durchgang und damit die Partie für sich.
Da der TV Eibach parallel gegen den TV Käfertal verlor, ist der Klassenerhalt der Oberndorfer sicher. Nun heißt es, die Saison sportlich mit einem guten Gefühl zu Ende zu bringen. Kommenden Sonntag gegen Käfertal und eine Woche später in Eibach stehen gehen die beiden Absteiger die finalen Saisonpartien an.
Heimspieltag der Frauen-Bundesliga in Oberndorf
Bei hochsommerlichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad empfingen die Faustballerinnen des TV SW-Oberndorf am Sonntag die Teams aus Pfungstadt und Calw zum Heimspieltag der 1. Bundesliga Süd.
Im ersten Spiel des Tages trafen die Oberndorferinnen auf den TSV Pfungstadt. Trotz großem Einsatz und kämpferischer Leistung mussten sie sich den Gästen mit 0:3 Sätzen geschlagen geben (8:11, 4:11, 13:15). Anschließend stand das Duell gegen den TSV Calw an. Auch hier fanden die TVO-Frauen nur schwer ins Spiel und unterlagen ebenfalls mit 0:3 (5:11, 7:11, 3:11). Damit blieb der erhoffte Heimerfolg leider aus.
Trotz der beiden Niederlagen blickt die Mannschaft nach vorne. Bereits am kommenden Sonntag steht der vorletzte Spieltag der Saison an. Dann warten mit dem SV Energie Görlitz und dem TV Stammheim zwei weitere anspruchsvolle Gegner auf die Oberndorferinnen.

