WÜRZBURG – Für spannende Gespräche und viel Motivation sorgte eine besondere Aktion auf den Würzburger Kinderkrebsstationen. Am 13. Juni besuchten mehrere Paralympics-Sportlerinnen und -Sportler die Kinderkrebsstationen Regenbogen und Schatzinsel der Uni-Kinderklinik.
Organisiert wurde der Besuch im Vorfeld des inklusiven Sport- und Spielfests „No Limits“, das am Wochenende in der Feggrube stattfand.
Mit dabei waren die Paralympics-Sieger David Behre und Daniel Scheil sowie die Judotrainerin Sabrina Feld, der sehbehinderte Judoka Christian Zeilermeier und Stefan Axt, der seit vielen Jahren im Judo- und Behindertensport aktiv ist. Christian Zeilermeier wurde 1995 Weltmeister der Sehgeschädigten. Daniel Scheil feierte mit seiner Goldmedaille bei den Paralympics 2016 den Höhepunkt seiner Karriere.
Für die jungen Patientinnen und Patienten gab es beeindruckende Medaillen zu bestaunen. Die Gäste erzählten von ihren Lebenswegen, sportlichen Erfolgen und Herausforderungen, die sie überwunden haben. Sabrina Feld überreichte den Kindern sogar ihre Medaillen als Erinnerung an diesen besonderen Tag.
Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass das Leben nach einer schweren Erkrankung weitergeht und Sport auch mit Einschränkungen möglich ist. Jede Geschichte war anders, doch alle vermittelten Mut und Zuversicht.
„No Limits“ bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Gemeinsame Bewegung und gelebte Inklusion stehen dabei im Vordergrund. Unterstützt wurde der Stationsbesuch auch von Annettes Kinderturnen e.V., der sich seit Jahren für inklusiven Sport und vielfältige Bewegungsangebote für Kinder einsetzt.
Für die Elterninitiative Regenbogen e.V., die die Kinderkrebsstationen seit vielen Jahren unterstützt, war der Besuch ein gelungenes Beispiel für ihr Vereinsmotto: „Die Diagnose können wir nicht ändern, aber das Umfeld positiv beeinflussen.“ Der Verein begleitet Familien mit krebskranken Kindern während und nach der Behandlung. Der besondere Besuch sorgte für unbeschwerte Momente und brachte Abwechslung in den Klinikalltag.
Bereits 2017 waren Paralympics-Sportler auf den Stationen zu Gast. Der erneute Besuch zeigte, wie viel Mut und Hoffnung solche Begegnungen schenken können.
Text: Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V,
Auf dem Bild: Jana Lorenz-Eck (Elterninitiative Regenbogen e.V.), Stefan Axt, Christian Zeilermeier, Sabrina Feld, Jens Röder (Fachbereich Sport der Stadt Würzburg), David Behre, Daniel Scheil, Annette Wolz (Annettes Kinderturnen e.V.) und Veronika Pfeiff (Sporttherapeutin der Stationen) in der Kinderklinik (von links).
Foto: Anna Reinhardt

