WÜRZBURG – Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Rottenbauer bei Würzburg“ ist im Stadtarchiv Würzburg eine neue Broschüre zur Geschichte des Stadtteils erschienen.
Die Veröffentlichung beleuchtet die Entwicklung Rottenbauers in den vergangenen Jahrhunderten und ganz besonders seit der Eingemeindung nach Würzburg. Die Broschüre gibt dabei Einblicke in die historische, gesellschaftliche und städtebauliche Entwicklung des heutigen Stadtteils. Dazu gehört unter anderem ein Blick auf die Geschichte des im 14. Jahrhundert erbauten Unteren Schlosses, um das sich auch die Legende der weißen Frau rankt. Oder die wechselvolle Geschichte der Trinitatiskirche, die mehrfach die Konfessionszugehörigkeit wechselte.
Übrigens. Die Glocken der Trinitatiskirche aus dem 18. Jahrhundert haben den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden – sie wurden wie die Figur des Heiligen Kilians vom Brunnen vor dem Würzburger Hauptbahnhof auf einem Hamburger Glockenfriedhof gefunden und zurückgebracht.
Auch die Entwicklung der ehemals selbstständigen Gemeinde nach der Eingemeindung vor über 50 Jahren wird in der Broschüre dargelegt. Denn der ehemals ländlich geprägte Ort hat sich seit der Eingemeindung zur Stadt Würzburg, am 1. Januar 1974, aber besonders in jüngerer Vergangenheit, sehr dynamisch entwickelt. Durch den Anschluss an das Netz der Würzburger Straßenbahn sowie durch die Ausweisung von neuen Baugebieten, Rottenbauer Nord und Nord-Ost, entwickelt sich der Ort zu einem begehrten stadtnahen Wohnort umgeben von Feldern, aber mit teilweiser städtischer Infrastruktur.
Ergänzt wird diese neue Broschüre des Stadtarchivs durch historische Fotografien wie auch zeitgeschichtliche Informationen. Die Broschüre ist für drei Euro im Stadtarchiv Würzburg erhältlich. Interessierte können die Broschüre während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs Montag bis Donnerstag jeweils von 8 bis 16 Uhr erwerben.
Auf dem Bild: Die Broschüre über Rottenbauer ist im Stadtarchiv zu erwerben. Foto: Nils Gödecke

