SCHWEINFURT – Bei einem weiteren Treffen mit der Initiatorin des Bürgerbegehrens „Rückkehr zum alten Stadtbussystem“, Frau Ines Bender, dankte Oberbürgermeister Ralf Hofmann allen Beteiligten für die konstruktiven und zielführenden Gespräche, die trotz unterschiedlicher Interessenlagen bereits jetzt zu konkreten Verbesserungen im Liniennetz der Stadt geführt haben.
Der Stadtrat beschloss diese Anpassungen in seiner Sitzung am 26. 03.2026 mit dem Ziel, sie bis August umzusetzen.
Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Stadt, einem Vertreter des Verkehrsplanungsbüros, den Stadtwerken sowie den Initiatoren hatte sich gebildet, um in regelmäßigen Abständen Ideen und Vorschläge zu Verbesserungsmaßnahmen zu erarbeiten und diese gemeinsam zu evaluieren.
Einige Änderungen konnten bereits im Mai realisiert werden. „Wir bieten jetzt zusätzlich zur Buslinie 110 – Wildpark für zwei weitere Buslinien, 120 – Richtung Steinberg-Silvana und 170 – Hambach eine Haltestelle am Markt Nord an, sodass die Anbindung des Marktes für die Buskunden deutlich verbessert werden konnte“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke Thomas Kästner.
Neben der erweiterten Anbindung des Marktplatzes wurde die Fahrzeit der Bergl-Linie angepasst, indem die Busanzahl erhöht wurde. Zudem konnte die Anbindung der Schulbushaltestelle am Schulzentrum optimiert werden. Die Pünktlichkeit der Linie 100 wurde durch diese Maßnahme deutlich gesteigert.
„Wir sind mit den Maßnahmen bislang gut im Zeitplan der Vereinbarung und arbeiten gemeinsam an den nächsten Schritten“, führte die Finanzreferentin Dr. Anna Barbara Keck aus. Es sei jedoch ebenfalls von ausschlaggebender Bedeutung, den in der Vereinbarung festgeschriebenen Finanzrahmen im Auge zu behalten. „Bei den finanziellen Spielräumen haben sich die Möglichkeiten für die Stadt in jüngerer Zeit verschlechtert. Daher wäre es bereits ein großer Erfolg, das gegenwärtige Angebotsniveau für die Buskunden aufrechterhalten zu können und hierauf muss der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegen“, stellt Dr. Keck dar.
Bis Ende 2028 sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um Stadt- und Regionalbusverkehr ab 2029 zu einem gemeinsamen System zusammenzuführen. Ziel ist es, Doppelstrukturen abzubauen, Kosten zu senken und das bestehende Angebotsniveau langfristig zu sichern. „Wir arbeiten bereits jetzt intensiv an den europaweiten Vergabeunterlagen und müssen bis Herbst dieses Jahres Klarheit über die grundsätzliche Konzeption haben“, erläutert Finanzreferentin Dr. Keck.
Initiatorin Ines Bender betonte, dass bereits ab 2027 erste Maßnahmen getestet werden könnten. „Wir müssen uns so clevere Lösungen und Ansätze für das Gesamtkonzept überlegen, dass wir Teile bereits in den Jahren 2027 und 2028 im Schweinfurter Stadtbusverkehr einsetzen können. Eventuell das eine oder andere erst einmal im Testbetrieb“, so die Initiatorin Bender.
Oberbürgermeister Ralf Hofmann hatte der letzten Arbeitsgruppensitzung persönlich beigewohnt und zeigte sich positiv beeindruckt von der sehr konstruktiven Arbeitsatmosphäre und den unterbreiteten Vorschlägen.
Er stehe unverändert hinter den Beschlüssen des Stadtrats zum Stadtbus und freue sich zu sehen, mit welcher Ernsthaftigkeit von allen Beteiligten die Kritikpunkte der Buskundinnen und -kunden aufgenommen würden. Ebenso wie man um kreative Lösungen ringe.


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