ASCHAFFENBURG – Die Entscheidung des Aschaffenburger Oberbürgermeisters Markus Schlemmer (CSU), im Pride Month keine Regenbogenflaggen an städtischen Gebäuden oder öffentlichen Fahnenmasten zu hissen, sei ein absolut falsches Signal.
Das schreibt Elias Weckwerth, Mitglied im Aschaffenburger Stadtrat, Fraktionsgeschäftsführer der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Beisitzer im Kreisvorstand Bündnis 90/Die Grünen Aschaffenburg-Stadt, in einer Pressemeldung.
Wenn ausgerechnet im Pride Month auf die Regenbogenflagge an zentralen Orten verzichtet wird, werde die queere Community im Stich gelassen. Die Regenbogenflagge sei kein Privileg für eine einzelne Gruppe. Sie sei ein Zeichen der Solidarität mit Menschen, die noch immer Diskriminierung, Anfeindungen und Gewalt erleben. Sie erinnere daran, dass Freiheit und gleiche Rechte nicht für alle selbstverständlich sind.
Zugleich stehe der Regenbogen insgesamt für das vielfältige Zusammenleben in der Stadt, das gerade in Zeiten von Angriffen auf die Demokratie und marginalisierten Gruppen von Bedeutung ist. Dass der Oberbürgermeister hier im Alleingang ohne Absprache mit dem Stadtrat diese Entscheidung getroffen hat, sei kein guter demokratischer Umgang.
Monika Hartl, Fraktionsvorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion, erklärt: „Respekt und Solidarität zeigt sich nicht nur in Worten, sondern in Haltung und Taten. Wer queeres Leben schützen will, muss diesem auch Sichtbarkeit in unserer Stadt geben! Die Regenbogenflagge ist Zeichen dafür, dass wir Vielfalt als wichtigen Teil unserer Stadtgemeinschaft sehen. Wir stehen an der Seite der queeren Community und zeigen Solidarität mit den rainbows und deren Engagement für junge, queere Menschen.“
Die Grünen werden auch in diesem Jahr am CSD teilnehmen und das Engagement von Rainbows e.V. unterstützen. Für die Stadtratssitzung am 15. Juni bereiten sie im Schulterschluss mit mehreren Fraktionen einen Antrag vor, der queere Rechte in Aschaffenburg stärkt, Sichtbarkeit dauerhaft absichert und sicherstellt, dass die Regenbogenbeflaggung im Pride Month künftig nicht von der politischen Stimmung im Rathaus abhängt, sondern von einer breiten Mehrheit im Stadtrat aktiv unterstützt wird.
