ASCHAFFENBURG / DAMM – Nachdem ein zunächst Unbekannter unter Vorhalten eines Messer einen E-Scooter entwenden wollte, konnte ein Tatverdächtiger unmittelbar nach der Tat festgenommen werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der 43-Jährige vorgeführt und sitzt in Haft
Tat in der Nacht zum Freitag
Am Freitag, gegen 01:45 Uhr, befanden sich drei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren am Hauptbahnhof. Hierbei führten diese zwei E-Scooter mit sich. In der dortigen Unterführung im Bereich der Gleise wurden sie das erste Mal von einer unbekannten männlichen Person angesprochen. Dieser versuchte dem 27-Jährigen mehrfach seinen E-Scooter zu entreißen, ließ dann jedoch von diesem ab und flüchtete.
Nachdem die Männer sich getrennt hatten, trat der Unbekannte im Bereich der Aufzüge erneut auf und forderte einen 23-Jährigen unter Vorhalten eines Messer zur Herausgabe seines E-Scooters auf. Der junge Mann händigte sein Fahrzeug aus und der Tatverdächtige flüchtete mehrere Meter damit. Im Anschluss ließ er diesen liegen und entfernte sich.
Schnelle Festnahme – Vorführung am Amtsgericht
Nachdem die beiden Geschädigten die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken über den Vorfall informiert hatten, fahndeten mehrere Streifen nach dem flüchtigen Tatverdächtigen. Der Mann, ein 43-jährige Pole, konnte im Bereich der Gleise festgestellt und vorläufig festgenommen werden.
Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem Mann einen Wert von rund zwei Promille. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde bei dem 43-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt.
Nachdem er die restliche Nacht in der Haftzelle der Polizei verbracht hatte, wurde er schließlich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser ordnete auf Grund des dringenden Tatverdachts der versuchten besonders schweren räuberischen Erpressung die Untersuchungshaft an. Der 43-Jährige ist nun in einer Justizvollzugsanstalt.

