Zahlreiche umgesetzte Maßnahmen und starke Zusammenarbeit: Klimaschutz-Netzwerke der ÜZ Mainfranken sind erfolgreich abgeschlossen

Zahlreiche umgesetzte Maßnahmen und starke Zusammenarbeit: Klimaschutz-Netzwerke der ÜZ Mainfranken sind erfolgreich abgeschlossen

LÜLSFELD / GELDERSHEIM – Drei Jahre Austausch, Beratung und Zusammenarbeit – und am Ende stehen konkrete Ergebnisse: In den Klimaschutz-Netzwerken Nord/West und Süd/Ost im Versorgungsgebiet der ÜZ Mainfranken wurden rund 300 Maßnahmen entwickelt, zahlreiche davon bereits angestoßen oder umgesetzt.

Bei der gestrigen Abschlussveranstaltung in Geldersheim zogen die beteiligten Kommunen nun Bilanz – und machten zugleich deutlich, dass die Zusammenarbeit weitergehen soll.

Was als gefördertes Netzwerkprojekt begann, hat sich für viele Kommunen zu einem praktischen Instrument entwickelt, um Klimaschutz vor Ort voranzubringen. Insgesamt 47 Kommunen und der Landkreis Schweinfurt haben sich beteiligt, Erfahrungen geteilt und gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Konkrete Projekte zeigen die Wirkung vor Ort

Wie greifbar die Ergebnisse sind, zeigt ein Blick in die Kommunen:

⦁ Klimafreundliche Wärmeverbundlösung (Beispiel: Gemeinde Retzstadt)
⦁ Installation von PV-Anlagen auf kommunalen Liegenschaften (Beispiel: Gemeinde Grafenrheinfeld)
⦁ Wirtschaftlich-ökologische Gegenüberstellung einer klimafreundlichen Energieversorgung eines Baugebiets (Beispiel: Gemeinde Sommerach)
⦁ Kriterienkatalog für Freiflächen-PV-Anlagen (Beispiel: Gemeinde Priesendorf)

Diese Beispiele stehen stellvertretend für rund 300 identifizierte Maßnahmen, die als Grundlage für Investitionen und strategische Entscheidungen dienen.

Strukturierter Prozess durch gezielte Förderung

Grundlage dafür war ein strukturierter Prozess: Über drei Jahre hinweg trafen sich die Kommunen regelmäßig, tauschten Erfahrungen aus und wurden fachlich begleitet. Ergänzt wurde dies durch Machbarkeitsstudien und individuelle Beratung, die zu konkreten Entscheidungen vor Ort beigetragen haben.

Die ÜZ Mainfranken gründete und organisierte die beiden Klimaschutz-Netzwerke und erhielt hierbei im Rahmen der fachlichen Beratung Unterstützung von Seiten des Instituts für Energietechnik IfE. Die Förderung erfolgte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative über die Kommunalrichtlinie durch die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH mit einem Anteil von 60 Prozent. Ziel ist es, durch Zusammenarbeit und Wissenstransfer die Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen in Kommunen gezielt zu unterstützen.

An den Klimaschutz-Netzwerken „Nord/West“ und „Süd/Ost“ der ÜZ Mainfranken beteiligen sich insgesamt 47 Kommunen sowie der Landkreis Schweinfurt, wobei die Netzwerke explizit für Kommunen und Landkreise in der gesamten Region Mainfranken offenstanden. Die ÜZ Mainfranken fungierte dabei als Netzwerkmanagerin und koordinierte die Aktivitäten über ihr gesamtes Netzgebiet hinweg.

Kein Schlusspunkt, sondern Beginn des Weges

Neben dem Rückblick stand bei der Abschlussveranstaltung auch der Blick nach vorne im Fokus: In Fachbeiträgen und einer Podiumsdiskussion wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen Kommunen in den kommenden Jahren stehen – und welche Rolle Zusammenarbeit weiterhin spielen wird.

„Gerade in Zeiten sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist es entscheidend, dass Kommunen ihre Energieversorgung zukunftssicher und unabhängig aufstellen“, betont Jürgen Kriegbaum, geschäftsführender Vorstand der ÜZ Mainfranken. „Die Netzwerke zeigen, wie wichtig Zusammenarbeit und praxisnahe Lösungen sind, um konkrete Projekte vor Ort umzusetzen und die Energiewende in den Kommunen tragfähig voranzubringen.“

Mit dem Ende der dreijährigen Förderphase werden die Netzwerke planmäßig abgeschlossen. Für die Beteiligten ist dies jedoch kein Schlusspunkt: Die entstandenen Kontakte, Strukturen und Arbeitsweisen sollen weiter genutzt werden.

Die Bilanz nach drei Jahren fällt entsprechend klar aus: Interkommunale Netzwerke können Klimaschutz nicht nur diskutieren – sie bringen ihn in die Umsetzung.

Informationen zur ÜZ Mainfranken 
 
Die ÜZ Mainfranken mit Sitz in Lülsfeld versorgt über 125.000 Menschen in Unterfranken zuverlässig mit grüner Energie und schnellem Internet. Als größte Energieversorgungsgenossenschaft Bayerns setzt sie seit über 30 Jahren konsequent auf Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung. Neben Strom aus erneuerbaren Quellen engagiert sich die ÜZ für Glasfaserausbau, klimaneutrale Wärmelösungen und Elektromobilität. Die Klimaschutzziele der Bundesregierung für das Jahr 2045 erreichte die ÜZ bereits 2016. Für ihren Einsatz wurde sie mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bayerischen Energiepreis.  

Fotos: Katharina Kirsch / ÜZ Mainfranken

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