OLDENBURG / SCHWEINFURT – Am Samstag, den 25. April 2026, findet in Niedersachsen der „Marsch durch Rastede“ statt, an dem auch Beschäftigte von Senertec in Schweinfurt teilnehmen werden.
Die Veranstaltung wird von der IG Metall Oldenburg gemeinsam mit dem Betriebsrat der Firma Brötje Heizung organisiert. Hintergrund der Aktion sind die geplanten Personalabbaumaßnahmen sowohl bei Brötje Heizung in Rastede als auch bei Senertec in Schweinfurt. Beide Betriebe gehören zum niederländischen Konzern BDR Thermea.
Die IG Metall Schweinfurt hat einen Bus organisiert, um den Beschäftigten von Senertec und Interessierten eine gemeinsame Fahrt nach Rastede zu ermöglichen. Mit der Aktion wollen Beschäftigte, Betriebsräte und IG Metall den Druck auf die Konzernleitung von BDR Thermea erhöhen, damit alternative Konzepte zu den Personalabbaumaßnahmen geprüft und umgesetzt werden. Ziel ist es, möglichst viel Beschäftigung in Rastede und Schweinfurt zu sichern und den Betrieben langfristige Perspektiven eröffnen.
Unterstützung durch IG Metall Schweinfurt
Die IG Metall Schweinfurt unterstützt die Teilnahme aus Unterfranken organisatorisch und stellt für interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kostenlosen Bus zur Verfügung. Die Einladung richtet sich nicht nur an Beschäftigte, sondern auch an Angehörige sowie an Bürgerinnen und Bürger, die die Aktion unterstützen möchten. Im Bus sind noch Plätze frei. Die IG Metall bittet um vorherige Anmeldung bis 23.4. an: johanna.friedel@igmetall.de
Eckdaten zur An- und Abreise aus Schweinfurt:
Datum: 25.4.2026
Abfahrt: 03:30 Uhr, Betriebsgelände Senertec, Carl-Zeiss-Straße 18 Schweinfurt
Ankunft in Rastede: ca. 10:00 Uhr
Beginn des Marsches: 10:30 Uhr
Rückfahrt: gegen 12:30 Uhr
Bereits vor Kurzem hatten rund 2.500 Menschen aus Schweinfurt und der Region ein deutliches Zeichen gesetzt: Die Senertec-Beschäftigten übergaben Anfang April eine beeindruckende Anzahl an Unterschriften gegen die geplante Produktionsschließung in Schweinfurt an die Unternehmensführung. Der Konzern plant weiterhin, die Fertigung der bewährten Blockheizkraftwerke der Marke „Dachs“ einzustellen. Von dieser Entscheidung wären 76 qualifizierte industrielle Arbeitsplätze samt Ausbildung in Schweinfurt betroffen.
Matthias Gebhardt, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Schweinfurt, betont: „Wir erwarten vom Unternehmen, dass es sich ernsthaft mit Alternativen zur Schließung der Produktion auseinandersetzt. Diese Arbeitsplätze sind nicht nur wertvoll – sie sind notwendig für eine verantwortungsvolle Industrie- und Energiepolitik.“ IG Metall und Betriebsrat fordern ein tragfähiges Zukunftskonzept, Investitionen in moderne Produktlinien und echte Verhandlungen über Alternativen zur Abwicklung.

