HASSFURT – Die Nürnberger Antifaschistin Berta Backof lebte ein bewegtes Leben. Ingrid Artus und Nadja Bennewitz haben eine Biografie über das wechselhafte politische Engagement von Backof geschrieben.
Im BIZ Haßfurt lasen die beiden Autorinnen aus ihrem Werk. Organisiert wurde die Veranstaltung vom DGB-Kreisverband Haßberge, dem BIZ Haßfurt, der VVN-BDA und dem ver.di Ortsverein Hassberge.
Aufgewachsen in einer katholischen Familie, engagiert sich die junge Berta Backof gegen die Aufrüstung der 1920er-Jahre, sie tritt erst der SAJ, dann der SAP und später der KPD bei.
Im Faschismus ist sie an der Nürnberger Untergrundzeitung der „Rote Sandberg“ beteiligt. So wird sie als Kommunistin inhaftiert und kommt glücklicherweise frei. Sie überlebt das „Dritte Reich“ und wird direkt KPD-Funktionärin.
Wohl wegen ihrer Kritik am Stalinismus wird Berta aus der KPD ausgeschlossen. Sie bleibt aber ihr Leben lang politisch aktiv. Noch 1997, mit 86 Jahren, läuft sie am Frontbanner der Revolutionären 1. Mai-Demonstration in Nürnberg mit.
Artus und Bennewitz beantworten im Anschluss die Fragen der interessierten Zuhörer*innen und weckten bei ihnen das Interesse sich weiter mit fränkischer antifaschistischer Regionalgeschichte auseinanderzusetzen.
Das Buch gibt’s für 15 Euro zu erwerben.
Das Foto zeigt Valentin Schnapp (DGB Kreisvorsitzender Haßberge), Nadja Bennewitz und Ingrid Artus.

