SCHALLFELD – Jetzt machen sie´s doch spannender als gedacht: Auch im zweiten „Meisterschaftsspiel“ gelang es dem TSV Nordheim/Sommerach nicht, den Titel einzutüten. Nach dem TSV Kirchaich brachte nun die SG Frankenwinheim dem Tabellenführer die zweite Saison-Niederlage bei – die erste auswärts.
In Schallfeld sahen offiziell 135 Fans, ein großer Teil dabei aus den beiden Weinorten im Landkreis Kitzingen, Mitte der zweiten Halbzeit das Goldene Tor von Sebastian Ruß, das www.mainfranken.news eingefangen hat. An sich war unser Portal gekommen, um den möglichen Aufstiegsjubel der Gäste einzufangen. Denen hätte ein Punkt diesmal gereicht, nachdem es vergangenen Sonntag zuhause ein Sieg gegen die SG Stadelschwarzach/ Prichsenstadt hätte sein müssen. Da aber reichte es nur zu einem 1:1…
Vergessen darf man aber auch nicht: Die heimische SG (zu der auch noch Germania Lülsfeld gehört) benötigte die Punkte dringend. Nach nun 22 von 26 Saisonpartien hätte Frankenwinheim im Falle einer Niederlage gerade mal fünf Punkte Vorsprung gehabt auf Wiesentheid auf dem ersten Relegationsplatz – und dieses direkte Duell steht noch aus…
„Deshalb konten wir da heute keine Rücksicht auf den Gegner nehmen. Die drei Zähler haben wir dringend gebraucht“, so SG-Trainer Andy Danz. Er erinnerte daran, dass diese Partie ja im Oktober bereits gespielt wurde – und abgebrochen, als Nordheim/Sommerach nach einer Verletzung von Marius Gleixner sich nicht mehr in der Lage fühlte weiterzuspielen.
„Damals führten wir 1:0 und waren die bessere Mannschaft. Die Partie wurde zunächst ja auch für uns mit x:0 gewertet“, erinnert sich Danz. Dann aber beschloss der Verband denoch eine Neuansetzung. „Gerecht wäre gewesen, wenn wir mit einem 1:0-Vorsprung begonnen hätten…“ Was freilich nicht geht. Denkbar wäre gewesen, und auch das regte Frankenwinheims Coach an, dass die Gäste ein schnelles Gegentor zugelassen hätten. Taten sie nicht und kassierten eben später eines… Schlapp´n schlägt Holzbau Mager!
Das Anrennen des TSV blieb fruchtlos, Chancen aber ohnehin aus. „Nach der Saison haben wir die Meisterschaft verdient, in den letzten beiden Partien aber nicht“, gibt Nordheims Spielertrainer Marcel Ruft zu. „Vielleicht haben wir gerade Angst, das Ding zu schaffen. Ein Punkt fehlt uns noch, und letztlich ist´s egal, wo wir den holen. Ich hoffe, am Sonntag läuft´s besser!“
Ja, nur 45 Stunden später muss der Tabellenführer schon wieder ran, dann in Rügshofen bei der SG Dingolshausen, dem direkten Verfolger also, der 15 Zähler hinten dran ist, der auf 12 herankommen und den direkten Vergleich gewinnen kann, wonach die Entscheidung nochmals vertagt werden würde. Wohl bis 3. Mai und dem dann drittletzten Match der Nordheimer/ Sommeracher, dass dann wieder – diesmal zuhause – gegen Frankenwinheim/ Schallfeld/ Lülsfeld stattfindet…
Und sollte die SG auch da den Partycrasher spielen: Beim TSV Gochsheim 2 bestünde die nächste Gelegenheit, zum Saisonfinale dann gegen Absteiger und Schlusslicht SG Castell/Wiesenbronn, wo der Tabellenführer auswärts bereits mit 4:1 siegte. Der eine fehlende Punkt: Sie werden ihn einfahren! Garantiert!!
























