MELLRICHSTADT – Die Band Nazareth tritt am Samstag den 11. April, ab 20 Uhr in der Oskar Herbig-Halle in Mellrichstadt auf. Im Vorfeld veröffentlicht www.mainfranken.news ein Interview mit Pete Agnew.
Frage: Lieber Pete, erstmal RESPEKT!, dass Du mit fast 80 Jahren noch on Tour bist.
PETE AGNEW: Danke, mir geht’s richtig gut, unsere „Still Rockin´Hard Tour“ läuft super und ich habe das Privileg, nicht auf Tour gehen zu müssen, sondern weil es mir immer noch riesen Spaß macht.
Frage: NAZARETH hat auch wirklich noch einiges vor . . .
PETE AGNEW: Richtig, wir spielen eine riesige Tour: zunächst 16 Konzerte u.a.in Tschechien, Polen, Österreich und Deutschland, dann folgt USA, Brasilien, Kanada, dann die Sommer Festivals und nochmal eine Wintertour von Finnland bis Griechenland und Spanien. Wir sind also gut unterwegs, kann man sagen (lacht)
Frage: Was gibt es Neues bei NAZARETH und wie kam es dazu?
PETE AGNEW: Seit Februar sind wir mit dem neuen Sänger, Gianni Pontillo, unterwegs. Mit Carl Sentence -ex lead vocals, kam es wegen seiner eigener solo Projekte zu zeitlichen Schwierigkeiten, und so kam es zur Trennung. Da gab mir ein Agent den Tipp: Du musst diesen Sänger aus der Schweiz hören. Ich war sofort von seiner rauchigen Stimme begeistert. Dann war es Glück dass auch er zu uns wollte. Die Shows mit Gianni sind gleich super gut bei den Fans angekommen und er singt in Originaltonart, und gerade die alten gefühlvollen Rock-Balladen beherrscht er wie unser langjähriger Sänger Dan McCafferty. Gianni bereichert auch unsere Band Chemie positiv, wir sind einfach gut drauf zusammen und lachen viel . .
Frage: Dein bester Freund und Leadsänger Dan McCafferty ist 2022 nach einer Lungenerkrankung (COPD) verstorben, ihr kanntet euch seit Kindheitstagen. Wie gehst Du mit diesem Verlust um?
PETE AGNEW: Ich vermisse ihn jeden Tag. Wir kannten uns, seit wir fünf Jahre alt waren. Wir saßen schon auf der Schulbank nebeneinander und waren dann als Musiker unzertrennlich. Dass sich zwei Menschen überhaupt so innig und lange kennen, kommt nicht so oft vor. Als er vor über zehn Jahren erkrankte und nicht mehr auf Tour gehen konnte, war es hart, ihn nicht mehr auf der Bühne stehen zu sehen. Doch ich fühle ihn und dass er auf der Bühne unter uns ist.
Frage: Was macht den Geist des Siebziger-Hardrocks aus? Warum wird „Love Hurts“ auf Spotify noch immer über 300 Millionen Mal gehört?
PETE AGNEW: Das war ein Once-in-a-Life time-Moment. Manche Songs sind zeitlos und leben für immer. „Love Hurts“ zählt dazu. Wenn es in 100 Jahren noch einen Planeten gibt und sie alte Platten spielen, wird es dazugehören. Das ist unglaublich. Bands wie Deep Purple oder AC/DC funktionieren noch, weil auch junge Musiker diesen Stil, das Handgemachte lieben. Ich weiß nicht ob Jungs in zehn Jahren sagen, wir wollen wie Coldplay klingen. Mein 15-jähriger Enkel spielt jetzt E-Gitarre, er will Eddie Van Halen sein. Das macht mich happy (lacht)
Frage: Was dürfen die Fans am 11. April in Mellrichstadt erwarten?
PETE AGNEW: Der Schwung durch unseren neuen Vokalisten frischt auch das Bühnenprogramm positiv auf. Neben Publikumsfavoriten wie „Razamanaz“, „Hair of the Dog“ , „Dream On“ und natürlich „Love Hurts“, spielen wir den Acht-Minuten-Klassiker „Telegram“ von 1976 endlich wieder live, sowie mein persönlicher Lieblingssong „Light Comes Down“. Kommt einfach alle vorbei und lasst euch überraschen, wir werden mit unseren Fans aus der Rhön eine richtig gute Zeit in Mellrichstadt haben!
Tickets für das NAZARETH “Still Rocking Hard“ Konzert am 11.04.26, ab 20:00 Uhr, in der Oskar Herbig Halle in Mellrichstadt sind für 49.- EUR inkl. Gebühren online bei: RESERVIX.de sowie EVENTIM.de, sowie an der Abendkasse erhältlich.
Im Vorprogramm wird die ROAD HOUSE BAND“ ab 19:45 Uhr die Halle mit Songs u.a. von Jimi Hendrix bis Rory Gallagher auf Betriebstemperatur rocken.
Das Interview führten Mike Klein und Marco Partner.
Foto: Dagmar Heinrich-Hoppen

