VOLKACH / RIMBACH – Mit 31 Punkten nach 17 der 31 Saisonpartien überwinterte die SG Volkach/ Rimbach auf einem hervorragenden dritten Platz der Schweinfurter Kreisliga 1 und ist ein heißer Kandidat zumindest für Aufstiegspiele.
Mit vier Heimspielen hat sich das Team aus dem alten Jahr verabschiedet und kickt im neuen nur noch vier Mal zuhause. Zwei der drei Auswärtspartien im März führen zum Vierten nach Grettstadt und gleich nun mal am 1. März zu Tabellenführer Schleerieth. Bereits am letzten Februar-Tag kommt es zwischen Zeuzleben/Stettbach und Grettstadt zu einem Spitzenspiel. Dazu startet die Liga mit drei Derbys: Samstag zwischen Ettleben/ Werneck 2 und Egenhausen, Sonntag zwischen Röthlein/Schwebheim und Grafenrheinfeld sowie Unterspiesheim und Heidenfeld/Hirschfeld.
Die Halbzeit-Fragen von www.mainfranken.news beantwortete Volkachs Spielertrainer Daniel Wagner, der dem Verein über den Sommer hinaus erhalten bleibt.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Daniel Wagner: Das beste Spiel war mitunter das Spiel zu Hause gegen Büchold. Wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben bis zum Schluss ordentlichen Fußball gespielt.
Das schlechteste Spiel war das Hinspiel in Sulzheim. An diesem Tag hat einfach gar nichts funktioniert und wir haben verdient verloren.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Daniel Wagner: Dass Schleerieth sehr souverän die Hinrunde bestritten hat und starke 40 Punkte zur Winterpause gesammelt hat. Hut ab!
Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Daniel Wagner: Ich kann nur über die eigenen Mannen urteilen. Da sticht sicherlich Andreas Prause hervor, der bester Schütze bei uns ist, aber auch sehr viel für die anderen mitarbeitet und an Toren beteiligt ist.
Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Daniel Wagner: Wir stehen auf einen für uns sehr guten 3.Platz. Wenn wir weiter den ordentlichen Fußball spielen und zusammenhalten, können wir genauso weiter guten Fußball spielen und Punkte sammeln.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Daniel Wagner: Dass wir das Rückspiel gegen Sulzheim noch aus der Hand gegeben haben. Wir haben wahnsinnig dominant gespielt und sehr schnell 2:0 geführt und schlussendlich unverständlich das Spiel aus der Hand gegeben und verloren.
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Daniel Wagner: Es ist immer schön, gegen Büchold zu spielen, auch wenn es ein starker Gegner ist. Aber die Jungs sind klasse und sympathisch.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Daniel Wagner: Ja, ich und mein Co-Trainer Marco Heinrich werden nächste Saison in Volkach weitertrainieren.
Wie sah das Testspiel-Programm aus, gegen wen habt Ihr gespielt, mit welchen Resultaten?
Daniel Wagner: Diese Wintervorbereitung war speziell, bescheiden und sehr zäh. Die Wetterbedingungen haben nicht viel Einheiten auf den Plätzen zugelassen, wodurch wir Trainer sehr kreativ werden mussten.
Wir hatten zwei Testspiele. Gegen Oberschwarzach gab es eine 0:5 Niederlage, die für mich keinerlei Bedeutung hatte auf Grunde der unmöglichen Vorbereitung. und gegen FV Marktbreit gab es ein 2:1 Erfolg.
Ein kurzer Ausblick bitte auf den Re-Start um Punkte!
Daniel Wagner: Wir dürfen gleich zum Tabellenführer nach Schleerieth. Es wird ein schwieriges Spiel. Mal sehen, ob wir sie ärgern können.
Wer fehlt beim ersten Spiel und warum?
Daniel Wagner: Wir sind momentan nicht gut besetzt, haben einige langzeitkranke und angeschlagene Spieler. Wir werden das Beste daraus machen!
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Daniel Wagner: Ich bin ehrlich: den Profifußball verfolge ich zu wenig, um darüber urteilen zu können. Wir haben klasse Nationalspieler. Die Kunst wird es sein, eine harmonische gut abgestimmte Mannschaft auf den Platz zu bringen, die vor allem aber die Grundtugenden wie Biss, Ehrgeiz und Laufbereitschaft zeigt.
Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Daniel Wagner: Schwachsinn! Ich bin kein Bayernfan aber diesen Erfolg erarbeiten sie sich Jahr für Jahr. Es ist für mich der bestgeführteste Verein Europas. Sie holen zwar nicht immer alle Titel wie gewünscht, aber schmeißen nicht mit Geld um sich, das sie nicht haben – und gehören trotzdem zur Elite Europas.
Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Daniel Wagner: Keine Ahnung
Tee oder Kaffee, Berge oder Meer, Fisch oder Fleisch, Putin oder Trump, Eishockey oder Handball, Hardrock oder Elektropop, Zopf oder Glatze, Online oder Druck, Pornos oder Kirche, Smartphone oder Wählscheibe, AfD oder Linke, Zigeunerschnitzel oder Paprikaschnitzel, Christkind oder Osterhase – sucht oder zum Thema Gegensätze einen heraus und kommentiert ihn aus Eurer Sicht – damit sich hier nicht alles nur um Fußball dreht… 😉
Daniel Wagner: Eishockey oder Handball:
Ganz klar Handball! Ich habe selber parallel zum Fußball 18 Jahre bei der HSG Volkach Handball gespielt, bis ich mich familienbedingt zeitlich für eine Sportart entscheiden musste. Handball ist ein geiler, attraktiver und schneller Sport. Das Spiel kann sehr schnell kippen und du musst immer Vollgas geben. Aber es ist auch sehr taktisch geprägt. Für Handball muss man was in der Birne haben 🙂 Es war sehr schwer für mich mit Handball aufzuhören.
Wir danken für das Gespräch und wünschen für die Restserie alles Gute!

