Stadt Würzburg würdigt Annette Taigel-Fauth für ihr Engagement für christlich-jüdischen Dialog

Stadt Würzburg würdigt Annette Taigel-Fauth für ihr Engagement für christlich-jüdischen Dialog
Foto: Christian Weiß

WÜRZBURG – Seit 20 Jahren gibt es das jüdische Gemeindezentrum Shalom Europa. Im Rahmen der Jubiläumsfeier zeichnete Oberbürgermeister Martin Heilig Annette Taigel-Fauth für ihr außergewöhnliches, langjähriges ehrenamtliches Engagement mit der Behr-Medaille aus.

Mit dieser Ehrung würdigt die Stadt ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für die Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur, eine lebendige Erinnerungskultur sowie die Förderung des christlich-jüdischen Dialogs.

„Annette Taigel-Fauth gehört zu den Menschen, die über etliche Jahre hinweg ehrenamtlich Verantwortung übernehmen, Verbindungen schaffen, Erinnerung bewahren und zugleich immer wieder neue Wege öffnen“, betont Heilig bei der Verleihung. Taigel-Fauth hat als eine der ersten 2006 die Ausbildung zur ehrenamtlichen Museumsführerin gemacht und führt seit der Eröffnung von Shalom Europa Besucherinnen sowie Besucher durch die Ausstellung und macht so jüdische Geschichte, aber auch jüdische Kultur und Tradition sowie jüdisches Leben in Würzburg sichtbar.

Ihr Engagement weitete sich im Laufe der Jahre auf Stadt- und Friedhofsführungen aus. Als Professor Karlheinz Müller, der das Museum maßgeblich geprägt hatte, aus gesundheitlichen Gründen ausfiel, übernahm Taigel-Fauth Verantwortung für die Organisation des Museumsbetriebs und sorgte dafür, dass die Arbeit ohne Unter-brechung weitergeführt werden konnte. Auch die regelmäßigen Fortbildungen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führte sie fort. Nach Müllers Tod im Jahr 2020 setzte sie diese Arbeit fort und entwickelte sie mit eigenen Ideen und Perspektiven weiter.

Seit 2020 ist Taigel-Fauth Geschäftsführerin der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und ist engagierte Stimme des christlich-jüdischen Dialogs: „Annette Taigel-Fauth hat Begegnungen ermöglicht. Und Begegnungen sind vielleicht die eine der wichtigsten Voraussetzungen für Verständnis“, betont OB Heilig.

Auf dem Bild: Oberbürgermeister Martin Heilig überreicht Annette Taigel-Fauth die Behr-Medaille. Foto: Christian Weiß

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