Fichtenburschen prägten die Kirchweih in Grettstadt: Tanzgruppen erinnerten an die früheren Tänze unter der Linde

Fichtenburschen prägten die Kirchweih in Grettstadt: Tanzgruppen erinnerten an die früheren Tänze unter der Linde

GRETTSTADT – Dreimal hui, einmal pfui, könnte man das Wetter am Wochenende überschreiben, als Grettstadt seine Kirchweih feierte. Den Freitag gestaltete der TSV 07 mit erfolgreichem Punktspiel gegen den FV Sulzheim (4:1) und Musik im Sportheim (Rocktankstelle, DJ MiLo & Maxi).

Zu früher Stunde waren am Samstag die 21 Fichtenburschen mit Fahrer Richard Schröder und seinem Fahrzeug unterwegs, um die Kirchweihbäume zu holen und zu schmücken. Mit diesen trafen sie gegen 13 Uhr auf dem TSV-Parkplatz ein, wo rund 250 bereit standen, um im gemeinsamen Festzug durch das Dorf zu ziehen.

Kaum war der erste Baum an der Treppe zum Sportheim aufgestellt, ging es los: Fahrzeug, Fichtenburschen, sechs Tanzgruppen von Kita bis Bestager, Gemeinde- und Kirchenvertreter, sonstige Ortsbürger – alle musikalisch begleitet von der Kapelle Rolf Mauder und abgesichert durch die Freiwillige Feuerwehr Grettstadt.

Die ausgeworfenen Bonbons wirbelten die geordneten Reihen der Kita-Kinder durcheinander, sorgten aber auch dafür, dass sie später was zum Naschen hatten.

Im Innenhof der Gaststätte Straub reihten sich Baumaufstellung, Musik, Tanz und Umtrunk aneinander, bevor sich der Festzug zum wichtigsten Zwischenstopp bewegte, dem Lindenplatz vor der Pfarrkirche. Katja Karch und ihre Helferinnen sorgten dafür, dass nacheinander die Tanzkids, Kinder der Kita Storchennest, die Kirchweihjugend, die Lindentänzer/innen und die Kirchweihtänzer/innen ihre Tanzrunden drehten.

Die Fichtenburschen hatten inzwischen die beiden Bäume aufgestellt und befestigt. Die TSV-Seniorentanzgruppe von Elisabeth Ankenbrand schloss sich mit ihren Tänzen in der Kirchgasse an. Rasch noch ein Baum für das Pfarrhaus und dann weiter zum Festplatz vor der Kita. Dort lief bereits der Festbetrieb mit Karussell, Autoscooter, Spielständen, typischen Kirmes-Leckereien, Zwiebelkuchen und Federweißer. In der Kita konnte man es sich bei Kaffee, Kuchen und Torte gut gehen lassen.

Der 1.Bürgermeister Jens Machnow zapfte das erste Fass an, dankte den Verantwortlichen und wünschte allen Besuchern eine schöne Kirchweih. Die Fichtenburschen zeigten unter der Leitung von Philipp Schmitt und Laurin Hofmann, die zum dritten Mal, die Mannschaft anführten, eine tolle Kondition und waren auch noch aktiv, als abends die Burschenparty lief.

Der Sonntag war wettermäßig nicht der Renner, aber gefeiert wurde trotzdem.

Zum Ausklang lockte der Montag mit speziellen Familienpreisen und so waren alle Schausteller gut beschäftigt. Ortsbürger/innen und auswärtige Gäste genossen die Festtage, zumal die Grettschter Kirchweih nicht mit den großen Kirchweihen der Nachbargemeinden konkurrieren will, sondern ihren eigenen Charme besitzt.

Auf den Bildern:

Tanz ist ein wichtiger Programmpunkt der TSV-Gymnastikfrauen.

Vier Tage voll gefordert: die 21 Fichtenburschen, die auch einen Großteil des Festbetriebes stemmten.

Zahlenmäßig gehörten sie zu den ganz Großen: die Kinder der Kita Storchennest mit ihren Erzieherinnen.

Die Kapelle Rolf Mauder sorgt seit deutlich mehr als fünfzig Jahren für die musikalische Begleitung der meisten Feste.

Bei den Tanzgruppen wirkten diesmal auch die Kirchweihjugend unter Carolina Lenhard, die Lindentänzer unter Miriam Fleischer und die Kirchweihtänzer unter Katja Karch mit.

Text/Fotos: Peter Volz

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert