BULGARIEN / WÜRZBURG – Der Traum von der Basketball Champions League endete am Montagabend in der letzten Sekunde eines wahren Basketball-Krimis in Bulgarien: Die Fitness First Würzburg Baskets unterlagen im Achtelfinale des BCL-Qualifikationsturniers mit 73:74 (37:42) gegen Manchester Basketball.
Dabei hatten die Schützlinge von Headcoach Saša Filipovski in den letzten elf Minuten mit enormem Kampfgeist und Einsatz einen Rückstand von 16 Punkten aufgeholt und waren 14 Sekunden vor Schluss wieder knapp mit 73:72 in Führung gegangen.
Dann traf Luke Nelson mit 4,5 Sekunden auf der Uhr zwei Freiwürfe für die Briten, und der letzte Wurf von Baskets-Topscorer Sam Griffin (26 Punkte/6 Dreier) war nicht erfolgreich. An Stelle der dritten BCL-Teilnahme in Folge gibt es für die Fitness First Würzburg Baskets nach acht Jahren also eine Rückkehr in den FIBA Europe Cup, in dem sie 2018/2019 im Finale standen.
Zunächst sah es in der Arena SamElyon in Samakov so aus, als könnten die Baskets ihrer Favoritenstellung gerecht werden: Sam Griffin traf gleich den ersten Dreier zur Führung, die er und seine Kollegen im ersten Viertel zunächst auf sechs Zähler ausbauen, danach aber nicht verteidigen konnten.
In der 15. Minute drehte Griffin einen knappen Rückstand und erzielte fünf Punkte zum Zischenstand von 29:25, danach übernahm Manchester dank besserer Trefferquoten aus dem Feld die Kontrolle über die Partie. Die Engländer erzielten im zweiten und dritten Viertel 46 Punkte und lagen zur Halbzeit mit fünf (37:42) und kurz vor der letzten Viertelpause mit 16 Zählern (46:62) in Führung.
Kapitän Alen Pjanic leitete die Würzburger Aufholjagd mit einem Dreier zum 49:62 ein, die letzten elf Minuten gingen mit 27:12 an die Baskets. Das genügte aber nicht, weil ausgerechnet Sam Griffin zum tragischen Helden wurde: Er vergab 14 Sekunden vor Schluss einen Freiwurf zur möglichen Zwei-Punkte-Führung. Nach den beiden Nelson-Freiwürfen zog er beim Spielstand von 73:74 zum Korb, bekam auch eine gute Abschlusschance, konnte seinen Floater aber nicht im gegnerischen Korb unterbringen.
Der entscheidende Faktor für die Niederlage waren unter dem Strich die schwächeren Trefferquoten aus dem Feld: Die Baskets holten elf Ballgewinne, zehn Würfe mehr und erzielten nach Ballverlusten des Gegners starke 26 Punkte. Trotzdem war am Ende Manchester mit einer ausgeglichenen Teamleistung in der Offensive der Sieger: Vier Spieler der Engländer trafen zweistellig, bei den Baskets nur Sam Griffin.
Fitness First Würzburg Baskets – Manchester Basketball 73:74
(19:18, 18:24, 15:22, 21:10)
Für Würzburg spielten:
Sam Griffin 26 Punkte/6 Dreier (Effizienz 24), Max Jones 9/1, Charles Thompson 8 (8 Rebounds/2 Blocks), Brandon Tischler 7, Calvin Wishart 6, Alen Pjanic 6/1, Leo Saffer 5, Lukas Herzog 4/1, Kenny Dye 2 (7 Asssists), Eddie Colbert III (9 Rebounds), Christian Skladanowski.
Top-Performer Manchester:
Keon Thompson 14/2 (6 Rebounds/5 Assists), Jordan Johnson 12/2 (5 Assists), Chandler Pigge 12/2, Luke Nelson 11/1.
Key Stats:
Dreierquote: Würzburg 30 Prozent – Manchester 42 Prozent
Zweierquote: Würzburg 45 Prozent – Manchester 55 Prozent
Punkte in der Zone: Würzburg 26 – Manchester 34

