LANDKREIS WÜRZBURG – Inklusion, Haltung und Resilienz: Große Begriffe standen bei der 27. Fachtagung „Ziele, Wege, Stolpersteine“ auf dem Programm.
In Gruppen, bei Vorträgen und im ungezwungenen Austausch konnten mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen Tagespflege, Beratungsstellen und sozialen Trägerorganisationen – die Themen zur Anwendung auf den Kita-Alltag herunterbrechen.
Stellvertretend für das Organisationsteam begrüßten Ursula Bördlein und Julia Brand von der Fachaufsicht für Kindertageseinrichtungen des Landratsamtes Würzburg sowie Landrat Thomas Eberth die Gäste in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen. Eberth nahm dabei die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den Blick: Im Landkreis Würzburg werden rund 300 Kinder pro Jahr weniger geboren als noch vor fünf Jahren. Dies bedeute einen tiefgreifenden Wandel in der Kita-Landschaft, berge aber auch viele Chancen. „Die Erziehungs- und Bildungslandschaft befindet sich in einem ständigen Wandel. Mit dieser Fachtagung möchten wir dazu anregen, vertraute Wege kritisch zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entwickeln. Denn unser gemeinsames Ziel ist es, die bestmöglichen Voraussetzungen für eine gute Entwicklung unserer Kinder zu schaffen“, sagte Landrat Thomas Eberth.
Haltung, Inklusion und Resilienz als Schlüsselfaktoren
Ute Schubert-Stähr, Geschäftsführerin des Weiterbildungsinstituts Ressourcenwerkstatt in Bamberg, stellte mit Psychologin und Coachin Theresia Seubert die Chancen und den Nutzen einer klaren pädagogischen und professionellen Haltung im Umfeld von Kindertageseinrichtungen dar. Die Psychologin und Sonderpädagogin Dr. Monika Wertfein vom Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz in Amberg gab den Anwesenden Denkanstöße, wie Inklusion in Kitas gelingen kann.
Abschließend gewährte der Würzburger Buchautor Sebastian Wächter inspirierende Einblicke. Wächter hat sich vom Pflegefall mit Querschnittslähmung und Sozialhilfeempfänger zurück ins Leben und in eine erfolgreiche Karriere gekämpft. Veränderungen richtig nutzen, Belastungen aushalten und daran wachsen, also Resilienz als Widerstandsfähigkeit in einer immer schnelleren und wechselhafteren Welt aufbauen – das sei im Arbeitsumfeld allgemein und insbesondere im Umgang mit Kindern immer wichtiger.
Ursula Bördlein, die langjährige Organisatorin der Veranstaltung, zog am Ende des Tages ein positives Fazit: „Wir freuen uns, dass so viele pädagogische Fachkräfte unser Angebot angenommen haben. Jede neue Idee und jeder fachliche Impuls kommen den Kindern zugute. Deshalb ist es wichtig, den gemeinsamen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen kontinuierlich zu fördern“.
Auf dem Bild: Die Tagung „Ziele, Wege, Stolpersteine“ ist seit vielen Jahren eine wichtige Plattform zum Austausch für pädagogische Fachkräfte in der Region Würzburg. Mit mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das Interesse auch in diesem Jahr groß – sehr zur Freude der Impulsgeber Marcel Brunner (Fachbereichsleiter im Jugendamt), Theresia Seubert (Referentin), Ute Schubert-Stähr (Referentin), Landrat Thomas Eberth, Ursula Bördlein (Fachaufsicht Kindertageseinrichtungen), Michael Schumacher (Geschäftsbereichsleiter Jugend und Familie im Landratsamt), Julia Brand (Fachaufsicht Kindertageseinrichtungen), Ute Fuchs (Jugendamt) und Anita Michel (Jugendamt).
Foto: Dagmar Hofmann

