SCHWEINFURT – Die Männer des TV Oberndorf haben in der Hinrunde der 1. Bundesliga im Faustball zwei bittere Niederlagen hinnehmen müssen. Nach dem erfolgreichen Start in die Saison standen für die Mannschaft zunächst das Auswärtsspiel beim TV Stammheim und anschließend das Heimspiel gegen den TV Vaihingen/Enz auf dem Programm.
Beide Begegnungen endeten aus Oberndorfer Sicht mit 1:5. Während die Partie in Stammheim über weite Strecken von der Dominanz der Gastgeber geprägt war, zeigte der TVO im Heimspiel gegen Vaihingen eine deutlich stabilere Leistung, verpasste es aber in den entscheidenden Momenten, die engen Sätze auf seine Seite zu ziehen.
TV Stammheim – TV Oberndorf 5:1 (11:6, 11:6, 11:7, 11:13, 11:7, 11:5)
TV Oberndorf – TV Vaihingen/Enz 1:5 (5:11, 11:7, 9:11, 9:11, 8:11, 8:11)
Beim Auswärtsspiel in Stammheim erwischte Oberndorf keinen optimalen Start. Trainer und Mannschaft setzten zunächst auf Nicolas Bitsch und Robin Göttert im Angriff sowie Janne Habenstein, Fabian Sagstetter und Robin Treuheit in der Abwehrreihe. Maximilian Lutz musste krankheitsbedingt pausieren. Doch von Beginn an tat sich der TVO schwer, den nötigen Druck aufzubauen und die Stammheimer Defensive dauerhaft in Bedrängnis zu bringen. Die Gastgeber agierten konzentriert, nutzten ihre Chancen konsequent und entschieden den ersten Satz mit 11:6 für sich. Auch im zweiten Durchgang fand Oberndorf noch nicht richtig in die Partie. Ungewohnte Unaufmerksamkeiten und deutliche Probleme mit den kurz gespielten Bällen des Gegners führten zu einer Disbalance in der gesamten Abwehr und konnte nicht richtig ausgeglichen werden und insgesamt fehlte die Konstanz, um Stammheim ernsthaft unter Druck zu setzen. Erneut ging der Satz mit 11:6 an die Heimmannschaft.
Auch im dritten Satz blieb Stammheim zunächst tonangebend. Oberndorf kämpfte, suchte nach Lösungen und versuchte, über eine stabilere Annahme und mehr Variabilität besser in die Begegnung zu kommen. Man wechselte Göttert in die Abwehr und Sagstetter nach vorne und dennoch gelang es dem TVO nicht, den Satzverlauf entscheidend zu drehen und Stammheim blieb druckvoll und erhöhte mit einem 11:7 auf 3:0 nach Sätzen. In dieser Phase reagierte Oberndorf und brachte Cedric Sauter für Nicolas Bitsch in die Partie. Der Wechsel zeigte Wirkung: Der TVO wirkte im Anschluss frischer, fand besser in die Ballwechsel und belohnte sich im vierten Satz für eine kämpferisch starke Leistung. In einem umkämpften Durchgang blieb Oberndorf auch in der Verlängerung nervenstark und holte sich mit 13:11 den ersten Satzgewinn des Tages.
Dieser Satzgewinn brachte kurzzeitig neue Hoffnung in das Oberndorfer Spiel. Die Mannschaft zeigte, dass sie Stammheim durchaus vor Probleme stellen konnte, wenn Annahme, Zuspiel und Angriff sauber ineinandergriffen. Doch der Gastgeber ließ sich davon nicht dauerhaft aus dem Rhythmus bringen. Im fünften Satz übernahm Stammheim wieder die Kontrolle, während Oberndorf zu selten die entscheidenden Punkte in Serie machte. Mit 11:7 ging der Durchgang an Stammheim. Im sechsten Satz war die Gegenwehr des TVO zwar weiterhin vorhanden, man versuchte mit dem Wechsel Sauter nach vorn und Göttert nach hinten alles, doch die Gastgeber spielten die Partie souverän zu Ende und sicherten sich mit 11:5 den 5:1-Erfolg. Für Oberndorf blieb die Erkenntnis, dass man nach schwierigem Beginn zwar Moral bewies und mit dem Satzgewinn ein Zeichen setzte, über die gesamte Distanz aber nicht konstant genug agierte, um in Stammheim mehr mitzunehmen.
Nur kurze Zeit später stand für den TV Oberndorf das Heimspiel gegen den TV Vaihingen/Enz an. Nach der Niederlage in Stammheim wollte die Mannschaft vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigen. Oberndorf begann mit Maximilian Lutz und Nicolas Bitsch im Angriff sowie Janne Habenstein, Robin Treuheit und Fabian Sagstetter in der Abwehrreihe. Doch auch gegen Vaihingen verlief der Auftakt nicht nach Wunsch. Die Gäste starteten konzentriert, setzten Oberndorf früh unter Druck und entschieden den ersten Satz deutlich mit 11:5 für sich. Der TVO musste sich zunächst sortieren und nach mehr Sicherheit in den Grundelementen suchen.
Im zweiten Satz stellte Oberndorf um und brachte Robin Göttert für Nicolas Bitsch in die Partie, um Sagstetter nach vorne zu ziehen. Diese Maßnahme brachte spürbar mehr Stabilität und neue Impulse in das Spiel der Gastgeber. Oberndorf agierte mutiger, verteidigte konsequenter und fand im Angriff bessere Lösungen. Die Mannschaft steigerte sich deutlich, zwang Vaihingen häufiger in längere Ballwechsel und belohnte sich mit dem Satzausgleich. Mit 11:7 ging der zweite Durchgang an den TVO, der damit zeigte, dass er dem Gegner an diesem Tag durchaus Paroli bieten konnte.
In der Folge entwickelte sich eine deutlich engere Begegnung, als es das spätere Endergebnis vermuten lässt. Der dritte Satz war hart umkämpft. Oberndorf blieb dran, arbeitete sich immer wieder heran und konnte sich auch absetzen und hatte die Chance, das Spiel komplett zu drehen. Doch in der entscheidenden Phase fehlte die letzte Konsequenz. Vaihingen nutzte die kleinen Oberndorfer Ungenauigkeiten abgeklärt aus und holte sich den Satz knapp mit 11:9. Auch der vierte Durchgang verlief auf Augenhöhe. Der TVO kämpfte um jeden Ball, die Abwehrreihe um Habenstein, Treuheit und Göttert hielt viele Angriffe im Spiel, und vorne versuchte Oberndorf, den Druck hochzuhalten. Wieder war der Satz bis zum Schluss offen, wieder hatte der TVO Möglichkeiten, den Durchgang zu gewinnen. Doch erneut bewies Vaihingen in den entscheidenden Momenten die größere Kaltschnäuzigkeit und stellte mit einem weiteren 11:9 auf 3:1.
Damit stand Oberndorf trotz einer klaren Leistungssteigerung bereits unter Zugzwang. Im fünften Satz blieb die Mannschaft bemüht, den Anschluss herzustellen, doch Vaihingen blieb stabil und nutzte die wichtigen Punkte effektiver. Oberndorf hielt lange dagegen, musste den Satz aber mit 8:11 abgeben. Auch im sechsten Durchgang zeigte der TVO Moral und versuchte noch einmal, die Partie zu verlängern. Doch gleich zu beginn ein Dämpfer von zwei Bällen, denen man hinterherlaufen musste. Die Gastgeber kämpften, kamen aber nicht mehr entscheidend heran. Vaihingen spielte den Vorsprung routiniert ins Ziel und gewann auch diesen Satz mit 11:8. Damit stand die zweite 1:5-Niederlage für Oberndorf fest.
Zwei bittere Niederlagen, die die Ambitionen, oben mitzuspielen, so gut wie begraben haben. Nun heißt es, die guten Ansätze weiter zu spinnen und die Ungenauigkeiten abzustellen um möglichst früh dem Abstieg zu entkommen. Nächsten Samstag auswärts gegen Calw steht der nächste „Brocken“ vor der Tür.
Kader: Nicolas Bitsch, Cedric Sauter, Janne Habenstein, Robin Treuheit, Robin Göttert, Fabian Sagstetter, Maximilian Lutz
Heimspieltag der Frauen 1. Bundesliga Süd in Schweinfurt
Am Sonntag, den 10.05.2026, stand für den TV Oberndorf der zweite Spieltag der Saison auf heimischer Anlage in Oberndorf an. Bei bestem Faustballwetter begrüßte der TVO die angereisten Mannschaften aus Görlitz und Stammheim.
Im ersten Spiel des Tages trafen der TVO auf den SV Energie Görlitz. Von Beginn an fanden die Spielerinnen jedoch nur schwer ins Spiel. Es fehlte die nötige Abstimmung, und einfache Fehler verhinderten einen stabilen Spielaufbau. Görlitz nutzte diese Phase konsequent aus, sodass der TVO sich am Ende deutlich mit 0:3 (8:11, 5:11, 6:11) geschlagen geben mussten. Hier gilt es, gerade mit Blick auf die Rückrunde, deutlich konzentrierter und geschlossener aufzutreten.
Im zweiten Spiel gegen den TV Stammheim zeigte sich die Frauen dann deutlich verbessert. Es entwickelte sich eine Partie mit vielen langen und hart umkämpften Ballwechseln. Trotz großem Einsatz und phasenweise gutem Spiel musste sich die Heimmannschaft am Ende jedoch auch hier geschlagen geben. Stammheim entschied die Partie mit 3:1 (11:9, 8:11, 11:9, 11:6) für sich.
Auch wenn an diesem Spieltag keine Punkte für den TVO verbucht werden konnten, nehmen sich die Spielerinnen wichtige Erkenntnisse mit.
Team: Franziska Dietel, Katharina Treuheit Gnädig, Ursina Sagstetter, Amelie Sagstetter, Sandra Schmitt, Lara Hoyer

