Starke Leistung und großer Kampf der Fitness First Würzburg Baskets gegen Bayern München werden nicht belohnt

Starke Leistung und großer Kampf der Fitness First Würzburg Baskets gegen Bayern München werden nicht belohnt
Foto: Wolfgang Heyder

WÜRZBURG – Die Fitness First Würzburg Baskets habe im Nachholspiel des 26. easyCredit BBL-Spieltags eine Heimniederlage gegen den FC Bayern München Basketball einstecken müssen.

In der ausverkauften tectake Arena zeigte die Heimmannschaft am Donnerstagabend eine starke Leistung und kämpfte bis zum Schluss, musste sich dem Titelverteidiger aber mit 81:90 geschlagen geben.

Nach einem extrem starken zweiten Viertel (32:16) lagen die Baskets zur Halbzeit überraschend deutlich mit 46:37 in Führung. Diesen Rückstand konnten die Gäste live bei Dyn im dritten Abschnitt aufholen und dann dank starker Verteidigung in den letzten knapp vier Minuten der Partie in einen Auswärtssieg verwandeln, weil sie von der Freiwurflinie insgesamt 18 Punkte mehr erzielen konnten als die Baskets.

„Glückwunsch an meine Mannschaft für eine starke Leistung. Wir haben sehr gut gespielt und vierzig Minuten lang hart gekämpft. Unglücklicherweise haben die Freiwürfe den Unterschied ausgemacht“, sagte Baskets-Headcoach Sasa Filipovski. Topscorer der Partie war Münchens Oscar da Silva mit 19 Punkten.

Auf Würzburger Seite trafen Davion Mintz (18), Alen Pjanic 813), Marcus Carr (12), David Muenkat (11) und Charles Thompson (10) zweistellig. Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets am Sonntag um 16:30 Uhr mit dem Auswärtsspiel des 31. BBL-Spieltags beim Syntainics MBC (live bei Dyn und frei empfangbar bei welt.tv).

3140 Zuschauende in der ausverkauften Turnhölle sorgten für echte Derby-Stimmung und bekamen im Gegenzug eine intensive und hart umkämpfte Partie auf Playoff-Niveau geboten. Die Baskets begegneten dem Meisterschaftsfavoriten über vierzig Minuten auf spielerischer und physischer Augenhöhe, wurden für ihre starke Leistung und den großen Kampf am Ende aber nicht belohnt. Das Spiel begann mit einem Münchner Ballverlust und dem ersten erfolgreichen Dreier von Davion Mintz, der die Halle damit sofort auf volle Betriebstemperatur brachte.

Im weiteren Verlauf des ersten Viertels wechselte die Führung fünf Mal, erstmals etwas deutlicher wurde der Abstand durch einen Dunk und einen Korbleger von Nationalspieler Oscar da Silva zum 9:15 in der 6. Minute. Die Baskets blieben aber dran und zwangen ihre Gäste im ersten Viertel zu sechs Ballverlusten – den letzten nutzte Charles Thompson und stopfte den Ball zum Zwischenstand von 14:18 in den Münchner Korb. Niels Giffey traf anschließend einen Buzzerbeater von der Dreierlinie zum 14:21 nach dem ersten Viertel.

Drei Spielminuten später lagen die Gäste nach einem Dreier von Justinian Jessup weiterhin mit sechs Zählern vorne (20:26), dann leitete Marcus Carr mit zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen zum 28:30 die stärkste Phase der Gastgeber ein. Der dritte Dreier in Folge des Baskets-Spielmachers holte in der 16. Minute die Führung zurück auf Würzburger Seite (33:32).

In der Schlussphase der ersten Halbzeit bekamen die Baskets die Partie dann zusehends immer besser in den Griff und beendeten den zweiten Abschnitt mit einem 7:0-Lauf: Charles Thompson bediente erst Alen Pjanic und dann David Muenkat, Brae Ivey traf anschließend einen Dreier zum Halbzeit-Spielstand von 46:37.

Das Momentum konnten die Fitness First Würzburg Baskets auch mit ins dritte Viertel nehmen, in dem sie mehrmals zweistellig vorne lagen. David Muenkat verwandelte ein Alley-Oop-Anspiel von Marcus Carr in der 23. Minute gewohnt spektakulär zum 49:39, Davion Mintz versenkte einen Dreier zum 52:42, der starke Alen Pjanic traf ebenfalls von außen zum 55:44 (25. Minute).

Die Aufholjagd der Bayern, bei denen Headcoach Svetislav Pesic nach der Pause nur noch sieben Spieler einsetzte, begann mit einem Dreier von Justinian Jessup und endete mit der spektakulärsten Szene des Spiels: Nachdem Christian Skladanowski zwei Sekunden vor Ende des dritten Viertels einen Dreier zur erneuten Würzburger 66:63-Führung getroffen hatte, bekam Welt- und Europameister Andi Obst rund sieben Meter von der eigenen Grundlinie entfernt noch einmal den Ball und versenkte ihn von dieser Stelle mit dem Buzzer zum 66:66 nach Abschnitt Nummer drei.

Es war der erste Dreier der Partie für den 29-jährigen Nationalspieler, der damit in der in der ewigen Bestenliste der BBL mit Pascal Roller (709) gleichzog. Zu Beginn des vierten Viertels sicherte Obst sich mit seinem 710. Karriere-Dreier zum Zwischenstand von 69:69 den alleinigen Platz drei in der Rangliste, nur Julius Jenkins (934) und Rickey Paulding (1073) haben in der Basketball Bundesliga mehr Dreier getroffen.

Die Baskets ließen sich davon nicht beeindrucken und lieferten dem Titelverteidiger auch im vierten Viertel ein spannendes Duell auf Augenhöhe. Alen Pjanic holte die Führung mit seinem dritten Dreier umgehend zurück (72:69, 31. Minute), und auch knapp vier Minuten vor dem Ende war nach einem Mintz-Dreier zum 79:80 noch alles offen.

Bis auf zwei erfolgreiche Freiwürfe von Davion Mintz wollte den Baskets danach aber offensiv nichts mehr gelingen. Die Bayern machten es in der Schlussphase besser, zogen 73 Sekunden vor dem Ende durch einen Dreier von Isiaha Mike vorentscheidend davon (79:85) und brachten ihren Auswärtssieg – passend zum Spielverlauf – anschließend an der Freiwurflinie in trockene Tücher.

Fitness First Würzburg Baskets – FC Bayern München Basketball 81:90
(14:21, 32:16, 20:29, 15:24)

Für Würzburg spielten:
Davion Mintz 18 Punkte/4 Dreier, Alen Pjanic 13/3, Marcus Carr 12/3 (9 Assists), David Muenkat 11, Charles Thompson 10, Brae Ivey 8/1, Christian Skladanowski 7/1, Johnathan Stove 2, Eddy Edigin Jr., Lukas Herzog.

Top-Performer München:
Oscar da Silva 19/1 (7 Rebounds), Andreas Obst 17/2, Nenad Dimitrijevic 16/1 (9 Assists).

Key Stats:
Fouls: Würzburg 29 – München 15
Freiwürfe: Würzburg 7 von 10 – München 25 von 34

Stimmen zum Spiel

Davion Mintz, Fitness First Würzburg Baskets:
„Ich bin sehr enttäuscht davon, wie die Schiedsrichter das Spiel geleitet haben. Natürlich hätten wir in der Verteidigung in der zweiten Halbzeit einige Dinge besser machen können, aber es war eine starke Leistung von uns, wir haben auch physisch dagegen gehalten. Deswegen ist s sehr enttäuschend, mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an die Bayern zum Sieg, aber auch Glückwunsch an meine Mannschaft für eine starke Leistung. Wir haben sehr gut gespielt und vierzig Minuten lang hart gekämpft. Unglücklicherweise haben die Freiwürfe heute den Unterschied ausgemacht. Bayern hatte 34 Freiwürfe, wir hatten nur zehn.Vielen Dank an unsere Fans für die starke Unterstützung.“

Svetislav Pesic, Headcoach FC Bayern München -basketball:
„Das war schon ein Playoff-Spiel und Gratulation an Würzburg, denn sie haben in der ersten Halbzeit exzellent gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir dann aber verstanden, dass man ohne die richtige Defense schon gar nicht in Würzburg gewinnen kann. Die war eine gute Reaktion der Mannschaft in der zweiten Halbzeit.“

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