SCHWEINFURT – Mit der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl am 26.April 1986 ist das angeblich Unmögliche – ein Super-Gau – grausame Realität geworden.
Mehr als 300.000 Menschen verloren ihre Heimat, Tausende wurden verstrahlt, viele starben. Die Folgen sind bis heute spürbar.
Seit vier Jahren hat sich die Situation dramatisch verschärft – AKWs werden in der Ukraine militärisch besetzt.
Der havarierte Reaktor von Tschernobyl liegt mitten im Kriegsgebiet und wurde im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine umkämpft, die Schutzhülle wurde schwer beschädigt. Doch sie kann nicht repariert werden, solange die Kampfhandlungen andauern. Auch das AKW Saporischschja steht im Zentrum des Kriegsgeschehens.
Vor diesem Hintergrund sind die Klagen verschiedener PolitikerInnen über das Aus für die AKWs in Deutschland bzw. deren Atomphantasien und Rufe nach dem Wiedereinstieg in die atomare Stromerzeugung beängstigend und unverantwortlich!
Mahnwache von Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) und der BUND – Kreisgruppe Schweinfurt unter dem Motto „ 40 Jahre Tschernobyl: Atomkraft – nie wieder!“
Sonntag, 26.April 2026
Schweinfurt, Marktplatz
10.30 – 12.00 Uhr
Mit der Mahnwache soll ein deutliches Zeichen gegen Atomkraft und für Erneuerbare Energien gesetzt werden, denn die Risiken der Atomkraft sind zu hoch, nicht zu beherrschen und nicht zu verantworten.
Auch Aspekte der ungeklärten Atommüll-Lagerung, der Strahlenrisiken, des Zusammenhangs von ziviler und militärischer Atom-Energie-Nutzung und Atom-Energie als vermeintlicher „Klimaretter“ werden behandelt.
Paul Winkelmann, Stadtrat aus Gerolzhofen, wird sich mit der Bedeutung der Atomfrage aus Sicht der „jüngeren Generation“ auseinandersetzen.
Hauptredner der Mahnwache ist Professor Dr. Hubert Weiger, langjähriger Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, langjähriger Vorsitzender des BUND in Bayern und Ehrenvorsitzender des BUND.
Er hat Atomkraft stets kritisch hinterfragt und seine Meinung zu dieser Form der Energiegewinnung engagiert vertreten. „ …die Atom-Energie ist per se ethisch nicht vertretbar…“
Musikalische Beiträge von Jörg Wiedersich, Querflöte
Moderation: Babs Günther


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