MAINFRANKEN – Beim Kick-off-Treffen der Initiative „NewSpace Mainfranken“ haben sich am Donnerstag rund 110 Interessierte aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Potenziale der Raumfahrt für den Standort Mainfranken ausgetauscht.
Ziel der neu gegründeten Initiative ist es, die regionalen Kompetenzen rund um Kleinsatellitensysteme und New-Space-Technologien zu bündeln und die Region als wichtigen europäischen Raumfahrtstandort zu etablieren.
Mit der neuen Plattform „NewSpace Mainfranken“ wollen neun Netzwerkpartner aus der Region die vielfältigen Kompetenzen Mainfrankens sichtbar machen, Akteure vernetzen und Kooperationen fördern. „In Mainfranken hat sich ein beeindruckendes Weltraum-Ökosystem mit hohen Kompetenzen in autonomen Kleinsatellitensystemen, spezifischen Studiengängen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, innovativen Start-ups und Industriepartnern entwickelt“, erklärte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lukas Kagerbauer. Initiiert wurde die neue Plattform von der IHK Würzburg-Schweinfurt, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, dem Zentrum für Telematik, dem Fraunhofer EMI, dem Fraunhofer ISC, dem Center for Applied Energy Research, dem TGZ Würzburg sowie der Stadt Würzburg.
Wissenstransfer in die Industrie
Mit der Allianz „NewSpace Mainfranken“ verfolgen Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und IHK das gemeinsame Ziel, die regionalen Kompetenzen rund um Kleinsatellitensysteme und New-Space-Technologien zu bündeln und Mainfranken als wichtigen europäischen Raumfahrtstandort zu etablieren. Die Netzwerkpartner decken dabei gemeinsam die gesamte Wertschöpfungskette vom Satelliten bis zur Anwendung ab und sorgen für einen engen Wissenstransfer in die Industrie. Auf Basis dieser starken industriellen Basis sollen neue Wertschöpfungsketten, Serienfertigungen und Anwendungen entstehen – von Erdbeobachtung über sichere Kommunikation bis hin zu Quantentechnologien. Die IHK Würzburg-Schweinfurt übernimmt dabei eine koordinierende Rolle, stärkt Kooperationen und Start-ups und erhöht die nationale sowie internationale Sichtbarkeit der Region als New-Space-Standort.
„Potenzial der Weltraumregion sichtbar machen“
Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe, vor allem aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik sowie IT. Sie waren eingeladen, die Chancen einer Zusammenarbeit mit der Raumfahrtbranche zu entdecken und neue Anwendungsfelder für ihre Kompetenzen zu erschließen.
IHK-Vizepräsident Dr. Stefan Möhringer zog zum Abschluss ein durchweg positives Fazit: „Wir haben spannende Einblicke in das Raumfahrt-Ökosystem in Mainfranken erhalten. Wir sind froh, mit unserer New-Space-Plattform eine gemeinsame Basis für weitere Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und Start-ups geschaffen zu haben. Im kommenden Jahr wollen wir hierzu zahlreiche Aktivitäten anstoßen, um das großartige Potenzial der Weltraumregion Mainfranken noch sichtbarer zu machen.“ Die Raumfahrt sei längst kein fernes Zukunftsthema mehr, denn sie präge bereits heute zahlreiche Technologien und Anwendungen, die weit über den Weltraum hinausreichen, so Möhringer: „Ob Kommunikationssatelliten, Drohnen, neue Materialien oder digitale Innovationen: Die Raumfahrt eröffnet Chancen für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft.“
Weitere Informationen online unter: www.wuerzburg.ihk.de/wirtschaftsregion/newspace
Auf dem Bild: Vor Ort beim Auftakt „Allianz NewSpace Mainfranken“: (vordere Reihe von links) Prof. Dr. Matthias Bode (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Dr.-Ing. Stefan Möhringer (Vizepräsident IHK Würzburg-Schweinfurt), Caroline Trips (Präsidentin IHK Würzburg-Schweinfurt), Lukas Kagerbauer (stv. Hauptgeschäftsführer IHK Würzburg-Schweinfurt). (Hintere Reihe von links) Dr. Hans-Peter Ebert (Center for Applied Energy Research), Dr. Stephan Busch (Fraunhofer Würzburg), Dr. Victor Trapp (Fraunhofer Würzburg), Ralf Landwehr (Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG), Prof. Dr. Hakan Kayal (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Daniel Salzinger (ESA Business Incubation Centre (BIC) Bavaria), Prof. Dr. Klaus Schilling (Zentrum für Telematik (ZfT) e. V.), Oliver Ruf (S4 – Smart Small Satellite Systems GmbH), Prof. Dr. Hannes Taubenböck (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)). Foto: Marcel Gränz

