Gedenken an den Stolpersteinen: SchülerInnen erinnern am 9. November an die Pogromnacht

Gedenken an den Stolpersteinen: SchülerInnen erinnern am 9. November an die Pogromnacht
Archivfoto: Marcus Meier

MARKTHEIDENFELD – Zum Gedenken an Marktheidenfelder Opfer des Nationalsozialismus werden am Montag, den 9. November um 11 Uhr mehrere örtliche Schulen Blumen an den Stolpersteinen in der Marktheidenfelder Innenstadt niederlegen.

Zudem werden die Messingplatten der Gedenktafeln gereinigt und Informationen zum Lebenslauf der namentlich eingravierten Opfer gegeben.

Die Bürgerinnen und Bürger Marktheidenfelds sind herzlich eingeladen, an dem Gedenken teilzunehmen. Treffpunkt ist in der Obertorstraße.

Bewusst hat die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus“ der Mittelschule, von der die Initiative für das Gedenken ausgeht, den Jahrestag der Pogromnacht am 9. November 1938 gewählt. In dieser Nacht und den darauffolgenden Tagen verfolgten die Nationalsozialisten jüdische Menschen in Deutschland und in Österreich. Zahlreiche Jüdinnen und Juden wurden ermordet, misshandelt oder verschleppt.

Im Gedenken an diese Menschen verlegte der Initiator der Aktion, Gunter Demnig, im März 2022 erstmals zwölf Stolpersteine in Marktheidenfeld. 2023 wurden im Stadtgebiet acht weitere Stolpersteine gesetzt.

Stolpersteine sind ebenerdig in den Boden eingelassene Würfel aus Beton mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern, auf denen jeweils eine quadratische Messingplatte befestigt ist. In die Messingplatte sind der Name und die Lebensdaten des Menschen eingraviert, der an dieser Stelle einst seinen letzten freiwillig gewählten Wohnort hatte.

Auf dem Bild: In Marktheidenfeld wurden 2022 und 2023 mehrere Stolpersteine verlegt. Am 9. November wird der Opfer des Nationalsozialismus ab 11 Uhr vor Ort gedacht.
Archivfoto: Marcus Meier

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