BAD NEUSTADT AN DER SAALE IM LANDKREIS RHÖN-GRABFELD – Am Donnerstagnachmittag täuschten bislang unbekannte Betrüger eine Seniorin mit einer gängigen Masche. Die 89-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit ist dazu gebracht worden, Bargeld und Goldmünzen zu übergeben.
Der Beuteschaden liegt im fünfstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Am Donnerstag in der Zeit von 13.15 Uhr bis 16:45 Uhr rief eine unbekannte Person bei der Seniorin an und erklärte, dass die Tochter der Frau einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei welchem ein Mensch gestorben sei. Sie solle nun Bargeld und Wertgegenstände für eine Kaution zur Verfügung stellen. Im weiteren Verlauf kam ein ebenfalls unbekannter Mann an die Wohnadresse in der St.-Konrad-Straße und nahm das Bargeld sowie die Wertgegenstände an sich. Dieser entfernte sich daraufhin.
Der Unbekannte lässt sich wie folgt beschreiben:
Männlich
Etwa 180 - 190 cm groß
Circa 25 - 35 Jahre alt
Sprach akzentfrei Deutsch
Ein ähnlich gelagerter Fall ereignete sich im Bad Kissinger Ortsteil Garitz ebenfalls am Donnerstag gegen 18:00 Uhr. Hier wurde eine 76-jährige Seniorin, mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit, das Ziel der Betrüger. Diese konnten einen niedrigen fünfstelligen Betrag erbeute. Eine Beschreibung des Täters ist hier nicht möglich.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat als Zentralstelle für das Betrugsphänomen die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.
Zeugen, die verdächtige Personen wahrgenommen haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.
Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern, die ihre Maschen in Variationen immer wieder auch an bekanntes Tagesgeschehen anpassen.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:
„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“
Nach Fall in der Region: Angebliche Handwerker stellen wucherhafte Rechnung – Polizei warnt vor der Masche
HAMMELBURG, LKR. BAD KISSINGEN. Die unterfränkische Polizei nimmt einen Vorfall vom Montag zum Anlass und warnt vor unseriösen und oftmals betrügerischen Handwerkern. Im vorliegenden Fall haben die angeblichen Handwerker Klemptnerarbeiten durchgeführt und anschließend einen mutmaßlich überteuerten Preis gefordert. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet und rät zur Vorsicht.
Am Montag, gegen 17:40 Uhr, hatte eine 52-jährige Deutsche, eine im Internet beauftragte Firma „aus der Region“, wegen einer Rohrverstopfung in ihr Anwesen in der Frobeniusstraße bestellt. Nach circa 15 Minuten Arbeitszeit verlangte der Monteur die Zahlung einer Rechnung von knapp 600 Euro welche die Frau zunächst auch bezahlte.
Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet und bittet Zeugen, sich zu melden, die den Handwerker in der Straße gesehen haben und Hinweise zur Person oder zum benutzten Fahrzeug geben können.
Hinweise nimmt die Polizeistation Hammelburg unter Tel. 09732/906-0 entgegen.
Die Polizei warnt vor den Betrugsmaschen
Unseriöse Handwerkerleistungen werden erfahrungsgemäß auf unterschiedliche Weise angeboten. So gehen immer wieder bei der Polizei Anzeigen über Haustürgeschäfte ein, bei denen Anwohner von den Anbietern regelrecht überrumpelt wurden. Zum Teil wird aber auch mit Zeitungsinseraten oder Prospekteinlagen versucht, einen seriösen Eindruck zu erwecken. Wenn ein Auftrag zustande kommt, werden Arbeiten oft nicht vollständig oder fachgerecht und stattdessen nur mangelhaft durchgeführt. Einige Anbieter verfolgen offenbar das Ziel, mit möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld zu verdienen.
Auch wenn ein strafbares Verhalten nicht zwangsläufig vorliegt, rät die Polizei zur Wachsamkeit bei Angeboten für Reinigungs- oder Reparaturarbeiten auf dem Dach oder im Außenbereich des Grundstücks:
Lassen Sie sich von vermeintlich günstigen Offerten oder aufdringlichen Werbern nicht überrumpeln. Mitunter handelt es sich um unseriöse Angebote und geringwertige Handwerkerleistungen.
Erkundigen Sie sich im Bedarfsfall bereits frühzeitig nach der Seriosität von Handwerkerfirmen. Beraten Sie sich gegebenenfalls mit Nachbarn, Verwandten oder Bekannten.
Verlangen Sie vor der Auftragserteilung einen detaillierten Kostenvoranschlag. Wird dieser verweigert, ist das bereits ein Indiz für die mangelnde Seriosität des Anbieters.
Haben Sie keine Scheu, im Zweifelsfall die Polizei zu verständigen.
Weitere Zeugenaufrufe
Polizeiinspektion Haßfurt
ZEIL AM MAIN, LKR. HASSBERGE. In der Oberen Torstraße kam es am Donnerstagmorgen, gegen 05:40 Uhr, zu einer Spiegelberührung zwischen dem blauen Fiat Fiorino eines 60-jährigen Deutschen und einem bislang noch unbekanntem Kleintransporter. An dem Fiat wurde der linke Außenspiegel beschädigt. Der Kleintransporter entfernte sich von der Unfallstelle.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Haßfurt unter Tel. 09521/927-0 entgegen.
Polizeiinspektion Mellrichstadt
OSTHEIM VOR DER RHÖN, LKR. RHÖN-GRABFELD. Unbekannte haben sich in der Nacht von Donnerstag, 22:35 Uhr, bis Freitag, 05:40 Uhr, gewaltsam Zutritt zu den Büroräumen einer Brauerei in der Ludwig-Jahn-Straße verschafft. Die Täter entkamen mit Bargeld im hohen vierstelligen Bereich.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Mellrichstadt unter Tel. 09776/806-0 entgegen.
Polizeiinspektion Schweinfurt
SCHWEINFURT / STADTGEBIET. In der Georg-Schäfer-Straße wurde am Donnerstag, um 17:45 Uhr, ein geparkter 5er BMW angefahren und beschädigt. Der bislang unbekannte Unfallverursacher, mutmaßlich ein Mercedes, entfernte sich in Richtung Hauptbahnhofstraße. An dem BMW entstand ein Sachschaden am linken Außenspiegel von circa 500 Euro. Der flüchtige Mercedes dürfte einen Unfallschaden an einem Außenspiegel aufweisen.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Schweinfurt unter Tel. 09721/202-0 entgegen.

