Mit Herz, Wissen und Tatkraft für die Gemeinschaft: Ministerpräsident Markus Söder würdigt das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Ute Schulze

Mit Herz, Wissen und Tatkraft für die Gemeinschaft: Ministerpräsident Markus Söder würdigt das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Ute Schulze
Aushändigung der Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder (r) und Ute Schulze, aufgenommen am 30.10.2026 im Atrium des Heimatministeriums in Nürnberg. Foto: Timm Schamberger / Bayerische Staatskanzlei Nutzungshinweis: Diese Terminfotos sind nur zur redaktionellen Verwendung bestimmt. Falls eine andere Verwendung gewünscht wird, kontaktieren Sie bitte pressebild@stk.bayern.de

LANDKREIS HASSBERGE – Eine Ehre besonderer Art wurde Ute Schulze aus Memmelsdorf im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat in Nürnberg zuteil: Aus den Händen von Ministerpräsident Dr. Markus Söder wurde sie mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt“ ausgezeichnet.

Der Feierstunde wohnten auch die stellvertretende Landrätin Birgit Bayer und 2. Bürgermeisterin Marion Häfner bei, die der Ausgezeichneten im Namen des Landkreises Haßberge und der Gemeinde Untermerzbach herzlich gratulierten. „Ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement verdient höchsten Respekt und große Anerkennung. Sie bringen ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für andere Menschen ein und bereichern damit das Leben in der Gemeinde Untermerzbach. Ob Führungen durch die Synagoge, Gedenktage und Veranstaltungen zum jüdischen Leben, Nachmittagsbetreuung im Kindergarten oder die Mitwirkung bei der Neugestaltung des Friedhofes – Ihr Einsatz zeigt, wie unverzichtbar Ehrenamt für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist. Dafür danken wir Ihnen herzlich.“

Ute Schulze erhielt das Ehrenzeichen vor allem als Dank für ihre langjährige Tätigkeit im Träger- und Förderverein Synagoge in Memmelsdorf, in dem sie seit 2002 aktiv ist und sich seit über zehn Jahren auch im Vorstand engagiert. Die Memmelsdorferin ist maßgeblich für die Planung und Durchführung der öffentlichen Führungen durch die Synagoge zuständig. Diese anspruchsvolle Tätigkeit übernimmt sie vollständig ehrenamtlich und in ihrer Freizeit.

Dabei bietet Ute Schulze die Führungen nicht ausschließlich im Voraus und nach Anmeldung an. Als Ortsansässige ist sie auch spontan bereit, Menschen, die bei ihr klingeln, die Türen der Synagoge zu öffnen und ihnen vom jüdischen Leben in Deutschland zu erzählen. Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich. Es zeigt, wie groß ihr Interesse daran ist, Geschichte zu vermitteln und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Diktatur lebendig zu halten.

Auch der außerhalb des Dorfes gelegene jüdische Friedhof ist regelmäßig Bestandteil ihrer Führungen. Ute Schulze koordiniert zudem die weiteren ehrenamtlichen Rundgangsleiterinnen und -leiter sowie die Aufsichten während der regelmäßigen Öffnungszeiten. Ihr umfassendes Wissen hat sie sich unter anderem durch die Teilnahme an entsprechenden Kursen angeeignet. Dadurch gelingt es ihr, historische Inhalte zielgruppengerecht zu vermitteln – von Kindern bis hin zu Seniorinnen und Senioren.

Mit ihrer sachlichen und zugleich herzlichen Art gelingt es ihr, die Besucherinnen und Besucher für die Geschichte und Bedeutung des Ortes zu sensibilisieren und nachhaltig für dieses Thema zu begeistern. Durch ihr Engagement erreicht sie jedes Jahr mehrere hundert Menschen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Herkunft. Damit ist sie zugleich ein prägendes Gesicht des Vereins für die Öffentlichkeit. Die von ihr geleiteten Führungen vermitteln wertvolle Einblicke und geben Gruppen wie Einzelpersonen wichtige Denkanstöße.

Ihr Engagement erstreckt sich ebenso auf die Entwicklung und Verschönerung des Dorfes. Am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ wirkte Ute Schulze tatkräftig mit. Die Gemeinde Untermerzbach wurde 2016 Kreissieger und erhielt 2018 im Bezirksentscheid eine Silbermedaille. Besonders bei der Neugestaltung des Friedhofs Memmelsdorf brachte sie sich ein – nicht nur durch ihre planerische Unterstützung, sondern auch durch ungezählte Arbeitsstunden, in denen sie selbst mit anpackte.

Darüber hinaus war Ute Schulze von 2012 bis 2018, also über zwei Wahlperioden hinweg, im Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde aktiv. Als Ansprechpartnerin für verschiedenste Anliegen hatte sie stets ein offenes Ohr für die Mitglieder der Gemeinde. Über viele Monate engagierte sie sich außerdem bei der Renovierung des Gemeindehauses. Auch bei der Pflege und Gestaltung des Kirchenumfelds legt sie immer wieder selbst Hand an. So kümmert sie sich beispielsweise um das Rosen- und Lavendelbeet vor der Kirche.

Auch im evangelischen Kindergarten ist Ute Schulze engagiert. Seit über 15 Jahren hilft sie dort in der Nachmittagsbetreuung aus. Mit ihrer regelmäßigen Hilfe trägt sie dazu bei, die angespannte Personalsituation zu entlasten. Aktiv ist die Geehrte außerdem im Gesangverein Liederkranz Memmelsdorf. Und auch im Feuerwehrverein ist sie förderndes Mitglied und unterstützt tatkräftig bei Festlichkeiten.

Auf den Fotos:

Ute Schulze erhielt vom Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder das Ehrenzeichen für ihre Verdienste um das Ehrenamt. Foto: Bayerische Staatskanzlei

Zu der besonderen Auszeichnung gratulierten Ute Schulze (Mitte) auch die stellvertretende Landrätin Birgit Bayer (links) und die 2. Bürgermeisterin Marion Häfner.
Foto: Michael Schulze

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