BAD NEUSTADT – Mit einem schichtübergreifenden Warnstreik haben am Donnerstag (5.11.) in Bad Neustadt an der Saale 180 Beschäftigte ein Zeichen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie gesetzt.
Am Warnstreik in der Industriestraße (Brendlorenzen, Bad Neustadt) beteiligten sich Beschäftigte der Betriebe Siemens, Preh, Gardner Denver, BSH, Pia und PrehKeyTec. Sie machten deutlich: Die Beschäftigten erwarten in der Tarifrunde ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber.
Die IG Metall Bayern fordert in der Tarifrunde fünf Prozent höhere Entgelte und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 110 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ein Teil der Erhöhung der Ausbildungsvergütungen kann zur finanziellen Mobilitäts-Unterstützung genutzt werden, etwa für den Erwerb eines Führerscheins. In Krisenunternehmen will die Gewerkschaft tarifliche Regelungen für sichere Zukunft und Beschäftigung in den Betrieben schärfen. Für die Beschäftigten in Boom-Unternehmen erwartet die IG Metall eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Darüber hinaus sollen Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen bessergestellt werden.
„Mit unseren Warnstreiks wollen wir die Arbeitgeber bewegen, mit uns zu einer Verhandlungslösung zu kommen“, betont Jens Knüttel, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt und Hauptredner in Bad Neustadt. „Die Beschäftigten halten die Betriebe Tag für Tag am Laufen. Sie haben Respekt für ihre Leistung verdient. Stabile Entgelte stärken die Kaufkraft, sichere Arbeitsplätze schaffen Vertrauen und Zukunftsperspektiven. Dafür setzen wir uns in dieser Tarifrunde ein.“
Fotos: Franziska Müller/IG Metall Schweinfurt


