LANDKREIS BAD KISSINGEN – Als einer der ersten Landkreise in Unterfranken wurde im Landkreis Bad Kissingen durch den Kreisjugendring 1991 ein „Drogenarbeitskreis“ – später umbenannt in „Arbeitskreis Prävention“, gegründet.
Seither unterstützt der Arbeitskreis Maßnahmen und Projekte im Rahmen der Präventionsarbeit und setzt sich für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ein. Dabei werden die Risiko- und Schutzfaktoren sowie die regionalen Gegebenheiten im Landkreis Bad Kissingen berücksichtigt. Der Arbeitskreis ist unabhängig und offen für alle Fachkräfte. Ziel ist die Förderung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Projekten sowie die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.
Im Rahmen einer kleinen Jubiläumsfeier durfte die Geschäftsführerin des Arbeitskreises Prävention, Rabea Daniel, auch Eva Matthies begrüßen. Sie war 1991 Drogenkontaktlehrkraft und ist eines der Gründungsmitglieder des Arbeitskreises. Gemeinsam warfen ehemalige und aktive Mitglieder einen Blick in die Vergangenheit und ließen die letzten 35 Jahre Revue passieren. Dabei konnten sie auf jede Menge Highlights und Erfolge zurückblicken.
Ein erster Höhepunkt war 1992 eine Theateraufführung zum Thema „Illegale Drogen und andere Süchte“ für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis. Ein weiterer, großer Erfolg war der „LUTSCH-Legal und trotzdem …Wettbewerb“. Dieser wurde von 2004-2020 erfolgreich an Schulen im ganzen Landkreis durchgeführt. Mit der Aktion konnten über 2.300 Schülerinnen und Schüler aus den 8. Klassen erreicht werden. Die Beiträge VON Jugendlichen FÜR Jugendliche wurden teilweise als Werbespot in regionalen Kinos gezeigt. 2015 kam das Thema rund um die sogenannten „Legal Highs“ auf, künstlich hergestellte, psychoaktive Substanzen. Der Arbeitskreis Prävention reagierte darauf unverzüglich mit Informationsveranstaltungen. Teilweise kamen an einer Veranstaltung bis zu 300 Eltern zu diesen Abenden.
Damals wurde deutlich, dass der Dealer nicht mehr im dunklen Hinterhof auf seine Kundschaft trifft, sondern die Drogen nach Bestellung im Internet bequem nach Hause geliefert werden. Weiterhin setzte der Arbeitskreis Prävention auf Plakat- und Postkartenaktionen, organisierte Workshops, Präventionsparcours oder Vortragsangebote. 2024 startete die Jugendsuchtberatung „SafeLane“ unter anderem auf Initiative des Arbeitskreises.
Auch zukünftig wird der Arbeitskreis im Landkreis aktiv seine Ziele verfolgen. Zu erreichen ist er unter der E-Mailadresse jugendschutz@kg.de oder telefonisch unter 0971 801-7013. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage des Arbeitskreises unter: www.arbeitskreis-praevention.de. Zu den Mitgliedern gehören die Kommunale Jugendarbeit, der Kreisjugendring, das Gesundheitsamt und die Jugendhilfe im Strafverfahren des Landkreises. Außerdem die Kissinger Drogenhilfe, die Caritas, die Polizeiinspektionen des Landkreises, die Stadtjugendarbeit Bad Kissingen, Pro Jugend e.V., die Jugendsozialarbeit an Schulen, Lehrkräfte der Mittelschulen Münnerstadt und Bad Kissingen, Schulpsychologen und die GesundheitsregionPLUS des Landkreises Bad Kissingen.
Auf den Fotos: Die Mitglieder des Arbeitskreises Prävention, rund um Geschäftsführerin Rabea Daniel (1. Reihe, links), blicken gemeinsam auf die letzten 35 Jahre zurück. (Foto: Landkreis Bad Kissingen/Lena Graf)


