LENGFURT BEI TRIEFENSTEIN / LOHR AM MAIN UND FRAMMERSBACH IM LANDKREIS MAIN-SPESSART – Nachdem am Donnerstag betrügerische „Spendensammler“ auf Supermarktparkplätzen in der Region aufgetreten sind, erfolgte am Nachmittag die Festnahme von vier Tatverdächtigen. Die Polizei warnt vor der Masche.
Tat in Lengfurt
Am Donnerstagnachmittag sind die vorgeblich taubstummen Betrüger mit Klemmbrettern und falschen Spendenlisten gegen 13.50 Uhr, auf einen Mann zugegangen, der sich in der Homburger Straße auf dem Parkplatz eines Supermarktes befand. Ein Täter bat um eine Spende für eine angebliche Hilfsorganisation, für „Behinderte und Taubstumme“. Der hilfsbereite Mann wollte in der Folge fünf Euro übergeben. Die Täter brachten den Mann letztlich dazu das Geld auf einem Bezahlterminal, ähnlich eines Handys vor Ort zu überweisen. Geschickt verdeckten die Täter hierbei das Display und erlangten so eine Überweisung von 1.405 Euro. Wenig später schöpfte der 69-jährige Deutsche Verdacht, prüfte die Überweisung nach und informierte die Polizei.
Mitteilung über Auftreten in Lohr und Frammersbach – Festnahme
Nur wenig später, gegen 14.30 Uhr, gingen weitere Mitteilungen aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger über die verdächtigen Spendensammler ein. Demnach waren zwei vorgeblich taubstumme Frauen rund 30 Minuten zuvor (14.00 Uhr) auf dem Parkplatz eines Discounters in Lohr gesehen worden. Auch auf Parkplätzen eines Supermarktes und eines Discounters in Frammersbach waren die mutmaßlichen Betrüger gesichtet worden.
Streifen der Polizei Lohr sowie der Polizei Marktheidenfeld fahndeten in den Bereichen und konnten wenig später zwei Fahrzeuge mit bulgarischer und französischer Zulassung in Frammersbach einer Kontrolle unterziehen. Die vier Insassen, zwei Frauen und zwei Männer konnten dem Geschehen zugeordnet und unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen werden. Es handelte sich um rumänische Staatsangehörige im Alter von 21 – 25 Jahren.
Im Fahrzeug selbst stellten die Beamten diverse Spendenlisten, Klemmbretter und Handys sicher. Nach dem Transport auf die Dienststelle wurden die Tatverdächtigen einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen. Nach Abschluss der erfolgten polizeilichen Maßnahmen und dem Hinterlegen einer Sicherheitsleistung wurden die Tatverdächtigen am Folgetag wieder entlassen. Sie erwartet nun ein entsprechendes Strafverfahren wegen des Verdachts des Betruges.
Weiterhin Geschädigte gesucht
Im Zuge der laufenden Ermittlungen, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt werden, sucht die Polizei nach möglichen weiteren Geschädigten, die Personen aufgrund der gleichen Vorgehensweise im guten Glauben Geld übergeben haben.
Wer als Geschädigter der falschen Spendensammler infrage kommt oder sonst Sachdienliches mitteilen kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 09391/9841-0 mit der Polizeiinspektion Marktheidenfeld in Verbindung zu setzen.
Tipps gegen Spendenbetrug:
Beim Spenden gilt auch, was in vielen Lebensbereichen richtig ist: Übergeben Sie Geld nie an unbekannte Personen. Setzen Sie beim Spenden auf Einrichtungen und Projekte, die Sie persönlich kennen. Informieren Sie sich im Zweifel in Ruhe und mit Bedacht über die Organisation, die Sie unterstützen möchten.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - weder beim Spenden noch in anderen Situationen. Sie müssen forsches oder gar bedrohliches Verhalten, z.B. durch Spendensammler nicht tolerieren. Informieren Sie bei aggressivem Vorgehen die Polizei unter der Notrufnummer 110.
Besonders emotionale Appelle und angstmachende Botschaften seitens der Spendeneintreiber sollten misstrauisch machen. Solches Verhalten ist typisch für unseriöse Organisationen und auch Betrüger.
Wenn Sie auf ein verdächtiges Geschehen aufmerksam werden, zögern Sie nicht und informieren Ihre Polizei unter der Notrufnummer 110!
Weitere Zeugenaufrufe
Polizeiinspektion Obernburg am Main
KLEINWALLSTADT, LKR. MILTENBERG. Freitagmorgen, zwischen 07.00 Uhr und 07.45 Uhr, wurde ein Mercedes Vito beschädigt. Das Fahrzeug war in der Hauptstraße am Fahrbahnrand abgestellt und weist nun einen Unfallschaden im Frontbereich auf.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Obernburg a. Main unter Tel. 06022/629-0 entgegen.
Polizeiinspektion Karlstadt
ZELLINGEN, OT RETZBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Am Samstag, zwischen 14.40 Uhr und 16.20 Uhr, hat ein Unbekannter einen E-Scooter der Marke Ninebot entwendet. Der Roller war mit einem Schloss am Fahrradabstellplatz des Bahnhofs angekettet.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Karlstadt unter Tel. 09353/9741-0 entgegen.

