KÖNIGSBERG – Mit einem Warnstreik haben am Montag in Königsberg in Bayern rund 300 Beschäftigte Druck gemacht für höhere Entgelte und Ausbildungsvergütungen in der laufenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie.
Beim Demo-Zug und der anschließenden Kundgebung der IG Metall beteiligten sich Beschäftigte der Betriebe Fränkische Rohrwerke, Fränkische Industrial Pipes, Bosch Rexroth Augsfeld und Elso Hofheim. Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, und Oliver Hömerlein, Ortsvorstand der IG Metall Schweinfurt sowie Betriebsratsvorsitzender Fränkische Rohrwerke.
Die IG Metall Bayern fordert in der Tarifrunde fünf Prozent höhere Entgelte und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 110 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ein Teil der Erhöhung der Ausbildungsvergütungen kann zur finanziellen Mobilitätsunterstützung genutzt werden, etwa für den Erwerb eines Führerscheins. In Krisenunternehmen will die Gewerkschaft tarifliche Regelungen für sichere Zukunft und Beschäftigung in den Betrieben schärfen. Für die Beschäftigten in Boom-Unternehmen erwartet die IG Metall eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Darüber hinaus sollen Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen bessergestellt werden.
Thomas Höhn, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, betont: „Diese Tarifrunde findet unter insgesamt schwierigen Bedingungen statt. Aber auch die Menschen in diesem Land müssen die immer weiter steigenden Kosten irgendwie stemmen können. Das funktioniert nicht, wenn die Löhne hinter der Preisentwicklung zurückbleiben und damit real an Wert verlieren. Uns geht es deshalb um die Stabilisierung der Einkommen – und damit auch um Verantwortung für unser Land.“
Fotocredit: Jens Knüttel/IG Metall Schweinfurt


