Starke erste Halbzeit der Fitness First Würzburg Baskets beim 96:72-Sieg in Braunschweig

Starke erste Halbzeit der Fitness First Würzburg Baskets beim 96:72-Sieg in Braunschweig
Fotocredit: studiozudem.de / Viktor Meshko

BRAUNSCHWEIG / WÜRZBURG – Die Fitness First Würzburg Baskets haben nach zuletzt vier Heimsiegen in Folge auswärts nachgelegt: Am 7. Spieltag der easyCredit BBL gewannen sie bei den Basketball Löwen Braunschweig mit 96:72.

Die Vorentscheidung fiel vor 3.004 Zuschauenden in der Volkswagen Halle bereits in der ersten Halbzeit, in der die Baskets Braunschweig zu 15 Ballverlusten zwangen und im Angriff aus allen Lagen trafen. Nach dem ersten Viertel lagen sie nach einem 16:0-Lauf mit zehn Punkten vorn. Mit einem weiteren 17:0-Lauf im zweiten Abschnitt erhöhten sie die Führung bis zum Seitenwechsel auf 28 Zähler (30:58).

Nach der Pause war es live bei Dyn ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, sodass sich am Abstand bis zum Schluss nur wenig änderte. Bester Punktesammler der Partie war Sam Griffin mit 19 Punkten. Auf Würzburger Seite trafen außerdem Max Jones (16), Calvin Wishart (12) und Brandon Tischler (12) zweistellig. „Wir haben gut verteidigt und waren sehr fokussiert auf den Gameplan, den unser Coach für uns hatte“, sagte Sam Griffin nach dem Spiel.

Weiter geht es für die Fitness First Baskets bereits am Montagabend mit dem nächsten Heimspiel im FIBA Europe Cup gegen Tartu Ulikool Maks + Moorits aus Estland. Sprungball in der tectake Arena ist um 19 Uhr, Tickets aller Kategorien gibt es im Onlineshop. In der easyCredit BBL wartet auf die Baskets dann am kommenden Sonntag (8. November/18 Uhr) das mit Spannung erwartete Heimspiel gegen den FC Bayern München Basketball.

Beide Teams starteten nervös ins Spiel und leisteten sich in der Anfangsphase einige Ballverluste. Braunschweig traf durch Spielmacher Devin Askew den ersten Dreier der Partie zum Zwischenstand von 7:4 in der dritten Minute. Kurze Zeit später waren nach einem Dunk des Ex-Löwen Brandon Tischler und einem Dreier von Sam Griffin zum 7:9 auch die Baskets im Spiel angekommen. Es war der Auftakt zu einem 16:0-Lauf, mit dem sich die Gäste innerhalb von vier Minuten zum ersten Mal zweistellig absetzen konnten (7:20, 7. Minute).

Die Heimmannschaft hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Ballverluste auf dem Konto und außerdem mit einer schwachen Trefferquote von der Dreierlinie zu kämpfen (2 von 12 in der ersten Halbzeit). Den zweiten traf Askew mit ablaufender Uhr des ersten Viertels fast von der Mittellinie zum Stand von 19:29.

Auf Würzburger Seite hatten Calvin Wishart und Max Jones nach dem ersten Abschnitt jeweils sieben Punkte auf dem Konto, eine Spielminute später waren es zehn: Erst Jones, dann Wishart trafen in der 11. Minute von draußen zum Zwischenstand von 16:35. Löwen-Headcoach Ramón Díaz nahm bereits nach 36 Sekunden des zweiten Viertels eine Auszeit.

Die nächsten vier Punkte gingen dann zwar auf das Konto der Gastgeber (23:35), in den folgenden fünf Minuten sorgten die Baskets aber mit einem 17:0-Lauf für die Vorentscheidung. Brandon Tischler erzielte in dieser Phase acht Punkte, unter anderem mit einem 360-Grad-Dunking nach einem Ballgewinn von Charles Thompson.

Der Vorsprung wuchs damit schon bis zur 17. Minute auf fast 30 Punkte (23:52). Braunschweig traf im zweiten Viertel nur zwei Korbleger und holte sich die übrigen sieben Punkte an der Freiwurflinie, beim Spielstand von 30:58 ging es in die Kabinen. „Das Wichtigste ist jetzt, noch einmal zwanzig Minuten unseren Fokus zu behalten“, sagte Baskets-Headcoach Saša Filipovski im Halbzeitinterview.

Seine Spieler hielten sich daran. Zwar kam Braunschweig nach der Pause offensiv besser ins Spiel, kleiner als 24 Zähler wurde der Abstand in der zweiten Halbzeit aber nicht. Die Baskets hatten immer eine Antwort auf erfolgreiche Aktionen der Löwen, starteten mit drei Dreiern des starken Sam Griffin in die zweite Halbzeit und konnten den Vorsprung damit auf 33 Punkte erhöhen (34:67, 23. Minute).

Griffin und Co. hatten bis dahin neun ihrer 15 Dreierversuche getroffen (60 Prozent). Es folgte ein 13:4-Lauf der Gäste (47:71), der Saša Filipovski zu zwei Auszeiten veranlasste. Danach ging die Würzburger Dreierquote nach unten, der Abstand durch konzentrierte Verteidigung und gute Abschlüsse in der Zone aber wieder nach oben. Beim Spielstand von 52:79 ging es ins letzte Viertel und die Baskets standen vorzeitig als Sieger fest.

Saša Filipovski schickte in der 32. Minute Leo Saffer und Marko Petric aufs Parkett, auch Lukas Herzog bekam deutlich mehr Spielzeit als gewohnt. In der 39. Minute betrug der Abstand nach zwei Herzog-Freiwürfen wieder 30 Punkte (64:94). Nach zwei Dreiern von Ferdinand Zylka und Tajh Green für Braunschweig endete das Spiel 74 Sekunden später mit 72:96.

Stimmen zum Spiel

Sam Griffin, Fitness First Würzburg Baskets:
„Wir haben gut verteidigt und waren sehr fokussiert auf den Gameplan, den unser Coach für uns hatte. Es ist immer unser Ziel als Team, hart in der Verteidigung zu arbeiten.“

Saša Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„„Glückwunsch an meine Spieler für diesen Sieg. Sie arbeiten sehr hart, und es ist für sie nicht einfach mit mir, weil ich viel von ihnen verlange. Wir hatten auswärts einige schwierige Spiele und Niederlagen. Aber auch diese Situationen braucht man, um daraus zu lernen und daran zu wachsen. Das haben wir getan, deswegen freue ich mich für meine Spieler. Wir haben eine gute Teamchemie und die Jungs spielen echten Teambasketball. Es war eine gute Atmosphäre in der Halle, ich komme immer gerne nach Braunschweig. Was unserem Gegner heute passiert ist, haben wir bei unserer Niederlage in Rostock auch schon erlebt. So etwas gehört zu einer Basketball-Saison dazu. Wir müssen weiterarbeiten und an uns glauben, gleichzeitig aber auch die Saison und die Spiele genießen.“

Ramón Díaz, Headcoach Basketball Löwen Braunschweig:
„Das Spiel war hart, aber ich übernehme zu 100 Prozent die Verantwortung dafür. Vor drei oder vier Wochen waren wir nicht die Besten, und jetzt sind wir auch nicht die Schlechtesten. Aber wir müssen einen Weg finden, deutlich besser zu spielen. Das ist meine Aufgabe. Ich muss mich verbessern, aber auch die Spieler müssen besser agieren. Gerade jetzt ist es jedoch wichtig, dass ich für sie da bin und sie unterstütze. Was das Spiel betrifft, waren die Ballverluste der entscheidende Faktor. Wir haben den Ball zunächst gut laufen lassen und versucht, den richtigen Wurf zu finden. Aber wir hatten in der ersten Halbzeit bereits 15 Ballverluste, aus denen der Gegner 25 Punkte erzielt hat. So ist es unmöglich, ein Spiel zu gewinnen. Hinzukommend haben wir viele offene Würfe nicht getroffen und dann haben wir in einigen Momenten des Spiels zu soft agiert. Gerade das können wir uns auf diesem Niveau nicht erlauben. Das Einzige, was wir wirklich kontrollieren können, ist unser Niveau in der Verteidigung konstant hochzuhalten. Leider waren in einigen Phasen defensiv nicht konzentriert genug und das hat uns das Genick gebrochen.“

Basketball Löwen Braunschweig – Fitness First Würzburg Baskets 72:96
(19:29, 11:29, 22:21, 20:17)

Für Würzburg spielten:
Sam Griffin 19 Punkte/5 Dreier, Max Jones 16/2, Calvin Wishart 12/2 (6 Assists), Brandon Tischler 12, Marvin Ogunsipe 8, Lukas Herzog 7/1, Leo Saffer 6, Charles Thompson 6, Eddie Colbert 4 (6 Rebounds), Kenny Dye 4, Alen Pjanic 2, Marko Petric

Top-Performer Braunschweig:
Tajh Green 13/1, Devon Askew 12/2, Ferdinand Zylka 11/1,

Key Stats:
Ballverluste: Würzburg 17 – Braunschweig 25
Dreierquote erste Halbzeit: Würzburg 50 Prozent – Braunschweig 13 Prozent
Punkte in der Zone: Würzburg 48 – Braunschweig 34

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