WÜRZBURG – Ständige Erreichbarkeit gehört für viele Menschen zum Alltag, kann jedoch Stress verursachen und die Erholung beeinträchtigen.
Dr. Andreas Petko, Sport- und Gesundheitswissenschaftler an der Universität Würzburg, sowie die Stadt und der Landkreis Würzburg machen deshalb auf die möglichen Belastungen durch häufige digitale Unterbrechungen aufmerksam und geben Tipps für einen bewussteren Umgang mit Smartphone, E-Mails und Social Media. Wer sich durch die permanente Erreichbarkeit belastet fühlt, findet im Hilfekompass der Region unter www.hilfekompass.wuerzburg.de passende Unterstützung. Der digitale Beratungsnavigator bündelt regionale Hilfs- und Beratungsangebote und ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Anlaufstellen, unter anderem bei Stress und psychischen Belastungen oder auch problematischer Mediennutzung.
Bewusste Auszeiten können entlasten
Eine kurze Nachricht hier, eine E-Mail dort: Was zunächst harmlos erscheint, kann sich über den Tag hinweg summieren. Häufige Unterbrechungen erschweren die Konzentration und können das Stressempfinden erhöhen. Besonders wichtig ist deshalb, auch nach der Arbeit oder anderen Verpflichtungen gedanklich abschalten zu können. „Schon kleine Veränderungen können helfen, die eigene Erreichbarkeit bewusster zu gestalten“, so Dr. Andreas Petko. Dazu gehören beispielsweise das Deaktivieren unnötiger Push-Benachrichtigungen, feste Zeiten zum Lesen von Nachrichten und E-Mails sowie bewusst eingeplante smartphonefreie Phasen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Bildschirmzeit, sondern vor allem, wie sich die Nutzung auf das persönliche Wohlbefinden und die Erholung auswirkt.
Wie verbreitet das Gefühl permanenter Erreichbarkeit inzwischen ist, zeigt eine repräsentative Befragung der IU Internationalen Hochschule aus diesem Jahr. Demnach schauen 81 Prozent der Befragten mindestens ein- bis zweimal pro Stunde auf ein digitales Gerät, selbst wenn keine Benachrichtigung eingegangen ist. 44 Prozent beschreiben ihren Kopf als dauerhaft auf Stand-by, während sich 56 Prozent wünschen, häufiger offline zu sein.
Weitere Informationen zum Thema sowie praktische Tipps für einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien bietet der Blogbeitrag „Ständig erreichbar: Warum unser Kopf Pausen von Nachrichten, Mails und Social Media braucht“ von Dr. Andreas Petko im Hilfekompass. Dieser ist unter folgendem Link abrufbar: hilfekompass.wuerzburg.de/wissenswertes
Auf dem Bild: Dr. Andreas Petko von der Universität Würzburg und der Hilfekompass der Region Würzburg sensibilisieren für Stress durch digitale Medien. Foto: 3WM GmbH

