WÜRZBURG – Wie funktioniert eine Wiederbelebung und wie wird ein Defibrillator richtig eingesetzt? Beim „Tag der Reanimation“ am 16. Oktober auf dem Oberen Markt konnten Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Maßnahmen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kennenlernen und praktisch üben.
Die gemeinsame Aktion der Würzburger Hilfsorganisationen stieß auf großes Interesse und zeigte, wie wichtig es ist, Menschen für die Erste Hilfe zu sensibilisieren und ihnen Sicherheit für den Ernstfall zu vermitteln.
An der Aktion beteiligten sich die Berufsfeuerwehr Würzburg, die Freiwilligen Feuerwehren Versbach und Lengfeld, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Wasserwacht, die Malteser, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Johanniter-Unfall-Hilfe und das RKT. Unterstützt wurden sie von Disponenten der Integrierten Leitstelle sowie einer Notärztin des Klinikums Würzburg Mitte. Insgesamt waren 26 Angehörige der beteiligten Organisationen mit zwölf Reanimationspuppen vor Ort. Besucherinnen und Besucher aller Generationen nutzten die Gelegenheit, die Herzdruckmassage zu üben und den Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED) kennenzulernen.
50 Personen per Telefon durch die Reanimation geführt
Gerade Menschen, die sich zunächst unsicher fühlten, konnten unter fachkundiger Anleitung selbst aktiv werden und Hemmungen abbauen. Ein besonderer Erfolg war die praktische Telefonreanimation: Rund 50 Teilnehmende setzten einen Notruf über die 112 ab und wurden von Mitarbeitenden der Integrierten Leitstelle Schritt für Schritt durch die Wiederbelebungsmaßnahmen geführt. Dadurch konnten die Teilnehmenden den Ablauf eines Notfalls realitätsnah erleben und erfahren, wie die Leitstelle sie auch in einer Ausnahmesituation unterstützt.
Zusätzlich warben die beteiligten Organisationen für eine Registrierung bei der Ersthelfer-App „Team Bayern-Lebensretter“. Ziel ist es, das Netzwerk qualifizierter Ersthelfender weiter auszubauen. Jede zusätzliche Registrierung kann dazu beitragen, im Notfall schneller Hilfe vor Ort zu bringen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.
Die Bilanz der Veranstaltung fällt positiv aus: Die rege Beteiligung, die zahlreichen Fragen und die rund 50 durchgeführten Telefonreanimationen machten deutlich, dass das Angebot die Menschen erreichte und ihnen einen konkreten Einblick in lebensrettende Maßnahmen ermöglichte. Besonders wichtig war dabei, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die Bürgerinnen und Bürger selbst üben zu lassen und ihnen die Angst vor Fehlern zu nehmen.
Das gemeinsame Fazit der beteiligten Organisationen lautet: „Jeder kann helfen. Im Notfall gilt es, die 112 zu wählen und mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Denn schnelles Handeln kann Leben retten.“
Auf den Bildern:
26 Angehörige von Würzburger Hilfsorganisationen beteiligten sich am praxisnahen „Tag der Reanimation“, an dem auf dem Marktplatz Wiederbelebungsmaßnahmen unter Anleitung geübt werden konnten. In der Mitte ein „freiwilliger Reanimationspatient“.
Bürgerinnen und Bürger übten an dem Tag die Reanimation, 50 Personen ließen sich von der Integrierten Leitstelle am Telefon durch die Wiederbelebung führen. Leitender Brandschutzdirektor Harald Rehmann (re.) beobachtet hier den Ablauf.
Fotos: Mark Berninger


