40 Jahre Verkehrsüberwachung in Würzburg: Rund um die Uhr im Einsatz, nicht nur rund um die Parkuhr

40 Jahre Verkehrsüberwachung in Würzburg: Rund um die Uhr im Einsatz, nicht nur rund um die Parkuhr
Foto: Georg Wagenbrenner

WÜRZBURG – Oberbürgermeister Martin Heilig würdigte bei der Feierstunde „40 Jahre Verkehrsüberwachung“ im Ratssaal insbesondere auch die rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst.

„In Ihrem unverwechselbaren Outfit sind sie klar als Repräsentanten der Stadt Würzburg erkennbar. Sie sind unser sichtbarstes Gesicht auf den Straßen! Mit Ihrem Auftreten prägen Sie maßgeblich das Bild einer handlungsfähigen, modernen und nahbaren Kommune. Dass Verkehrsüberwachung und Kommunaler Ordnungsdienst zu den bekanntesten Dienststellen unseres Hauses gehören, liegt an diesem intensiven Bürgerkontakt – bei Wind und Wetter. Bei Tag und bei Nacht!“, so der OB

Kommunalreferent Wolfgang Kleiner ging auf die vielen technischen und organisatorischen Veränderungen seit der Einführung des damaligen Verkehrsüberwachungsdienstes ein. Immer neue Aufgaben gingen auf das insgesamt 60-köpfige Team über, das nicht nur Falschparker verwarnt, sondern beispielsweise auch in den Corona-Jahren eine wichtige Aufgabe bei der Umsetzung kommunaler Vorgaben und Satzungen übernommen hätte.

Die ganze Blaulichtfamilie war zum runden Geburtstag gekommen und betonte die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Leitende Polizeidirektor Uwe Sauer beobachtet ebenfalls einen deutlich gewachsenen Verantwortungsbereich gegenüber den Anfangsjahren und sieht die Verkehrsüberwachung wie den KOD als verlässlichen Partner mit dem man auch bezüglich mancher Vorurteile und Reaktionen oft im gleichen Boot sitze: „Manchmal ist ein Verstoß einfach ein Verstoß!“ Und das Verwarnen eines solchen eben keine behördliche Willkür oder eine persönliche Sache. Es brauche immer mehr Fingerspitzengefühl, Geduld und eine gute Ausbildung um deeskalierend auf ein Einhalten der Regeln zu pochen. Regeln würden oft nur solange als sinnvoll erachtet werden, solange sie für alle anderen gelten. Eine Beobachtung, die sich nicht nur auf den ruhenden oder fließenden Verkehr beschränken dürfte, sondern auch auf freilaufende Hunde, achtlos entsorgte Zigaretten oder Ruhestörungen in Parkanlagen oder Wohngebieten, um die gewachsene Aufgabenpalette des KOD einmal anzudeuten.

Auch Heilig hatte betont, dass „Knöllchen an Windschutzscheiben natürlich im Regelfall keine Begeisterungsstürme auslösen“, man aber den Blick fürs große Ganze nicht verlieren dürfe. Es gehe um die Funktionsfähigkeit unserer Stadt, freie Rettungswege, Sichtachsen und um den Schutz der Schwächsten im Straßenverkehr. Auch wenn Innovationen wie etwa die drei stationären Geschwindigkeitsmessanlagen an der Nordtangente, am Südbahnhof oder an der Konrad-Adenauer-Brücke 2023 oder mobile Messanlagen hohe Einnahmen generieren, die dem kommunalen Haushalt zu Gute kommen, freue man sich primär über seit Jahren stagnierende oder rückläufige Zahlen bei den Verstößen oder entschärfte Unfallschwerpunkte und misst an diesen Statistiken und einer verbesserten Sicherheitslage den Erfolg der täglichen Arbeit.

Wie auch Rainer Mader für die Verkehrswacht Würzburg betonte, beginne Verkehrssicherheit mit gezielter Präventionsarbeit, Aufklärung und Sensibilisierung in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, mit Verkehrsverbänden, mit Schulen und Kindergärten. Auch hierfür stehen die Kolleginnen und Kollegen stets mit Rat und Tat zur Verfügung. Dr. Uwe Zimmermann, der Leiter der Allgemeinen Bürgerdienste, betonte beim Festakt an dem sich noch ein gemeinsames Essen des Teams anschloss, dass er auf seine uniformierten und nicht uniformierten Kolleginnen und Kollegen sehr stolz sei, weil sie in den letzten Jahren viele Veränderungen mitgestaltet hätten . Eine weitere Veränderung kündigt sich bereits an: 2027 sollen die heute noch getrennten Bereiche in der Veitshöchheimer Straße wieder unter einem Dach zusammengeführt werden.

Auf dem Bild: Eine Institution in der Würzburger Sicherheitsarchitektur: Die Verkehrsüberwachung feiert im Ratssaal das 40-jährige Bestehen und zu den Gratulanten zählen viele Mitglieder des Stadtrats sowie die gesamte Blaulichtfamilie. Foto: Georg Wagenbrenner

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