OBERWERRN – Kommenden Sonntagnachmittag, 25.10., ist es soweit: Mit Sebastian Walz tritt der Torwarttrainer und Ersatzkeeper des FV Egenhausen auswärts in seinem Heimatort an: In Oberwerrn.
Es ist ein Duell zweier Tabellennachbarn, die beide nicht in die Abstiegsregion abrutschen möchten. Nach einem recht ordentlichen Saisonstart mit zwischenzeitlich mal drei Siegen in Folge verlor Egenhausen vor dem Gastspiel von Aufstiegsanwärter FC Arnstein drei Mal nacheinander und unterlag auch dem starken Aufsteiger daheim mit 1:5. Neuling FV Nieder-/Oberwerrn wartet nunmehr seit sechs Partien auf den fünften Saisonsieg. Vergangenen Sonntag gastierte man bei Tabellenführer FC Röthlein/ Schwebheim und verlor ebenfalls mit 1:5..
Sebastian Walz stand diese Saison schon zwei Mal im Tor, absolvierte letzte Spielzeit drei Partien und war 2024/25 sogar noch Stammkeeper von Egenhausen.
Der 41 Jahre alte Walz stand vor der Partie für neun Fragen zur Verfügung.
Sebastian, gab´s das schon mal, dass Du auf Deinen Heimatverein getroffen bist? Und wenn ja: Wie ging´s aus?
Sebastian Walz: Punktspiele nicht, einmal bei einem Turnier in Kützberg. Dabei gewannen wir per Elfmeterschießen. Ein zweites Mal in der Vorbereitung daheim, an das Ergebnis kann ich mich leider nicht mehr erinnern.
Mit welchen Gefühlen gehst Du in diese Partie?
Sebastian Walz: Zuallererst freue ich mich am Sonntag wieder mal nach Oberwerrn zurückzukehren. Freue mich, bekannte Gesichter zu sehen wie Holger Bausenwein, der mein Trainer war, als wir 2023 mit den Senioren Bezirksligameister wurden. Mein Kumpel Alex mit seinen Zwillingen wird sicherlich auch da sein.
Bezüglich der Partie – nervös bin ich in meinem Alter nicht mehr. Wir werden unsere Mannschaft gut einstellen. Wenn jeder 100 Prozent gibt, werden wir gewinnen, ansonsten wird es schwer werden.
Kannst Du Stärken und Schwächen der Niederwerrner und Oberwerrner einschätzen?
Sebastian Walz: Sie haben mit Vladi Slintchenko einen bomben Trainer. Die werden uns mit Sicherheit anlaufen. Haben mit Ulle Nicklaus, früher Scheidel, im Mittelfeld den Taktgeber und im Sturm mit Marcel Hartmann einen effektiven Stürmer mit einem guten Schuss. Bei Eckbällen müssen wir auf Hannes Zeißner aufpassen, der schleicht sich von hinten an.
Du bist jetzt im vierten Jahr in Egenhausen, was durchaus schon eine lange Zeit ist. Wird´s dort für Dich nach der Saison weiter gehen?
Sebastian Walz: Die Gespräche beginnen gerade erst. Vier Jahre – da scheint es ja mir zu gefallen :-). Habe mir noch keine Gedanken gemacht, ob ich mir mal eine neue Herausforderung suche.
Diese Saison stand´s Du schon wieder zwei Mal zum Saisonstart im Kasten. Beim 0:3 gegen Strammheim und beim 4:4 in Gauaschach. Mutmaßlich keine Spiele, nach denen du zufrieden warst, oder?
Sebastian Walz: Die Stammheimer liegen uns nicht so. Die haben uns überrollt und verdient gewonnen. Gegen Gauaschach war es das erste Saisonspiel, da haben wir jeweils den Rückstand aufgeholt.
Nicolas Kraus stand in Dittelbrunn beim 3:3 und beim 6:2 gegen Unterspiesheim im Kasten. Wer von Euch beiden ist der eigentliche zweite Mann? Oder ist das eigentlich Timo Breitenbach, der gegen Arnstein im Kasten stand?
Sebastian Walz: Nicolas ist unsere Nummer 2. Die beiden Spiele heuer von mir stand ich im Tor, weil keiner da war. Ich bin eh sonntags immer dabei und wenn kein Ersatztorwart da ist, setze ich mich gerne für die Mannschaft auf die Bank.
Warum fehlte damals Louis Martian? Und kann er für lange Zeit Egenhausens Nummer eins sein? Oder wird das Timo Breitenbach?
Sebastian Walz: Louis studiert in München und kann deswegen nicht immer spielen. Wenn er da ist, ist er unsere Nummer 1. Timo ist da, wenn wir ihn brauchen.
Nochmal der Blick auf Sonntag und Oberwerrn: Wäre ein Unentschieden schon ein ordentliches Resultat für Euch? Ihr reist als Neunter zum Zehnten, würdet in diesem Fall weiter vor dem Gegner stehen…
Sebastian Walz: Nein, damit wäre ich nicht zufrieden. In unserer Situation brauchen wir die drei Punkte.
Und hinterher gibt´s auf alle Fälle ein paar Göller-Biere und eine typische georgische Speise im Sportheim?
Sebastian Walz: Biere ja, das georgische Essen ist wahrscheinlich nicht unser Fall…
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