Investition in die Zukunft: Leopoldina-Krankenhaus plant neues Praxisgebäude und stärkt Kooperationen

Investition in die Zukunft: Leopoldina-Krankenhaus plant neues Praxisgebäude und stärkt Kooperationen

SCHWEINFURT – Das Leopoldina-Krankenhaus investiert in die Weiterentwicklung des Gesundheitscampus Leopoldina und verstärkt seine Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken und dem Dialysezentrum Schweinfurt.

„Unser Ziel ist es, die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung weiter auszubauen und zukunftsfähig zu gestalten. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir unsere bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken im Bereich der psychiatrischen Versorgung und mit dem Dialysezentrum Schweinfurt in der nephrologischen Behandlung weiter vertiefen“, erklärt Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter.

Ein zentrales Anliegen aller Beteiligten ist es dabei, die medizinische Infrastruktur kontinuierlich weiterzuentwickeln und bedarfsorientiert auszubauen.

Dafür plant das Krankenhaus derzeit die Errichtung eines Praxisgebäudes am bestehenden Klinikstandort. Der Neubau soll am nordöstlichen Rand des Klinikgeländes in der Gustav-Adolf-Straße entstehen. Das dort aktuell bestehende Gebäude – eine ehemalige MRT-Praxis – wird hierfür zurückgebaut. Für das Gesamtprojekt rechnet das Krankenhaus mit einem Investitionsvolumen von rund 18 Millionen Euro. Nach aktueller Planung soll das Projekt im Frühjahr 2027 starten, die Fertigstellung ist für Mitte 2029 vorgesehen. Der Leopoldina-Aufsichtsrat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, der Bauantrag wird in Kürze eingereicht.

Die Nephrologie ist ein wichtiger Baustein im Leistungsspektrum des Schwerpunktversorgers. Die entsprechende Fachexpertise stellt bislang das Dialysezentrum Schweinfurt durch Konsiliarleistungen sowie mit PD Dr. med. Susanne Schwedler und Dr. med. Joachim Harlos als Belegärzten sicher.
In der künftigen Zusammenarbeit wird ein nephrologischer Facharzt des Dialysezentrums zeitanteilig direkt im Krankenhaus mitwirken – sowohl fachärztlich beratend als auch im Rahmen teilstationärer Dialysen. Voraussichtlich ab Mai 2029 sollen Dialyseleistungen zudem in dem neu errichteten Praxisgebäude auf dem Klinikgelände erbracht werden.
„Mit der Intensivierung unserer Zusammenarbeit sichern wir die nephrologische Versorgung ambulant wie stationär in der Stadt Schweinfurt sowie in der Region Main-Rhön langfristig. Das Gesamtkonzept schafft darüber hinaus alle Voraussetzungen zur Ausbildung nephrologischer Fachärzte und trägt somit auch in diesem Punkt zur Stärkung des Medizinstandortes Schweinfurt bei“, erklären PD Dr. med. Susanne Schwedler und Dr. med. Joachim Harlos, Gesellschafter des Dialysezentrums Schweinfurt.

„Für uns steht dabei eine hohe Behandlungsqualität im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit mit dem Dialysezentrum Schweinfurt ist seit vielen Jahren fachlich etabliert und verlässlich. Auf dieser guten Basis können wir die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit nephrologischem Behandlungsbedarf künftig noch enger in die Abläufe unseres Hauses einbinden und gemeinsam weiterentwickeln“, betont Prof. Dr. Karl Mischke, Ärztlicher Direktor und für die Dialysen im Leopoldina-Krankenhaus verantwortlicher Arzt.

Fest etabliert ist auch die Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken, etwa im Bereich der stationären psychosomatischen Versorgung. Mit dem geplanten neuen Praxisgebäude soll diese Kooperation ab 2029 weiter vertieft werden. Der Bezirk plant, dort neue Räumlichkeiten für eine psychiatrische Tagesklinik sowie eine psychiatrische Institutsambulanz zu nutzen. „Wir schätzen die Partnerschaft mit dem Leopoldina-Krankenhaus sehr. Als verlässliche Partner können beide Seiten von den Synergieeffekten profitieren. Gemeinsam können wir dieses wichtige Vorhaben nun Realität werden lassen und die psychiatrische Versorgung für Patientinnen und Patienten in der Region weiter verbessern“, erklärt Bezirkstagspräsident Stefan Funk.

Auch für Ralf Hofmann, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt und Aufsichtsratsvorsitzender des Leopoldina-Krankenhauses, ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal: „Das geplante Praxisgebäude zeigt, wie wir die medizinische Versorgung zukunftsfähig weiterentwickeln können: durch starke Partnerschaften, kurze Wege und eine enge Verzahnung ambulanter und stationärer Angebote.“ Auch für den Gesundheitsstandort Schweinfurt sieht Hofmann darin einen wichtigen Schritt: „Damit stärken wir das Leopoldina-Krankenhaus als zentralen Versorger und schaffen zusätzliche Angebote, die den Patientinnen und Patienten in Stadt und Region direkt zugutekommen.“

Mit dem geplanten Neubau und den vertieften Kooperationen stellt das Leopoldina-Krankenhaus somit erneut wichtige Weichen für eine zukunftsfähige, wohnortnahe und sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung in der Region.

Auf dem Bild: Visualisierung des geplanten Praxisgebäudes durch a|sh sander.hofrichter architekten

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