Die Mighty Dogs melden sich mit dem souveränen 6:2-Heimsieg gegen Peißenberg zurück – VIELE FOTOS & VIDEO!

Die Mighty Dogs melden sich mit dem souveränen 6:2-Heimsieg gegen Peißenberg zurück – VIELE FOTOS & VIDEO!

SCHWEINFURT – Das zweite Heimspiel der Bayernliga-Saison 2026/27 stand vor der Tür, und diesmal waren die Peißenberg Miners im Icedome zu Gast. Nachdem die Mighty Dogs in den vergangenen Spielen noch mit ihrer Chancenverwertung gehadert hatten, zeigte sich am Sonntagabend vor über 1.000 Zuschauern ein anderes Bild.

Beide Mannschaften agierten mit viel Energie und Zug zum Tor, und bei den Schweinfurtern kehrten endlich das Scheibenglück und damit auch das Selbstvertrauen zurück. Am Ende belohnte sich der ERV mit einem verdienten 6:2-Heimsieg.

Beide Teams starteten gut in die Partie und schenkten sich in den ersten Minuten nichts. Die jeweils stabil stehenden Abwehrreihen verhinderten zunächst jedoch gefährliche Situationen vor den Toren. Die erste große Chance für den ERV bahnte sich im ersten Powerplay an, als Ricards Bernhards im Slot mit einem Pass von hinter dem Tor bedient wurde, den Puck aber nicht im Netz unterbringen konnte. Die Hausherren blieben am Drücker und kamen wenig später erneut in Überzahl. Die Scheibe lief mit viel Geschwindigkeit durch die Offensivzone, und die Miners hatten sichtlich Mühe, dem Spieltempo zu folgen. Schließlich blieb ihnen nur ein weiteres Foul: Birkner musste wegen Stockschlags ebenfalls auf die Strafbank, sodass die Mighty Dogs annähernd zwei Minuten lang in doppelter Überzahl agieren konnten. Diese Gelegenheit ließ sich die Schweinfurter Offensive nicht entgehen. Renarts Alksnis zog aus dem Handgelenk ab und jagte die Scheibe unhaltbar an Goalie Andreas Magg vorbei in die Maschen – 1:0 für die Mighty Dogs! Fünf Minuten vor Ende des ersten Drittels platzte dann auch bei Tomas Cermak der Knoten: Mit seinem ersten Saisontreffer erhöhte er auf 2:0. Nach einer Strafzeit gegen Dima Litesov kamen die Gäste allerdings noch einmal zurück und verkürzten auf 2:1.

Zu Beginn des zweiten Drittels mussten die Mighty Dogs früh in Unterzahl agieren. Nach knapp einer Minute erwischte es jedoch auch einen Spieler der Miners, sodass sich auf dem Eis mehr Platz ergab. Etwa zur Hälfte der Partie stockte dann einigen Zuschauern im Icedome kurz der Atem, als die Gäste in einer Zwei-auf-eins-Situation zum Konter ansetzten. Dank cleveren Stellungsspiels, konsequent blockierter Passwege und geistesgegenwärtiger Paraden von Benny Roßberg konnte die gefährliche Situation jedoch entschärft werden. Beinahe im Gegenzug schlugen die Mighty Dogs zu: Neuzugang Dominik Piskor leitete einen Angriff ein, und Nils Melchior verwertete den Abpraller zum 3:1. Damit bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus und gingen mit einer Zwei-Tore-Führung in den Schlussabschnitt.

Im letzten Drittel bot sich den Mighty Dogs nach Strafen gegen Seelmann und Haloda erneut die Gelegenheit, in doppelter Überzahl zu agieren. Alksnis nutzte den zusätzlichen Platz und erhöhte auf 4:1. Auch in der anschließenden Überzahlsituation blieben die Schweinfurter konsequent: Kevin Heckenberger stand im Slot goldrichtig und verwertete den Abpraller nach einem Schuss von Ondrej Nedved zum 5:1. Doch die Miners gaben sich keineswegs geschlagen und liefen weiterhin gegen das Tor von Roßberg an. Mitten in dieser Druckphase leisteten sich die Mighty Dogs zwei aufeinanderfolgende Strafzeiten gegen Lukas Krumpe und Kristers Donins. Die Gäste nutzten die doppelte Überzahl und verkürzten durch Vogl auf 5:2. Die anschließende Unterzahl überstanden die Schweinfurter nicht nur ohne Gegentreffer, sondern kamen sogar zu einem Drei-auf-eins-Konter. Magg konnte den Abschluss allerdings parieren.

In der 52. Minute mussten die Miners erneut auf die Strafbank, und das Powerplay des ERV setzte sich abermals vor dem gegnerischen Tor fest. Zunächst setzte Tomas Pribyl die Scheibe noch an den Pfosten, ehe Bernhards schließlich zuschlug und mit seinem Treffer zum 6:2 den Endstand herstellte. Die Mighty Dogs ließen sich den Vorsprung anschließend nicht mehr nehmen und durften gemeinsam mit den Fans einen überzeugenden Heimsieg feiern.

Unter dem Strich zeigte diese Partie, welches Potenzial in der Mannschaft steckt, wenn sie unkonzentrierte Phasen vermeidet und ihre Torchancen konsequenter nutzt. Den Zuschauern wurde ein attraktives Eishockeyspiel geboten, in dem sich beide Teams bei Fünf-gegen-fünf nichts schenkten. Gleichzeitig unterstrich die Partie die Bedeutung der Specialteams: Sechs der insgesamt acht Treffer fielen in Überzahlsituationen. Das Powerplay und das Unterzahlspiel können somit entscheidenden Einfluss auf den Ausgang einer Partie nehmen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Mighty Dogs allerdings nicht. Am kommenden Freitag, den 23. Oktober, gastiert der ESC Geretsried um 20 Uhr im Icedome. Am Sonntag geht es für den ERV dann auswärts weiter, wenn die Schweinfurter auf die IsarRats aus Dingolfing treffen. Mit dem Rückenwind des Heimsiegs wollen die Mighty Dogs an die gezeigte Leistung anknüpfen und weitere wichtige Punkte sammeln. Siebter und Zwölfter sind die Gegner in der Tabelle, die Schweinfurter belegen mit sechs Punkten aktuell Rang elf.

Statistik:

Tore:
Stand Zeit Team Torschütze 1. Assist 2. Assist
1:0 11:46 ERVS Alksnis D. (5-3) Cermak T. Litesov D.
2:0 14:13 ERVS Cermak T. Bernhards R. Donins K.
2:1 19:09 TSVP Rieger N. (5-4) Hörndl V.
3:1 33:11 ERVS Melchior N. Piskor D. Bernhards R.
4:1 40:52 ERVS Alksnis D. (5-3) Cermak T. Bernhards R.
5:1 42:07 ERVS Heckenberger K. (5-4) Nedved O. Piskor D.
5:2 47:27 TSVP Vogl D. (5-3) Zheltakov I. Haloda M.
6:2 52:34 ERVS Bernhards R. (5-4) Alksnis D. Donins K.

Strafen: Schweinfurt 16 Min // Peißenberg 22 Min

Zuschauer: 1064 + 417 auf SpradeTV

Highlights und Pressekonferenz: https://sprade.tv/de/teams/2/schweinfurt-mighty-dogs

Mighty Dogs:
Tor: Pöhlmann Leon (#40); Roßberg Benedict (#42);
Verteidigung: Freibert Collin (#5); Donins Kristers (#19); Nedved Ondrej (#27); Alksnis Dzerods (#28); Pribyl Tomas (#33); Krumpe Lukas (#69);
Sturm: Heckenberger Kevin (#10); Asmus Alexander (#24); Cermak Tomas (#41); Bares Pavel (#46); Dana Josef (#70); Melchior Nils (#84); Piskor Dominik (#88); Litesov Dimitrij (#89); Pinsack Georg (#91); Bernhards Ricards (#97);

Der Bayerische Eissport-Verband hat derweil das Spiel von Freitag in Waldkraiburg mit 5:0 für die Gastgeber gewertet. 7:3 ging es aus. Die Schweinfurter hatten mit Clemens Schulze, Michael Adam, Julien Klein und Leon Klein zu viele Förderlizenzspieler eingesetzt. Maximal drei sind erlaubt. Mit der simplen Nachfrage auf Google („Wieviele Förderlizenz-Spieler darf ein Verein in der Eishockey Bayernliga einsetzen?“) hätten die Mighty Dogs das im Vorfeld erfahren können.

Unter den Fotos folgt noch ein kleines Video:

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