93:83 gegen den Syntainics MBC: Die Fitness First Würzburg Baskets stehen im Pokal-Viertelfinale und haben Dienstag schon wieder ein Heimspiel

93:83 gegen den Syntainics MBC: Die Fitness First Würzburg Baskets stehen im Pokal-Viertelfinale und haben Dienstag schon wieder ein Heimspiel
Fotocredit: Moritz Hartmann

WÜRZBURG – Die Fitness First Würzburg Baskets stehen zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im Viertelfinale des Netto BBL Pokals. Wie schon im Achtelfinale 2021 gelang am Sonntagnachmittag vor 2347 Zuschauenden ein Heimsieg gegen den Syntainics MBC.

Die Baskets starteten stark und setzten sich bereits vor Ende des ersten Viertels zweistellig ab (28:13). Die Gäste aus Weißenfels kamen im weiteren Verlauf des Spiels zwar mehrmals in Schlagdistanz, konnten den Spielstand aber bis zum Schluss nicht mehr drehen – am Ende war es ein verdienter 93:83-Erfolg für die Heimmannschaft.

Topscorer des Pokalduells war Calvin Wishart mit 19 Punkten. Auf Würzburger Seite punkteten außerdem Kenny Dye (12), Sam Griffin (12), Charles Thompson (10 Punkte/12 Rebounds) und Brandon Tischler zweistellig. „Wir hatten drei Niederlagen in Folge, deswegen tut es sehr gut, den Fans einen Sieg zu geben und ins Viertelfinale einzuziehen. Wir wollen so weit wie möglich kommen, heute ist der erste Schritt gemacht worden“, sagte Tischler nach dem Spiel.

Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets nach nur einem Tag Pause bereits am Dienstagabend um 19 Uhr mit einem Heimspiel im FIBA Europe Cup, zu Gast ist MZT Skopje Aerodrom aus Nordmazedonien. Einzeltickets und einen „Europapass“ für alle fünf Heimspiele inklusive Baskets-Fanschal ab 59,60 Euro gibt es im Onlineshop.

Baskets-Headcoach Saša Filipovski konnte im Pokalduell am Sonntagnachmittag zum ersten Mal in dieser Saison personell aus dem Vollen schöpfen: Kapitän Alen Pjanic und Marko Petric standen wieder zur Verfügung. Der größte Unterschied zu den drei Niederlage in Larnaca, Rostock und Thessaloniki: Die Würfe fielen, abgesehen von einer kurzen Phase zu Beginn des dritten Viertels. In der ersten Halbzeit trafen die Baskets die Hälfte ihrer 14 Dreier, am Ende lag die Trefferquote aus der Distanz immer noch bei guten 42 Prozent.

Es wurde fast ein Start-Ziel-Sieg: Nur einmal ganz am Anfang lagen die Gäste knapp in Führung, nachdem Center Jure Planinic in der ersten Minute einen Dreier zum 2:3 getroffen hatte. Die Baskets verteidigten aber konzentriert und spielten im Angriff von Beginn an mit deutlich mehr Selbstvertrauen als zuletzt: Die ersten vier Würfe waren drin (8:3, 2. Minute).

Kurze Zeit später hatte Kenny Dye (7 Punkte in den ersten vier Minuten) den ersten Würzburger Dreier und einen Korbleger getroffen, dann den Ball erobert und Sam Griffin an der Dreierlinie freigespielt – Griffin traf zum Zwischenstand von 16:9 (5. Minute). Gegen Ende des ersten Abschnitts sorgte Calvin Wishart mit seinen ersten sieben Punkten für die höchste Baskets-Führung (28:13, 9. Minute).

Der MBC hielt in der ersten Halbzeit vor allem mit 13 Punkten von der Freiwurflinie und dank einem Dutzend Offensivrebounds auch mit 13 Zählern aus zweiten Chancen dagegen. Nach einem ausgeglichenen zweiten Viertel, in dem der Abstand nie kleiner als neun Zähler wurde, konnten die Baskets mit einer 50:39-Führung in die Kabine gehen.

Zum Start in die zweite Halbzeit sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer dann einen 8:0-Lauf der Wölfe: Spencer Reaves und Kostja Mushidi trafen von draußen, dazwischen Jure Planinic nach dem nächsten Offensivrebound per Korbleger.

Die ersten Würzburger Punkte im dritten Viertel erzielte Kenny Dye nach exakt vier Minuten per Dreier zum Zwischenstand von 53:47. Es war der Auftakt zu einem 11:3-Zwischenspurt der Baskets, die nach einem Thompson-Korbleger in der 27. Minute wieder zweistellig vorn lagen (61:50).

Der MBC steckte nicht auf, legte den nächsten 8:0-Lauf hin und kam zum zweiten Mal nach der Pause wieder auf drei Zähler heran (61:58, 29. Minute). Beim immer noch knappen Spielstand von 65:61 ging es ins vierte Viertel, in das die Baskets mit einem Dreier von Lukas Herzog starteten., Zwei Minuten später hatten Herzog, Alen Pjanic und Brandon Tischler mit einem 8:0-Lauf den zweistelligen Abstand wiederhergestellt (75:63, 32. Minute).

Weil die Baskets auch weiterhin auf jeden Comeback-Versuch der Gäste eine passende Antwort hatten und in der zweiten Halbzeit auch die Rebounds besser kontrollierten, konnten sie die Wölfe bis zum Schluss auf Distanz halten.

Knapp vier Minuten vor dem Ende verkürzte Spencer Reaves den Rückstand mit drei Freiwürfen noch einmal auf sieben Punkte (82:75, 37. Minute), die Hausherren hatten aber auch in der Crunchtime alles im Griff. Calvin Wishart traf seinen zweiten Dreier der Partie neunzig Sekunden vor dem Ende zum 89:77 und machte damit den Deckel drauf auf einen verdienten Heimsieg der Fitness First Würzburg Baskets.

Am Montagabend gegen 22 Uhr erfahren Headcoach Saša Filipovski und sein Team, wo und gegen wen sie am Wochenende 12./13. Dezember im Viertelfinale des Netto BBL Pokals antreten werden. Die vier Duelle um den Einzug ins Top Four im Februar wird nach der Achtelfinal-Partie Alba Berlin gegen die BMA365 Bamberg Baskets ausgelost.

Stimmen zum Spiel

Brandon Tischler, Fitness First Würzburg Baskets:
„Ich bin sehr froh über den Sieg, vor allem auch fürs Team. Wir hatten drei Niederlagen in Folge, deswegen tut es sehr gut, den Fans einen Sieg zu geben und ins Viertelfinale des Pokals einzuziehen. Wir wollen so weit wie möglich kommen, heute ist der erste Schritt gemacht worden. Daher bin ich sehr stolz aufs ganze Team. Unser Trainer hat uns sehr gut vorbereitet und uns in der Halbzeit noch einmal daran erinnert, worauf wir uns konzentrieren sollen. Also nicht denken, dass wir schon gewonnen haben, sondern uns auf die Execution konzentrieren. Das haben wir gemacht, Stopps und Rebounds geholt und unsere Offense einigermaßen gut durchgespielt. Es war von den Trainern und von uns ein gutes Spiel. Letztes Jahr habe ich im SAP Garden beim Top Four zugeschaut, dieses Jahr will ich als Spieler dabei sein. Ich bin immer wieder baff, wie unsere Fans drauf sind. Deswegen wäre ein Heimspiel im Viertelfinale mega.“

Saša Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an meine Spieler. Wir haben gegen eine sehr erfahrene und gut gecoachte Mannschaft gewonnen. Sie haben smart gespielt und es mit ihren guten Werfern immer wieder geschafft, unseren Vorsprung aufzuholen. Brandon Tischler und Lukas Herzog haben gegen Spencer Reaves einen guten Job gemacht. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme beim Rebound, der MBC hat 13 Punkte aus zweiten Chancen gemacht. Am Ende hatten wir genug Konzentration, um die Führung zu halten und das Spiel zu gewinnen. Dieser Sieg zeigt meinen Spielern, dass wir uns weiterentwickeln und in die richtige Richtung unterwegs sind. Vielen Dank an unsere Fans. Es ist immer ein Vergnügen, in unserer Halle zu spielen und ihre Energie zu spüren. Dieses Team arbeitet sehr hart und hat Unterstützung verdient.“

Vladimir Jovanovic, Headcoach Syntainics MBC:
„Ich möchte Würzburg gratulieren, sie haben heute fantastisch gespielt. Sie haben so angefangen, wie wir es erwartet hatten, mit viel Aggressivität in der Verteidigung. Unglücklicherweise konnten wir darauf nicht mit genauso viel Energie geantwortet. Das erste Viertel war der Schlüssel. Danach haben wir es einige Male geschafft, uns wieder heranzukämpfen. Am Ende des Spiels hat uns dann die Energie gefehlt.Nochmal Glückwunsch an Würzburg, sie waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“

Fitness First Würzburg Baskets – Syntainics MBC 93:83
(28:16, 22:23, 15:21, 28:23)

Für Würzburg spielten:
Calvin Wishart 19 Punkte/2 Dreier, Kenny Dye 12/2 (5 Assists), Sam Griffin 12/2, Brandon Tischler 10, Charles Thompson 10 (12 Rebounds), Max Jones 9/2, Eddie Colbert 8/2, Lukas Herzog 6/1, Alen Pjanic 5, Marvin Ogunsipe 2, Marko Petric.

Top-Performer MBC:
DeLonnie Hunt 17/1, Spencer Reaves 14/2, Kostja Mushidi 11/3, Borisa Simanic 11/1 (10 Rebounds).

Key Stats:
Fastbreak-Punkte: Würzburg 11 – Weißenfels 2
Steals: Würzburg 8 – Weißenfels 1
Ballverluste: Würzburg 9 – Weißenfels 12

Fotocredit: Moritz Hartmann

Heimspiel am Dienstag gegen Skopje Aerodrom

Knapp 50 Stunden nach dem verdienten 93:83-Heimsieg im Achtelfinale des Netto BBL Pokals wollen die Fitness First Würzburg Baskets in der Turnhölle auch ihren ersten Saisonsieg im FIBA Europe Cup (FEC) einfahren. Gegner ist MZT Skopje Aerodrom aus der Republik Nordmazedonien, Sprungball in der tectake Arena ist am Dienstag um 19 Uhr. Tickets aller Kategorien und einen vergünstigten „Europa Pass“ inklusive Baskets-Fanschal ab 59,60 Euro gibt es im Onlineshop.

Die Baskets treffen zum ersten Mal in ihrer Geschichte auf einen Klub aus Nordmazedonien. Die Landeshauptstadt Skopje liegt im Norden des Landes, wenige Kilometer von der Grenze zum Kosovo entfernt. Sie hat rund 520.000 Einwohnerinnen und Einwohner, was fast 30 Prozent der gesamten Landesbevölkerung (1,8 Millionen) ausmacht. Kein Wunder also, dass auch einige der Spieler in Skopje geboren wurden und teilweise seit vielen Jahren für ihre Heimatstadt spielen.

Bestes Beispiel dafür ist der 38-jährige Damjan Stojanovski, der seit 20 Jahren professionell Basketball spielt und in der 15. Saison in Folge für Skopje aufläuft. Seit 2021 tut er das an der Seite seines Zwillingsbruders Vojdan Stojanovski, der in Deutschland kein Unbekannter ist: Der Shooting Guard wurde 2014 mit ALBA BERLIN Vizemeister und spielte in der Saison 2018/2019 für die EWE Baskets Oldenburg. Sein letzter Besuch in der Turnhölle datiert vom 30. Dezember 2018, die Donnervögel gewannen damals mit 88:78.

Acht Spieler und das Trainerteam von MZT Skopje Aerodrom stammen aus Nordmazedonien. Dazu kommen mit Spielmacher Tadija Tadic und Center Dimitrije Nikolic zwei starke serbische Akteure, der Bosnier Emir Krajinic und zwei US-Amerikaner: Der erfahrene Flügelspieler Lesley Varner, der schon in England, Österreich, Tschechien und Griechenland gespielt hat, und Noah Ali Farrakhan, der bisher exklusiv im FIBA Europe Cup zum Einsatz kam und 18 Punkte pro Partie aufgelegt hat.

MZT Skopje Aerodrom ist siebenfacher Landesmeister und fünffacher Pokalsieger in Nordmazedonien, hat die letzten sechs Meisterschaften und seit 2023 auch vier Doubles in Folge geholt.

Vor der offiziellen Namensänderung des Landes im Jahr 2019 gab es in der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien (so der offizielle Ländername zwischen 1991 und 2019) bereits sechs Meisterschaften in Serie von 2012 bis 2017, dazu sechs Pokalsiege zwischen 2001 und 2018.

Außerdem ist der Hauptstadt-Klub bis 2024 regelmäßig in der 1. und 2. Division der osteuropäischen ABA Liga angetreten. Dreimal war Skopje im Korac Cup, zweimal im BKT EuroCup am Start.

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