AUGSBURG / SCHWEINFURT – Im Fokus des Regionalliga-Sonntags stand natürlich das Münchner Duell im Grünwalder Stadion. Aus unterfränkischer Sicht freilich viel wichtiger: Der Auftritt der Schnüdel im Augsburger Rosenaustadion.
Wo die Schweinfurter unbedingt ihren Negativlauf stoppen wollten: Nur drei Punkte aus den letzten sieben Spielen ohne Sieg brachten die Abstiegszone deutlich zu nahe. Von Platz 15 aus trat der FC 05 beim Zwölften an. Demzufolge war der FCA 2 natürlich schon favorisiert.
Doch was war denn da los? Schon nach neun Minuten brachte David Dreo die Augsburger in Führung. Loris Husic erhöhte in der 22. Minute auf 2:0, Nick Rasoulinia in der 26. sogar auf 3:0. Nach nicht mal einer halben Stunde war die Partie gelaufen und hatten die Schnüdel ihre Saison-Gegentore 27, 28 und 29 kassiert – im erst 14. Spiel… Und auch wenn danach bis zur Pause nur noch die Schweinfurter gefährlich vor´s Tor kamen: Es ging eigentlich ohne große Hoffnungen in die Kabine…
Vor den unter 400 Zuschauern in der gähnend leeren Rosenauschüssel hätte Husic gleich nach Wiederanpfiff beinahe bei sogar zwei Möglichkeiten das 4:0 erzielt gegen Gäste, bei denen Trainer Jan Gernlein keinen Wechsel vornahm, obwohl er neun Ersatzspieler auf der Bank sitzen hatte. Erst später kam´s zum ein oder anderen Tausch.
Den mitgereisten Fans war´s egal, sie sangen wie immer und wie auch schon bei jeder Auswärtspleite in der 3. Liga 90 Minuten lang. Was auf dem Rasen passiert, ist ja auch gar nicht so wichtig… Und dort deutete sich zu keiner Sekunde eine doch noch mögliche Wende an.
Und in München? Endete das viel spannendere Stadtderby nach einer 2:0-, 3:1- und 4:2-Führung für den FC Bayern 2 mit einer Enttäuschung für die Löwen.
Weiter geht´s für den FC 05 kommenden Freitagabend unter Flutlicht gegen Schlusslicht TSV Landberg. Der Aufsteiger reist mit gerade mal fünf Punkten weniger an. Vorher wird am Mittwoch das Pokal-Halbfinale ausgelost. Der Schweinfurter werden auf alle Fälle in Unterfranken spielen…
FC 05: Jan Mottl – Kevin Frisorger, Nils Piwernetz (ab 87. Morris Adelabu), Johannes Theinhardt, Maximilian Stahl, Gil Ebner (ab 63. Mirco Geisler), Kevin Fery, Philipp Hack (ab 63. Radzivon Hushcha), Jason Prodanovic, Valentin Schmitt (ab 67. Leonard Krasniqi), Michael Dellinger (ab 87. Luka Kalandia); ohne Einsatz: Julian Brätz – Mustafa Özden, Esad Akgün, Pietro Besso; Trainer: Jan Gernlein
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