GAUKÖNIGSHOFEN IM LANDKREIS WÜRZBURG – Viel Licht, freundliche Farben und ein maßgeschneidertes Raumkonzept machen die Drei-Linden-Schule in Gaukönigshofen zu einer Schule mit Vorbildfunktion.
Zum Beginn des Schuljahres im September 2026 haben die rund 80 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften bereits die Räume der neuen Förderschule bezogen. Nun übergab Landrat Thomas Eberth den Neubau bei einer Einweihungsfeier auch offiziell seinem Zweck.
„Mit der neuen Drei-Linden-Schule haben wir einen Ort geschaffen, an dem sich Kinder wohlfühlen, ihre Stärken entdecken und sich individuell entwickeln können. Das ist eine Investition, die weit über das Gebäude hinausgeht, denn wir investieren damit vor allem in die Zukunft unserer Kinder“, sagte der Landrat.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand der Rückblick auf die rund fünfjährige Planungs- und Bauphase. Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung ließen unter anderem Architekt Michael Scheuerer von Michel & Wolf Architekten aus Stuttgart, Bürgermeister Johannes Menth, Thomas Sinke, Leiter des Sachgebiets Förderschulen bei der Regierung von Unterfranken, sowie Martin Umscheid, geschäftsleitender Beamter des Landratsamts und Hauptverantwortlicher für die Liegenschaften des Landkreises Würzburg, die Entstehung der neuen Schule Revue passieren.
Ein besonderer Tag für die Schulgemeinschaft
Auch die Schülerinnen und Schüler gestalteten das Programm aktiv mit: In offenen Gesprächsrunden übernahmen drei von ihnen selbst die Moderation und stellten Landrat Thomas Eberth und Bürgermeister Johannes Menth ihre Fragen. So kamen neben den Projektverantwortlichen auch diejenigen zu Wort, die das neue Schulgebäude Tag für Tag mit Leben füllen. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Lehrerchor, der mit seiner eigenen Version des Liedes „Don’t Worry, Be Happy“ die Freude über den gelungenen Neubau zum Ausdruck brachte.
Wie viel die neue Schule für die gesamte Schulgemeinschaft bedeutet, machte Schulleiterin Heidrun Zink deutlich: „Als ich das erste Mal hierherkam, habe ich gespürt, wie viel Wertschätzung uns mit dieser neuen Schule entgegengebracht wird. Und zwar nicht nur uns Lehrkräften, sondern vor allem auch unseren Schülerinnen und Schülern. Es ist ein wunderbares Gefühl, diese Wertschätzung zu erfahren.“
Am Nachmittag öffnete die Schule dann ihre Türen für die Öffentlichkeit. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, bei Rundgängen mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen und sich über die Besonderheiten des Bauwerks zu informieren.
Raumkonzept, Bauweise und Energienutzung: ein zukunftsgerichtetes Bauwerk
Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich vom Gesamtkonzept des Gebäudes beeindruckt. Das großzügige, lichtdurchflutete Treppenhaus verbindet die Stockwerke und ermöglicht kurze Wege zwischen den Klassenzimmern und Fachunterrichtsräumen.
Flexibel nutzbare Mehrzweckräume schaffen Raum für unterschiedliche Unterrichtsformen und eine individuelle Förderung. Ein großzügiger Umlauf mit Pausenhof, Spiel- und Klettergeräten sowie einladenden Aufenthaltsbereichen ergänzt das pädagogische Konzept.
Auch in energetischer Hinsicht setzt der Neubau Maßstäbe. Eine effiziente, mit Erdwärme aus Flächenkollektoren betriebene Fußbodenheizung, ein passives Kühlsystem sowie eine Be- und Entlüftungsanlage sorgen ganzjährig für angenehme Temperaturen und eine zuverlässige Frischluftversorgung. Die unter dem Gebäude verlegten Wärmekollektoren machten es erforderlich, das Gebäude auf rund 90 Bohrpfählen zu errichten. Durch den Einsatz einer besonderen Leichtbauweise mit Hohlkörperdecken konnte das Eigengewicht der Gebäudekonstruktion reduziert werden. Gleichzeitig wurden rund 100 Kubikmeter Beton und 21 Tonnen CO₂ eingespart. „Dieses nachhaltige Zusammenspiel ist nicht nur ressourcenschonend, sondern schafft auch ein dauerhaft gesundes und lernförderliches Raumklima“, betonte Architekt Michael Scheuerer.
Baukosten gut eine Million Euro niedriger als geplant
Auch finanziell fällt die Bilanz des Neubauprojekts positiv aus: Mit 14,2 Millionen Euro liegen die Baukosten aktuell 1,3 Millionen Euro unter der ursprünglichen Kostenberechnung aus dem Jahr 2023. Der Freistaat Bayern fördert den Neubau mit rund 4,5 Millionen Euro. Damit verbleibt für den Landkreis Würzburg ein Eigenanteil von knapp zehn Millionen Euro.
Die Planung und Umsetzung des Neubaus verliefen reibungslos, was Landrat Thomas Eberth insbesondere auf die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten zurückführte: „Bei diesem Projekt haben von Anfang an alle Zahnräder ineinandergegriffen. Mein herzlicher Dank gilt allen, die mit so viel Engagement und Herzblut dazu beigetragen haben. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich, dass sie hier ihre Talente entdecken und entfalten, viel Freude am Lernen haben und sich eines Tages mit einem Lächeln an ihre Schulzeit erinnern.“
Auf den Bildern:
1: Feierliche Einweihung der Drei-Linden-Schule in Gaukönigshofen: Landrat Thomas Eberth übergab mit Vertretern der Regierung von Unterfranken, Gemeinde, Landkreisverwaltung, Architekten und weiteren Beteiligten den symbolischen Schlüssel.
2: Das modere Schulgebäude bietet den rund 80 Schülerinnen und Schülern am Standort Gaukönigshofen beste Voraussetzungen zum Lernen und Entdecken der eigenen Fähigkeiten.
3: Ab dem Nachmittag erkundeten Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür das neue Schulgebäude.
Fotos: Patty Varasano



